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Der große Showdown im Titelrennen

Schönberg Der große Showdown im Titelrennen

FSV Zwickau will morgen beim FC Schönberg die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost klarmachen / Verfolger BAK in Bautzen

Schönberg. Einer wahrer Krimi um den Meistertitel in der Regionalliga Nordost erwartet die Zuschauer morgen im Palmberg-Stadion. Zum Saisonfinale um 14.05 Uhr erwartet der FC Schönberg keinen geringeren als Spitzenreiter FSV Zwickau. Vor dem letzten Spieltag liegen Zwickau und Verfolger Berliner AK mit 74 Punkten gleichauf. Zwickau (+45) hat die um einen Treffer bessere Tordifferenz. Außerdem haben die Westsachsen (75) zehn Tore mehr erzielt als die Berliner. Das heißt, der BAK muss im Fernduell bei Budissa Bautzen aufgrund der weniger erzielten Treffer zwei Tore mehr schießen als die Zwickauer, um am Ende erstmals in dieser Saison ganz oben zu stehen. Was für eine Konstellation, und der Aufsteiger FC Schönberg ist einer der Hauptdarsteller, wenn es um die Meisterschaft geht.

Im Heimspiel gegen den BAK vor drei Wochen, beim 0:0, hat die Mannschaft von Axel Rietentiet gezeigt, dass sie auch gegen Topteams ein unbequemer Gegner sein kann. „Aber zum Fußball gehört auch eine gewisse Einstellung. Und die haben wir gegen Babelsberg leider nicht gezeigt“, ärgert sich Schönbergs Trainer noch immer über den schwachen Auftritt beim 0:3 in Potsdam am vergangenen Sonntag. „Das war einfach nicht regionalligatauglich. Das war eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht", so Rietentiet. „Gegen Zwickau“, verspricht der Trainer, „wird aber eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz stehen.“

An Motivation sollte es den Grün-Weißen nicht mangeln. Sie präsentieren sich vor einem ganz besonderen Publikum. Das erste Mal in der mehr als 20-jährigen Vereinsgeschichte wird eine Partie live im Fernsehen übertragen. Der MDR berichtet in der Sendung „Sport im Osten“ extra" in einer Konferenzschaltung von den Partien in Schönberg und Bautzen. „Da haben wir die Pflicht, alles zu geben“, so Rietentiet. Seine Mannschaft werde es den Westsachsen so schwer wie möglich machen. „Wir sind es der Liga und auch dem Berliner AK schuldig, ein ordentliches Spiel abzuliefern.“ Für die Grün-Weißen ist das Saisonfinale in der Regionalliga noch aus einem anderen Grund wichtig: Die Partie gegen Zwickau ist die Generalprobe für das Landespokalfinale am 28. Mai gegen Drittligist Hansa Rostock. Das heißt, für den Aufsteiger geht es auch darum, sich Selbstvertrauen für den Saisonhöhepunkt eine Woche später zu holen. Für Stürmer Henry Haufe geht es morgen auch außerdem um die Torjägerkanone. Der 27-Jährige führt die Torjägerliste (15 Tore) gemeinsam mit Zwickaus Zimmermann und Babelsbergs Shala an.

Aus Zwickau werden an die 800 Fans zu diesem Spiel erwartet.

Steffen Oldörp

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