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Spielgerät mit viel Spaß eingeweiht

Neukloster Spielgerät mit viel Spaß eingeweiht

Klettern, Rutschen, Balancieren: Die Stadt Neukloster hat der Kita ein Geschenk für 15000 Euro gemacht

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Schlange stehen am neuen Spielgerät: Die Kinder der Kita „Sonnenkamp“ in Neukloster haben Seilaufgang, Hängebrücke und Rutsche bei der Einweihung gestern ausgiebig getestet. 15000 Euro hat die Stadt für ihre jungen Mitbürger investiert.

Quelle: Fotos: Sylvia Kartheuser, Kerstin Erz

Neukloster. Die rot-weißen Absperrbänder sind gefallen. Das neue Spielgerät an der städtischen Kita „Sonnenkamp“ in Neukloster ist freigegeben – und wird von den Mädchen und Jungen sofort getestet. Der schräge Aufstieg über ein Brett mit einem Seil zum Festhalten, die Rutsche, die nur aus einem Tau bestehende Hängebrücke, alles muss ausprobiert werden. Das erste Fazit von Frieda (5): „Das ist ganz toll geworden.“

 

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Alle Kinder haben sich an der Gestaltung beteiligt.“ Dagmar Felgenhauer, Kita-Leiterin

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15000 Euro hat die Stadt Neukloster für ihre jüngsten Einwohner ausgegeben. In dem Komplettpreis ist auch der neu aufgetragene, besonders weiche Sand enthalten. Er ist dazu geeignet, Stöße zu dämpfen, sollte ein Kind mal das Gleichgewicht verlieren und herunterfallen. „Das ist wirklich eine großartige Investition und wir können uns bei der Stadt nur ganz herzlich bedanken“, sagt Dagmar Felgenhauer, die Leiterin der Kindertagesstätte.

Geeignet ist das Spielgerät, das noch in diesem Jahr um einen Kletterturm erweitert wird, für Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren. Doch die knapp 300 Mädchen und Jungen, die derzeit die Kita „Sonnenkamp“ besuchen, mussten auch ganz schön lange darauf warten. „Im Juni haben wir es bestellt, im Juli kam es und wurde in drei Tagen aufgebaut“, beschreibt die Kita-Leiterin. Danach folgte die für die Kinder wohl härteste Zeit: Sie mussten warten. Vier lange Wochen. Das Wunschobjekt immer vor Augen – und das rot-weiße Absperrband. „Aber unsere Kinder waren großartig. Wir mussten kein einziges Mal sagen: ,Das dürft ihr nicht, ihr müsst noch warten’“, sagt Dagmar Felgenhauer.

Diese Disziplin zeigt sich auch direkt bei der Eröffnung. Dicht gedrängt stehen die Kinder an dem Absperrband. Aber erst wird noch ein Lied gesungen, eines mit vielen Strophen: „Wenn du glücklich bist, dann klatsche in die Hand“ von Gerhard Schöne. Doch dann ist es schließlich soweit: Nele bekommt die große Schere in die Hand gedrückt und schneidet – und schneidet – und schneidet. Aber das Plastikband ist zäh und die Schere nicht besonders scharf. Schließlich ist es jedoch geschafft und Nele darf als erste die neue Attraktion ausprobieren. Mit festen Schritten auf der Holzschräge und kräftigen Griffen am Seil ist sie flugs auf der Plattform, läuft über die Hängebrücke zum Baumhaus und rutscht dort eine Stange hinunter.

Dagmar Felgenhauer beobachtet, wie ein Kind nach dem anderen das Spielgerät für sich entdeckt. „Haben unsere Kinder nicht eine tolle Disziplin?“, fragt sie, ohne eine Antwort zu erwarten. Denn das ist offensichtlich. So gern jeder auch auf die Holzschräge und die Hängebrücke möchte, vor dem Aufstieg stellen sich alle brav hintereinander an, ohne Murren, ohne Schubsen.

Eine Besonderheit des Spielgerätes: Die Kinder haben ihren Anteil daran. „Wir haben sie mitbestimmen lassen, was sie gern hätten“, erklärt die Kita-Leiterin. Alle hätten ihr Wunschgerät gemalt und diese Anregungen seien in die Auswahl eingeflossen. „Im Prinzip ist es ein Anbau an das alte Baumhaus, das wir schon auf dem Platz haben“, sagt Dagmar Felgenhauer. Das sei durch die Ergänzungen noch attraktiver geworden.

Die Eröffnung gestern drohte übrigens kurzzeitig im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser zu fallen: es regnete. Mit Liedern und Tänzen im Vorraum der Kita überbrückten die Erzieherinnen mit den Kindern geschickt die Regenphase. Als gegen 9.45 Uhr der Himmel aufklarte, gab es kein Halten mehr: Raus an die frische Luft, ran ans neue Spielgerät. Und obwohl die Erzieherinnen versuchten, die Rutsche zur verbotenen Zone zu erklären, hielt das nicht lange. Die Verlockung war größer, als die Furcht vor einem nassen Hosenboden. Mit einem „aber ganz vorsichtig“ gaben die Erzieherinnen dem Rutschwunsch der Kinder nach. „Das bringt allen ganz viel Spaß“, freute sich der sechsjährige Frerik.

Die Kita in Stichworten

Die Integrative Kindertagesstätte „Sonnenkamp“ befindet sich im historischen Klosterensemble in Neukloster, in einem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude.

In der Kita werden Kinder vom dritten Lebensmonat bis zum elften Lebensjahr betreut. Laut aktueller Betriebserlaubnis ist Platz für 36 Krippen-, 130 Kindergarten- (davon acht mit Behinderung) und 125 Hortkinder.

25 pädagogische Fachkräfte arbeiten in der Kita, davon eine qualifizierte Leiterin sowie Heilerziehungspflegerinnen, des Weiteren zwei Küchenkräfte und ein Hausmeister.

Sylvia Kartheuser

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