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HSV-Legende Peter Nogly in Wismar

Wismar HSV-Legende Peter Nogly in Wismar

Der ehemalige Abwehr- und Mittelfeldspieler ist heute Mitglied im Aufsichtsrat des Hamburger SV

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HSV-Aufsichtsratsmitglied und Ex-Bundesligaspieler Peter Nogly (l.) mit seinem Freund Hans-Peter Siemons im „Alten Schweden“.

Quelle: Peter Preuß

Wismar. Es ist kaum zu glauben, aber wirklich wahr: Peter Nogly (69), der in der Partnerstadt Lübeck aufgewachsen ist und seit 47 Jahren in Hamburg lebt, war am Montag das erste Mal in seinem Leben überhaupt in Wismar. Hergelotst hatte ihn sein langjähriger Freund Hans-Peter Siemons (78). Ihm gehören der „Alte Schwede“ und „Seestern“ in Wismar. Den Lübecker Gastronom verbindet seit über 50 Jahren mit dem einstigen Bundesligastar und Nationalspieler eine Freundschaft. „Ich habe Peter Nogly damals schon beim 1. FC Phönix Lübeck spielen sehen.

Peter Noglys Erfolge

1973: Ligapokalsieger

1974: Vize-Pokalsieger

1976: Vize-Europameister

1976: Deutscher Vizemeister

1976: Deutscher Pokalsieger

1976: UEFA-Cup: Halbfinale

1977: Europapokalsieger der Pokalsieger

1979: Deutscher Meister

1980: Finale Europapokal der Landesmeister

1980: Deutscher Vizemeister

Peter Nogly war fünf Jahre lang beim Hamburger SV Mannschaftskapitän.

Sein Talent blieb nicht unentdeckt. Denn 1969 wechselte er mit 22 Jahren zum Hamburger SV“, erzählt Siemons nicht ohne Stolz.

Wenn Peter Nogly auf seine HSV-Vergangenheit als Spieler befragt wird, wirkt der 69-Jährige fast schüchtern und bescheiden. Dennoch blitzen seine blau-grauen Augen auf und sein Lächeln bleibt nicht verborgen. „Ja, das war eine schöne Zeit“, schwärmt er noch heute. „Ich hatte das Glück, mit dem HSV 1979 Deutscher Meister zu werden. Das war mein größter Erfolg“, sagt Nogly. Fast entschuldigend fügt er noch hinzu, dass er 1977 mit dem Hamburger SV auch Europapokalsieger der Pokalsieger wurde. Finalgegner war der RSC Anderlecht. In diesem Wettbewerb bestätigte Nogly dann seinen Ruf als „Eiche“ in der Abwehr.

Viermal trug der gebürtige Lübecker das Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft und wurde 1976 unter Bundestrainer Helmut Schön in Belgrad Vize-Europameister. „Wir haben damals nach Elfmeterschießen gegen die CSSR mit fünf zu sieben verloren“, erinnert sich Peter Nogly.

Dass er mit dem HSV 1980 im Finale im Europapokal der Landesmeister stand, blieb fast unerwähnt. „Nottingham Forest hatte uns mit eins zu null besiegt“, fügt der 69-Jährige noch hinzu. Mit dem englischen Fußball war er aber nicht erst durch die Europapokalspiele in Berührung gekommen, sondern schon 1977. Damals hatte der Hamburger SV mit Kevin Keegan den besten Spieler Europas verpflichtet. „Das war ein grandioser Spieler“, schwärmt Peter Nogly noch heute. Aber nicht nur mit Kevin Keegan stand er in einer Mannschaft, auch Franz Beckenbauer und Uwe Seeler gehörten einst zu seinem Team. Nogly spielte auch gegen die Besten der Welt, gegen Portugals und Europas Fußballer des Jahres sowie WM-Torschützenkönig von 1970 in Mexiko, Eusébio, und Brasiliens Superstar Pele. „Das waren klasse Fußballer“, sagt Peter Nogly respektvoll.

Seine erfolgreiche Laufbahn beim Hamburger SV beendete er 1980. „Nicht weil ich mit 33 Jahren zu alt war! Ich kam mit Trainer Branko Zebec nicht mehr zurecht. Er verbot mir, über die Mittellinie zu gehen. Ich sollte nur hinten den Laden dichthalten. Das gefiel mir nicht, denn ich wollte auch nach vorne, wenn wir im Angriff waren“, schmunzelt Nogly.

Danach verschlug es ihn nach Kanada zur nordamerikanischen Fußball-Liga (NHL) und Florida. Nach drei Jahren kehrte er vom amerikanischen Kontinent wieder zurück und spielte anschließend noch für Hertha BSC Berlin. Danach schnürte er seine Fußballschuhe auch noch für den FC St. Pauli, ehe er 1986 seine aktive Laufbahn als Profi beendete und sich dann dem Trainergeschäft widmete. Doch seine Fußballschuhe hat er immer noch nicht an den berühmten Nagel gehängt. „Ich spiele in Hamburg noch in der Altliga und halte mich durch Laufen fit“, meint er. Dem Hamburger SV ist Peter Nogly nun als Aufsichtsratsmitglied verbunden. Er hofft, dass die Zeit der Relegationsspiele, wo der HSV nur denkbar knapp die Bundesliga halten konnte, endgültig vorbei ist. „Diese Spiele sorgen für viele graue Haare“, lacht er.

Dass er am vergangenen Sonntag nicht im Wismarer Kurt-Bürger-Stadion dabei war, als sein HSV im Freundschaftsspiel gegen den Oberligisten FC Anker mit 2:0 gewann, bedauert er. „Ich werde wieder nach Wismar kommen, wenn Anker in die neue Oberligasaison startet“, verspricht Peter Nogly.

Peter Preuß

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