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Wismar Spitzenreiter BFC Preussen kommt zum Saisonfinale
Mecklenburg Wismar Spitzenreiter BFC Preussen kommt zum Saisonfinale
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01:24 04.05.2018
Wismars beste Torschützin Vivien Millrath (M.) verletzte sich vor einer Woche bei Pfeffersport Berlin. Um ihren Einsatz morgen gegen den BFC Preussen steht noch ein dickes Fragezeichen. Quelle: Foto: Daniel Koch
Wismar

Zum Saisonfinale in der Oberliga Ostsee-Spree empfängt morgen um 16 Uhr in der Sport- und Mehrzweckhalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße die TSG Wismar den Spitzenreiter BFC Preussen Berlin. Es sollte eigentlich das Spiel des Jahres für die TSG-Handballerinnen werden.

Die TSG-Damen empfangen morgen das Berliner Team und wollen sich mit einem Sieg aus der Handball-Oberliga Ostsee-Spree verabschieden. Christian Lander ist neuer sportlicher Leiter.

Im „Endspiel“ wollten die Wismarerinnen die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die 3. Liga feiern. Egal, wie die Partie ausgeht, Aufstieg und Meisterschaft sind schon vor dem Anpfiff der Begegnung vergeben. Die Gäste aus der Hauptstadt sind nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Sie haben gegenüber dem Tabellenzweiten TSG Wismar einen Vorsprung von drei Punkten. Damit ist der BFC Preussen Meister der Oberliga Ostsee-Spree. Doch auf den Aufstieg verzichten die Berlinerinnen aus Kostengründen (die OZ berichtete).

Dennoch brauchen die Schützlinge von TSG-Trainer Christoph Nisius (34) nicht Trübsal blasen. Als zweitplatzierte Mannschaft dürfen die Hansestädterinnen in der nächsten Saison nach nur einem Jahr Pause wieder in der 3. Liga spielen.

„Darauf freuen wir uns schon heute“, sagt Trainer Nisius. „Aber wir wollen die Begegnung gegen den Spitzenreiter und Meister auch dafür nutzen, um unseren Spielerinnen, die unseren Verein am Saisonende verlassen werden, Danke zu sagen“, hebt der 34-Jährige hervor. Für das Spiel gegen den BFC Preussen hat der TSG- Coach bis auf Vivien Millrath alle Damen an Deck. Hinter ihrem Einsatz steht noch ein dickes Fragezeichen. „Vivien laboriert an ihrer Rippenprellung, die sie sich am vergangenen Sonnabend bei Pfeffersport Berlin bei einem Zusammenprall zugezogen hat“, so Nisius. Gestern Abend war die 29-jährige Rückraumspielerin und beste Torschützin im TSG-Team noch im Training dabei. „Die Prellung schmerzt noch. Mal sehen, ob ich auflaufen kann. Das wird sich vermutlich erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden“, meint Vivien Millrath.

Mannschaftskapitänin und Torfrau Justine Steiner drückt Millrath auf jeden Fall die Daumen. „Das ist schon ein Verlust, wenn sie nicht spielen kann“, erklärt Steiner. Unabhängig davon haben sich die TSG-Handballerinnen zum Saisonfinale einiges ausgedacht. „Wir möchten uns bei den vielen Fans, die in dieser turbulenten Saison immer hinter uns standen, bedanken“, sagt die Mannschaftskapitänin.

Worauf sich die Fans freuen können, das wollte sie noch nicht verraten. „Unsere Fans sollen einen großen Hunger mitbringen“, schmunzelt Justine Steiner.

Ein volles Haus wünscht sich morgen TSG-Präsident Torsten Wehr. „Die Mädels haben das verdient“, meint er. Die Wismarerinnen erlebten in dieser Saison ein Wechselbad der Gefühle. Nach fünf Spieltagen gab es einen Trainerwechsel. Auf Jörn Harder, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, folgte Christoph Nisius. Dann wurden dem Team wegen eines Formfehlers am grünen Tisch zwölf Punkte abgezogen. Nach dem Einspruch der TSG gab es allerdings wieder zehn Punkte zurück. Nur das Spiel gegen den Berliner TSC wurde gedreht und als verloren gewertet.

Somit waren die Wismarerinnen trotzdem um zwei Punkte ins Hintertreffen gegenüber dem Spitzenreiter BFC Preussen geraten. Den direkten Vergleich im Hinspiel bei den Berlinerinnen gewann das Team von Christoph Nisius überraschend mit 21:20. „Wir wollen auch das Rückspiel gewinnen“, redet der TSG-Trainer nicht um den heißen Brei herum.

Unterdessen gibt es zum Saisonfinale einen neuen sportlichen Leiter für die Handball-Abteilung der TSG Wismar. Nachdem sich der Verein von Sven Thormann in beiderseitigem Einvernehmen wieder trennte, hat der 32-jährige Christian Lander seine Position besetzt. Er ist in Pasewalk geboren, besitzt die B-Lizenz und ist dem Handball schon seit über 20 Jahren verbunden. Lange Zeit lebte Lander auch in Berlin und hat dort unter dem ehemaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson und Manager Bob Hanning die C- und B-Lizenz absolviert. Anschließend war Christian Lander zwei Jahre lang hauptamtlich beim HC Empor Rostock beschäftigt und kümmerte sich um den männlichen Handball-Nachwuchs. „Der Fokus meiner Arbeit bei der TSG ist auf die erste Frauen- und Männermannschaft gerichtet. Natürlich möchte ich die Nachwuchsarbeit stärken, junge Talente an Wismar binden, feste Strukturen im Verein schaffen und ausbauen“, umreißt der neue sportliche Leiter kurz sein Aufgabenfeld.

„Wir freuen uns, dass wir Christian Lander für unseren Verein gewinnen konnten. Ich bin davon überzeugt, dass er die Handballabteilung weiterentwickeln wird und wir mit ihm Erfolge feiern werden“, meint TSG-Präsident Wehr.

Peter Preuß

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