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Hohen Viecheln: Eine Tradition, die bewegt

Hohen Viecheln Hohen Viecheln: Eine Tradition, die bewegt

/Boltenhagen. Seit sieben Jahren ist es eine Tradition, dass sich die Mitglieder der Volkstanzgruppe Hohen Viecheln zu einem Workshop außerhalb ihres Ortes treffen.

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Passend zu den Volkstänzen, vorwiegend aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, hat die Gruppe auch zahlreiche Trachten in ihrem Fundus. Fotos (3): Peter Täufel

Hohen Viecheln. /Boltenhagen. Seit sieben Jahren ist es eine Tradition, dass sich die Mitglieder der Volkstanzgruppe Hohen Viecheln zu einem Workshop außerhalb ihres Ortes treffen. Meist ist es an einem Wochenende Anfang März und seit vier Jahren ist das Evangelische Familienferiendorf in Boltenhagen der Übungsort.

OZ-Bild

/Boltenhagen. Seit sieben Jahren ist es eine Tradition, dass sich die Mitglieder der Volkstanzgruppe Hohen Viecheln zu einem Workshop außerhalb ihres Ortes treffen.

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Geschichte des Vereins

Bereits in den 1930er-Jahren gab es in Hohen Viecheln Einwohner, die nach Vorlagen der Tanzpädagogin Marie Peters zu Kegel, Figaro und Bohnenpott mit Begeisterung tanzten.

1959 waren es Leni Treuer und Lotti Skaun, die mit einer Volkstanzgruppe einen Neuanfang starteten. Im Jahr 1993 bekam die Volkstanzgruppe den Status eines eingetragenen Vereins.

„Da sind wir unter uns und können uns mal vollkommen unserer Leidenschaft widmen. Außerdem fördert das das Zusammengehörigkeitsgefühl“, erklärt Gisela Leide. Sie ist seit 1987 dabei, übernahm 2001 die Leitung der Tanzgruppe. 18 Mitglieder sind es derzeit, 18 davon sind aktive Tänzer. Tänzerinnen trifft allerdings eher zu, der einzige Mann, Torsten Zibulenski, ist für Technik und Musik verantwortlich.

„Das war früher noch anders. Bis Mitte der 90er-Jahre waren auch noch Männer dabei, die getanzt haben“, erinnert sich Gudrun Freese. Die Hohen Viechelnerin ist mit Unterbrechung seit 1966 in der Volkstanzgruppe aktiv.

„Da war ich in der achten Klasse. Ich war nicht die Einzige, viele Jugendliche tanzten damals mit, das war ganz normal und schon Tradition“, erinnert sich das heute langjährigste Mitglied.

Mehr als 20 Volkstänze beherrschen die Vereinsmitglieder und auf den Workshops kommt immer mindestens ein neuer hinzu. Diesmal ist es „Das Flachsernten“. Diesen Tanz werden sie bei den kommenden Auftritten bei Festivals, Dorf- und Erntefesten im Repertoire haben. Doch es sind nicht nur die historischen Tänze aus der Region, die sie zeigen: Nach der Wende kam der populäre Linedance, eine Tanzform in Tradition und Anlehnung der Tänze der Cowboys im Wilden Westen der USA, hinzu. „Ich glaube, wenn wir das seinerzeit nicht gemacht und unser Repertoire erweitert hätten, würde die Tanzgruppe nicht mehr existieren“, meint Gisela Leide. Mittlerweile beherrschen sie auch in diesem Genre etwa 15 Tänze. Wie in vielen Vereinen, so fehlt es auch in diesem an Nachwuchs. Der letzte „Neuzugang“ ist Silvia Sommer.

Die in Karow bei Wismar wohnhafte Vorruheständlerin stieß 2011 zur Volkstanzgruppe. „Ich wollte mit der vielen Freizeit, die ich auf einmal hatte, etwas Sinnvolles anfangen. Und da das Tanzen schon immer meine Leidenschaft war, schaute ich mich diesbezüglich um und fand diesen Verein“, erinnert sich Silvia Sommer. Seitdem fährt sie jeden Mittwoch ins Gemeindehaus nach Hohen Viecheln, um ab 19.30 Uhr für eineinhalb Stunden mit den anderen zu üben.

Den Mitgliedsbeitrag von monatlich drei Euro zahlt sie dafür gern. „Davon wird auch unser jährlicher Familienausflug finanziert, an dem unsere Partner, Kinder oder Enkelkinder teilnehmen“, erklärt die Leiterin. Alle Vereinsmitglieder sind sich sicher: Egal welche Altersgruppe und egal ob Frau oder Mann, jeder würde sich bei ihnen wohlfühlen.

Von Peter Täufel

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