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Wismar Spielend Russisch lernen

Beste Fremdsprachenschüler wetteiferten am Wismarer Gymnasium um Landessieg

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In kurzer Zeit die ersten Vokabeln einer vollkommen unbekannten Sprache lernen – das geht! FOTOS (2): NICOLE HOLLATZ

Wismar. „Was heißt auf Russisch ,die Kunst’?“, fragt Schiedsrichterin Viktoria Gonschorek die Gymnasiastin Lea Skodda (15). Und Lea weiß das. „Iskusstwa!“ kommt es wie aus der Pistole geschossen. Dabei sprach die 15-jährige Schülerin der Großen Stadtschule bis vor wenigen Minuten noch kein Wort Russisch. Nun hat sie die ersten Vokabeln spielend im wahrsten Wortsinne gelernt. „Es geht nicht darum, dass du es perfekt aussprichst, sondern darum, dass ein Russe versteht, was du meinst!“, macht Viktoria Gonschorek der Jugendlichen Mut, die ihnen unbekannte Sprache zu sprechen.

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Beste Fremdsprachenschüler wetteiferten am Wismarer Gymnasium um Landessieg

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Neun Teams aus Stralendorf, Wittenburg, Schwerin, Rostock, Parchim, Stralsund, Barth und natürlich Wismar wetteiferten gestern in der Aula der Großen Stadtschule bei der Regionalrunde des Bundeswettbewerbs „Spielend russisch lernen“ um Punkte und den Landessieg. Ein Team kam dabei aus der Großen Stadtschule „Geschwister Scholl Gymnasium“, ein zweites Wismarer Team stellte die Integrierte Gesamtschule „Johann Wolfgang von Goethe“. „Mehr als 200 Schulen im deutschsprachigen Raum machen mit“, erklärt Maria Galland vom Verein Deutsch-Russisches Forum. Im zehnten Jahr des Wettbewerbs findet er im ganzen deutschsprachigen Raum statt, Schulen aus Österreich und der Schweiz beteiligen sich.

Die Schulen suchten erst intern die besten Russischschüler und Gedächtniskünstler. Denn jedes Team besteht aus einem Könner – jemandem, der jahrelang Russisch in der Schule lernt oder gar Muttersprachler ist – und einem „Nichtkönner“, der noch nicht mit der Sprache in Berührung gekommen ist. „Sie kommen spielerisch mit der Sprache und der Kultur in Berührung“, sagt Maria Galland.

Im Spiel müssen sie sich je nach Leistungsstand einfache Vokabeln oder eben komplexe Sätze merken und übersetzen. „Die Schulen haben das Spiel zur Verfügung gestellt bekommen, aber zum Landes- und Bundeswettbewerb gibt es jedes Jahr neue Vokabeln aus neuen Themengebieten“, erklärt Maria Galland. In der Aula der Großen Stadtschule mussten die Schüler Wörter und Sätze aus den Kategorien „Kleidung und Mode“, „Tiere und Pflanzen“, „Bildung und Wissenschaft“ sowie „Gesundheit und Körper“ lernen. Die Schiedsrichter an jedem Tisch – meist Muttersprachler – waren zumindest bei den „Könnern“ sehr streng. Immerhin ging es um eine Fahrt in den Europa-Park zum Bundesfinale und dort um eine fünftägige Reise nach Russland. Cornelia Schlagowsky, Fachreferentin für moderne Fremdsprachen im Bildungsministerium: „Ihr gewinnt alle, denn heute wird hier so viel Russisch gesprochen wie lange nicht. Allein das ist ein Hauptgewinn.“ „Sprachen verbinden, bauen Brücken und öffnen Horizonte.“

Und machen Spaß, vorausgesetzt, man kann so spielerisch Vokabeln lernen! Übrigens: Das Sprachenspiel „New Amici“ gibt es für verschiedene Sprachen im Handel zu erwerben. Gewonnen haben übrigens Jill Bredow und Johannes Winter von der Kooperativen Gesamtschule Barth. Sie dürfen zum Bundesausscheid. Zweitplatzierte wurden Katharina Orolicki und Katharina Kremer von der Kooperativen Gesamtschule Südstadt in Rostock. Lea Skodda und Lucie-Ann Ruhm aus Wismar kamen auf Platz drei.

Nicole Hollatz

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