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Florian Schulz sagt Servus Boxteam Hanse

Dorf Mecklenburg Florian Schulz sagt Servus Boxteam Hanse

Wismarer Staffel verliert gegen den neuen Meister der II. Bundesliga, BC Chemnitz, mit 11:12 Punkten und bleibt Staffelletzter

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Schwergewichtler und Mannschaftskapitän Florian Schulz (l.) lieferte sich mit dem Chemnitzer Kenan Husiovic einen packenden Kampf, der nach drei Runden mit einem Unentschieden endete.

Quelle: Daniel Koch

Dorf Mecklenburg. Mit einer knappen 11:12-Niederlage gegen den BC Chemnitz, der sich damit den Meistertitel holte, verabschiedete sich das Boxteam Hanse Wismar (die OZ berichtete gestern kurz) aus der Saison 2015/16. Cheftrainer Jürgen Spieß ist optimistisch, mit den jungen Boxern in der Liga in der kommenden Saison wieder voll durchzustarten.

Lobende und zugleich dankbare Worte fand auch Schwergewichtler Florian Schulz am Ende des Kampfabends. Für den Mannschaftskapitän und Punktegaranten war es der letzte Kampf, den der Schwergewichtler für das Boxteam Hanse bestritten hatte. „Ich möchte mich beim gesamten Team, den Trainern, der Teamleitung und letztendlich auch bei den Zuschauern bedanken“, so Florian Schulz nicht ganz ohne Rührung, als er aus den Händen von Manager Hauke Balzer einen großen Präsentkorb entgegennahm. „Ich werde immer gerne an diese vier Jahre hier in Wismar zurückdenken“, sagte Schulz, der sich gegenwärtig auf einen Länderkampf gegen Argentinien vorbereitet.

Mit dem Chemnitzer Ronny Beblik (52 kg - Fliegen) stand dem Wismarer Achmed Al Jabar ein Boxer gegenüber, der mit 185 Kämpfen die siebenfache Anzahl von dem aufweisen konnte, was der Gastgeber in seinem Startbuch hatte. Auch wenn es eigentlich vom ersten Gong an ein Kampf „David gegen Goliath“ war, gab der Wismarer dennoch sein Bestes, unterlag dann aber klar nach Punkten.

Eine ähnliche Konstellation hinsichtlich der Kompetenzen bot auch die Begegnung von Frederic Jensen, der im Bantamgewicht (56 kg) auf den Chemnitzer Dieter Geier traf. Mehrmals schwer am Kopf getroffen, war es letztendlich eine Platzwunde über dem Auge von Jensen, die den Kampf zugunsten der Gäste beenden sollte.

Nur zwei Runden brauchte der Wismarer Stewart Nasrat, der seinen Gegner im Leichtgewicht (60 kg), Alexander Fengler, klar dominierte und dessen Schläge gekonnt parierte. Dann warfen die Chemnitzer das sprichwörtliche Handtuch. Aufgabe in der zweiten Runde.

Mit Edison Zani für die Hanseaten und David Asubuteng für den BC Chemnitz, trafen im Halbweltergewicht (64 kg) zwei ziemlich gleichstarke Gegner aufeinander. Zani gelang es im Verlauf der drei Runden, entscheidende Treffer zu setzen, die letztendlich auch die Punktrichter mit einem klaren 3:0-Ergebnis zu seinen Gunsten entscheiden ließen.

Robin Leinweber, der im Weltergewicht (69 kg) mit dem Chemnitzer Marcel Orsinger auf einen routiniert kämpfenden und erfahrenen Gegner traf, bewies seinen Kampfeswillen und lieferte über drei Runden einen sehr guten Kampf ab. Leider entschieden die Punktrichter mit 2:1 zugunsten der Gäste aus Sachsen, was bei vielen der etwa 600 Zuschauer auf Unverständnis stieß.

Nachdem auch Berat Tolga Aciksari dem Chemnitzer Andrey Merzlyakov nur sehr knapp mit 1:2 im Mittelgewicht (75 kg) unterlag, lagen die Hoffnungen der Gastgeber auch diesmal wieder in den Händen der Schwergewichte. Der für Wismar kämpfende polnische Meister, Arkadiusz Swedowicz, der im Halbschwergewicht (81 kg) auf Joshua Schumann traf, verstand es perfekt, den Schlägen und Angriffen des Chemnitzers auszuweichen und diese zu parieren, sodass der Kampf letztendlich mit einem klaren 3:0-Sieg für die Gastgeber endete.

Große Hoffnungen, das Ergebnis doch noch zugunsten der Wismarer zu kippen, ruhten in den Fäusten von Schwergewicht Florian Schulz, der auch vom ersten Gong bei seinem Gegner Kenan Husiovic keinen Gedanken aufkommen lassen wollte, wer diesen Kampf für sich entscheiden sollte. Obwohl der Vizeeuropameister auf weite Strecken seinen Gegner sehr gut beherrschte, konnte aber dieser dennoch einige punktebringende Treffer landen, sodass letztlich die Punktrichter für ein Unentschieden stimmten.

Ergebisse

Fliegengewicht (52 kg): Achmed I Jabar (BTHW) - Ronny Beblik (Chemnitz) - 0:3

Bantam (56 kg): Frederic Jensen (BTHW) - Dieter Geier (Chemnitz) - 1:2

Leicht (60 kg): Stewart Nasrat (BTHW) - Alexander Fengler (Chemnitz) - Aufgabe Chemnitz in Runde 2

Halbwelter (64 kg): Edison Zani (BTHW) - David Asuboteng (Chemnitz) - 3:0

Welter (69 kg): Robin Leinweber (BTHW) - Marcel Orsinger (Chemnitz) - 1:2

Mittel (75) kg: Berat Tolga Aciksari (BTHW) - Andrey Merzlyakov (Chemnitz) - 1:2

Halbschwer (81 kg): Arkadiusz Swedowicz (BTHW) - Joshua Schumacher (Chemnitz) - 3:0

Schwergewicht (91 kg): Florian Schulz (BTHW) - Kenan Husovic (Chemnitz) - unentschieden

Von Daniel Koch

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