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Wismar Elfmeterschießen: Anker-Keeper Heskamp wird zum Matchwinner
Mecklenburg Wismar Elfmeterschießen: Anker-Keeper Heskamp wird zum Matchwinner
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03:48 09.09.2013
Anker-Kapitän Fabian Bröcker (M.) beim Kopfballduell. Philipp Unversucht (Nummer 22) und Stefan Schwandt (7) beobachten die Szene.
Wismar

Während die Mannschaft, Trainer und Betreuer auf dem Rasen jubelten, tönte aus den Lautsprechern des Kurt-Bürger-Stadions das Lied „Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehn, so schön, so schön“. Die Fußballer des FC Anker Wismar hatten am Sonnabend vor 473 zahlenden Zuschauern in der 2. Runde des Landespokals für eine Überraschung gesorgt und den Titelverteidiger TSG Neustrelitz mit 5:4 im Elfmeterschießen aus dem Rennen geworfen. Matchwinner war Torhüter Benjamin Heskamp, der einen Elfer parierte. Die packenden 120 Minuten zuvor waren ohne Tor geblieben. Damit stehen die Hansestädter im Achtelfinale, das am zweiten Oktober-Wochenende auf dem Programm steht. Ausgelost werden die Partien am 17. oder 18.

September.

„Wir hatten zwar einige wichtige Spieler nicht dabei, aber das soll nicht als Entschuldigung für unser Ausscheiden gelten. Ich kann die Fehler, die meine Mannschaft gemacht hat, gar nicht alle aufzählen. Letztlich habe ich eine blutleere Elf auf dem Rasen gesehen“, ärgerte sich TSG-Trainer Thomas Brdaric über das Ausscheiden. Ganz anders natürlich Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo, der nach dem Abpfiff überglücklich war. „Es hat sich also gelohnt, dass ich am letzten Sonntag insgesamt fast 1000 Kilometer gefahren bin und Neustrelitz in Nordhausen beobachtet habe. Das Spiel war nichts für schwache Nerven. Wir haben in der ersten Halbzeit versäumt, ein, zwei Tore zu machen. Dann hätten wir uns die Verlängerung erspart“, so Adigo.

Der Wismarer Coach hatte sein Verbandsliga-Team hervorragend auf den favorisierten Regionalligisten eingestellt. In der ersten Halbzeit waren die Hansestädter optisch sogar überlegen und hatten einige gute Möglichkeiten. So verpassten alle mitgelaufenen Anker-Spieler eine Eingabe von Dennis Martens (6.), in der 15. Minute kratzte TSG-Keeper Christoph Haker einen Schuss aus dem Dreiangel, eine Minute später klärte der Gäste-Schlussmann einen Kopfball von Clemens Lange per Fußabwehr. In der 35. Minute war Haker noch einmal auf dem Posten, als Ivanir Rodrigues von links abzog.

Die Anker-Crew agierte auch in der zweiten Hälfte kämpferisch stark, aber jetzt kamen die Gäste besser ins Spiel. In der 56. Minute setzte Dino Medjedovic eine Eingabe von Velimir Jovanovic neben das Anker-Tor, in der 68. Minute parierte Benjamin Heskamp einen Schuss vom eingewechselten Christopher Mandiangu. In den Schlussminuten dann noch einmal je eine Riesenchance. In der 86. Minute nahm Jovanovic im Strafraum die Kugel mit der Brust an, drehte sich, doch Rodrigues köpfte den Ball noch von der Linie. Kurz darauf jubelten die Anker-Spieler und die komplette Bank schon, doch den Kopfball von Clemens Lange nach einer Ecke kratzte TSG-Keeper Haker noch auf der Linie aus dem Tor.

In der 30-minütigen Verlängerung feuerten die Wismarer Zuschauer ihr Team noch einmal kräftig an und trugen es bis in das Elfmeterschießen. Um 16.58 Uhr folgte dann der Jubelsturm, als Jamiro Alvarenga den entscheidenden Elfmeter sicher verwandelte und seine Mannschaft in den siebten Fußballhimmel schickte.

Statistik
FC Anker mit: Heskamp — Kaesler (96. Heine), Unversucht, Ostrowitzki — Bröcker, Schwandt — Martens (68. Sedoc), Alvarenga, Rodrigues — Schiewe (75. Komoss), Lange


Tore im Elfmeterschießen: 0:1 Velimir Jovanovic, 1:1 Clemens Lange, 1:2 Hugo Lopes, 2:2 Fabian Bröcker, Benjamin Heskamp hält den Schuss Thomas Franke, 3:2 Marcel Heine, 3:3 Alexander Morosow, 4:3 Ivanir Rodrigues, 4:4 Lukas Novy, 5:4 Jamiro Alvarenga

Andreas Kirsch

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