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Fit im Alter: Jochim Uplegger hat sich Yoga nach Hause geholt

Ilow Fit im Alter: Jochim Uplegger hat sich Yoga nach Hause geholt

Immer mittwochs trainiert eine kleine Gruppe im Gutshaus in Ilow / Schuld daran sind die „Soko Wismar“ und ein Brief

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Dehnen beim Yoga im Gutssaal. Für Jochim Uplegger ist Yoga Kraft- und Entspannungstraining. Fotos (2): Nicole Buchmann

Ilow. Jochim Uplegger lebt in einem Gutshaus. Dort teilt er sich den Wohnraum mit anderen Mietern. Dahinter ein Garten. Klare Herbstluft. Das Piepsen einer Amsel. Feld.

 

OZ-Bild

Jochim ist ein großes Vorbild für uns. So lebensfroh und so lebensnah.“Anette Simdorn, Yogalehrerin

Quelle:

Yoga

Yoga ist eine indische Lehre, die die Harmonie von Körper und Geist beinhaltet, niedergeschrieben in uralten Schriften der Hindus.

Mit Entspannungs -, Atem- und Körperübungen werden unter anderem Körperwahrnehmung und Konzentration geschult, Bänder, Sehnen und Muskulatur trainiert sowie innere Organe stimuliert.

Der Yoga-Kurs im Gutshaus Ilow

findet mittwochs von 19 bis 20.30 Uhr statt.

Jochim Uplegger lebt inmitten von Stille. Warum dann noch Yoga?

Im Dezember wird Uplegger 80. Er erzählt das, als sei das der Grund dafür, dass er mittwochs auf einer lindgrünen Matte im Saal des Gutshauses Bänder und Muskeln dehnt, den Po anspannt und den Bauch, dass er deshalb die Augen schließt und die Gedanken auf seinen Körper lenkt. Auf dem Tisch in der Gemeinschaftsküche liegen seine feingliedrigen Hände, unter dem weißgrauen Schopf huschen die Gedanken von einem Thema zum nächsten. So behände, wie Uplegger die Holztreppe hinunterläuft in die Diele, wenn es draußen läutet.

„Wissen Sie, ich habe mich immer bewegt, war Wandern, Segeln. Und habe vor Jahren schon einmal mit dem Yoga begonnen.“ Damals habe eine Engländerin die Übungen angeleitet im Gutssaal. Dann winkt er ab. „Das war mir zu esoterisch.“ Anette mache das richtig. „Sie geht auf die Leute ein – ohne fernöstlichen Theorien.“ Dass er den Saal im Gutshaus ein weiteres Mal für einen Yoga-Kurs öffnet, ist zwei Zufällen zu verdanken. Die Soko Wismar ließ ihre Darsteller dort Asanas vollführen. Und Yogalehrerin Anette Simdorn schrieb ihm einen Brief. „So ernsthaft und engagiert, dass ich begeistert war“, erinnert sich Uplegger. In der Diele geht die Eingangstür. Es ist Mittwochabend in Ilow.

Uplegger hat den Kamin schon eingeheizt. Mit Holz von der Baustelle nebenan. Dort plant der Architekt ein weiteres Projekt. Und auf Geheiß der Yogalehrerin kehrt Uplegger auf seiner Matte liegend zurück in den Tag, der sich nun dem Ende neigt. Geht hinüber zu dem Haus, in dem einmal Jung und Alt gemeinsam leben, gemeinsam schaffen sollen. Sieht den Bagger die Erde planieren, damit gepflastert werden kann. Greift zur Säge. Dann versinkt die kleine Gruppe im Gutssaal in einem tiefen Rot, bis sie nach und nach die Körper bereit macht für die eigentlichen Übungen.

„Manches geht nicht mehr – bedauerlich“, sagt Uplegger knapp. Doch dann packe ihn meist der Ehrgeiz. Die Standwaage aus dem Schwung, die probiert er wieder und wieder. „Ich möchte bewegt bleiben.

Yoga ist ja nicht nur Meditation, sondern auch Kraftübung. Gerade im Alter ist es wichtig, den Körper zu erspüren.“

Anette Simdorn leitet die Gruppe durch anderthalb Stunden Körpererfahrung. „Ich wollte nie 80 werden; seitdem ich Jochim kenne, sehe ich das anders. So fit wie er ist, so lebensfroh und vor allem so lebensnah .“

Nicole Buchmann

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