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Boxer nehmen erfolgreich Revanche

Dorf Mecklenburg Boxer nehmen erfolgreich Revanche

Der Wismarer Bundesligist gewinnt gegen den UBV Schwedt mit 13:11

Dorf Mecklenburg. Für die Boxer des Boxteam Hanse Wismar begann die Saison in der ersten Bundesliga alles andere als erfolgreich. Der 6:14-Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen Hertha BSC folgte vor zwei Wochen in Schwedt gegen den UBV mit einer 9:14-Niederlage ein weiterer Tiefschlag. „Ihr brennt auf eine Revanche und ihr wisst, auf was es heute Abend ankommt. Geht raus, kämpft und siegt“ peitschte Michael Timm, der stellvertretend für Sebastian Zbik die Betreuung übernommen hatte, die Mannschaft vor dem Kampfabend ein. Personell waren die Hansestädter diesmal sehr gut aufgestellt, denn mit Oleksandr Vasilenko und Daniel Meyer stiegen gleich zwei Zweit- und Drittplatzierte bei deutschen Meisterschaften der Jahre 2015 und 2016 in den Ring.

Im ersten Punktkampf des Abends erlebten die etwa 300 Zuschauer in der Mehrzweckhalle in Dorf Mecklenburg mit Olksandr Vasilenko, der im Bantamgewicht (56 kg) auf den Schwedter Mirko Michael traf, einen Kämpfer, der seinem Gegner kaum eine Chance gab, dafür aber selber treffsicher und technisch sauber agierte und als verdienter Sieger aus dem Ring steigen konnte. Weniger erfolgreich endete das Zusammentreffen von Surik Jangojan und dem Schwedter Tomasz Resol im Leichtgewicht (60 kg). Jangojan, der fast die dreifache Anzahl von Kämpfen im Startbuch hatte, traf mit Resol auf einen Gegner, der ihn sehr schnell beherrschte und ihn nach drei Runden als Unterlegener aus dem Ring schickte. Für Stewart Nasrat, der viele Jahre in Wismar gelebt und das Boxhandwerk von der Picke auf an gelernt hatte, war der Schwedter Halbwelter (64 kg) eher ein sehr unbequemer Gegner. Nach einer sehr schnellen und kampfbetonten ersten Runde, konnte sich der Schwedter in der zweiten Runde stark aufbauen.

Erst durch sehr gute und taktisch saubere Aktionen in der letzten Runde konnte sich Nasrat den verdienten Sieg sichern. Zwar hatte der Gegner von Weltergewicht Daniel Meyer bisher bedeutend weniger Kämpfe bestritten, aber diese Tatsache sollte für den Wismarer nicht bedeuten, dass es ein leichter Kampf würde. Der Schwedter Firat Tekin setzte dem „U21“-Bronzeträger 2016 drei Runden lang ziemlich zu und Meyer musste all seine Kraft und boxerisches Können aufbringen, um – wenn auch sichtlich angeschlagen – letztendlich als Sieger den Ring verlassen zu können.

Nachdem der Wismarer Tom Malutedi gegen den Schwedter Mittelgewichtler (75 kg) Brian Hellwig eine Niederlage einstecken musste, ruhten die Hoffnungen der Gastgeber auf Razmik Harutyanow, der im Halbschwergewicht (81 kg) auf den Schwedter Lukasz Stanioch traf. Stanioch ging gleich vom ersten Gong an sehr offensiv kämpfend gegen den Hanseaten vor, der sich aber durch gute Deckung vor etlichen punktebringenden Treffern schützen und selber aufbauen konnte. Letztendlich war es aber nicht die überlegene Kampferfahrung des Schwedters, sondern gerade die zielgerichteten Treffer von Harutyanow, die ihm seinen Sieg einbrachten. Nicht nur Betreuer Michael Timm, sondern auch im Nachhinein das Kampfgericht, würdigte den Schwergewichtskampf (91 kg) des Wismarer Andzey Skuta, der mit dem Schwedter Mahmoud Kakeh keinen leichten Gegner hatte, als technisch besten Kampf des Abends. Zwar ging Kakeh als sprichwörtlicher „Heißsporn“ zur Sache, aber die technische und taktische Überlegenheit lag ganz in den Fäusten von Skuta, der es über drei Runden hinweg immer wieder verstand, die entscheidenden Treffer zu landen. Für seine Leistung wurde Skuta im Anschluss der Veranstaltung mit dem Pokal als „Bester Techniker“ geehrt. Auch wenn der Kampf im Superschwergewicht (über 91 kg), in dem der Wismarer Roger Rhyniuk auf den U19-Vizeweltmeister Eric Brechlin traf, eher erwartungsgemäß zu Gunsten des Titelträgers ausging, konnten die Gastgeber dennoch jubeln.

Mit einem Endergebnis von 13:11 haben die Wismarer nicht nur ihre verdiente Revanche bekommen, sondern auch den ersten und wichtigen Staffelsieg errungen. „Eine wichtige und moralisch sehr gute Voraussetzung für die bevorstehenden beiden Kämpfe“, freute sich auch Betreuer Michael Timm. Denn bereits am 18. März fährt das Wismarer Team nach Hamburg zum nächsten Punktkampf. Der Rückkampf gegen die Hamburger Boxer wird dann am 25. März wieder in der Mehrzweckhalle in Dorf Mecklenburg ausgetragen.

Daniel Koch

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