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Mit „Wunder“ unter die Top Ten segeln in der Wismarbucht

Wismar Mit „Wunder“ unter die Top Ten segeln in der Wismarbucht

Landesjugendmeisterin Karoline Rummel will mit ihrem Laser vorn mitsegeln / Wismarer Yachtclub richtet Internationale Deutsche Meisterschaft zum ersten Mal aus

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Karoline Rummel hofft auf guten Wind. Sie startet bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Laser. Fotos (2): Nicole Buchmann

Wismar. Yachtclub 1961. Von Land fegt der Wind in Böen über die Wismarbucht, legt vor der Slipanlage eine Insel frei. Leinen schlagen fiepend an die Fahnenmasten.

OZ-Bild

Landesjugendmeisterin Karoline Rummel will mit ihrem Laser vorn mitsegeln / Wismarer Yachtclub richtet Internationale Deutsche Meisterschaft zum ersten Mal aus

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An der Kaikante sitzt Karoline Rummel, die Füße auf der Steinmole. In ihrem Rücken steht das „Wunder“. Ein Laser Radial. Fünf Monate alt. Auf „la maravilla“ getauft im April dieses Jahres – das „Wunder“. Zugedeckt mit einer grauen Persenning, ruht es auf dem Slipwagen. Bereit für die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) in der Wismarbucht. Vor gut zwei Wochen ist Karoline mit „Wunder“ Landesjugendmeisterin geworden.

„Wenn man einmal mit dem Segeln anfängt, hört man nie wieder auf.“ Der Satz bleibt einen Moment stehen in der Luft. Als gäbe es nichts mehr hinzuzufügen. Was es denn ausmache, das Segeln, für sie. „Das Kämpfen – gegen den Wind, die Wellen, das Wasser, das man ins Gesicht kriegt“, sagt Karoline. Zwei Mal Krafttraining in der Woche, zwei Mal Laufen, Taktik, Technik, raus aufs Wasser bis in den November. „Da zieht man sich dann die nassen Klamotten an; und dann frag ich mich, warum ich mir diese Sportart ausgesucht habe“, sagt sie lächelnd. Dabei hat Karoline mit Judo begonnen. Ein Schulwechsel führte sie nach Wismar und zum Yachtclub. Mit neun stieg sie in den Opti, drei Jahre später schon in den Laser. „Allein auf dem Boot zu sein, das liegt mir. Willst du mal Risiko gehen, musst du nicht fragen. Musst auch sonst keine Rücksicht nehmen.“ Ihre Zeit in einer Zwei-Mann-Jolle währte ganze fünf Wochen.

Zum spanischen „Wunder“ gesellen sich mehr und mehr Boote. Die orangefarbenen Tonnen für den Kurs liegen auf der Slip. Am Kran hängt ein Schlauchboot. Das Regattafeld rückt an. Man kennt sich.

Karoline grüßt und hilft beim Segeleinrollen. „Das ist auch das Schöne unter Seglern. Abends sitzt man und grillt.“ Mittlerweile studiert und trainiert sie in Rostock. Den Verein zu wechseln, sei für sie keine Option gewesen. „Das ist mein Heimatverein – dem fühle ich mich verbunden.“

Für den Yachtclub will sie nun bei der IDM unter die Top Ten. „Das wird hart. Die Guten sind alle da.“ Längst hat sie das Teilnehmerfeld analysiert, die Wettervorhersage im Blick. Die verspricht ordentlich Wind. „Wer länger hängt, ist länger schnell“, grient Karoline. Die Füße mittschiffs unterm Ausreitgurt. Hintern, Oberkörper und Beine bis fast zu Knien – sie hängen über dem Wasser. In der einen Hand die Schot, in der anderen die Pinne. Wenn es so richtig hackt, sei es so richtig schön, sagt die 18-Jährige und klopft sich grinsend auf die Oberschenkel.

Internationale Deutsche Meisterschaft Laser 2016

94 Teilnehmer segeln von heute bis Montag auf der Wismarbucht um die Medaillen. 16 Teilnehmer kommen aus Mecklenburg-Vorpommern, vier davon aus Westmecklenburg.

Die Wettfahrten am Sonnabend und Sonntag sind vor Redentin geplant. Das Abschlussrennen am Montag hingegen soll vor Wendorf stattfinden und von der Seebrücke zu beobachten sein.

Der Laser ist die größte Bootsklasse der Welt. Die Jolle gibt es in drei Varianten. Der Rumpf ist dabei immer der gleiche, lediglich die Segelfläche variiert. Zwei der Klassen – Laser Radial und Laser Standard – sind olympisch. Das Boot eignet sich gleichermaßen für Anfänger und Fortgeschrittene.

Konstruiert hat den Laser der Kanadier Bruce Kirby. Der Segler und Journalist brachte den Rumpf für die Einhandjolle 1971 auf den Markt. Gut 20 Jahre später wurde der Laser olympisch.

Zum ersten Mal an den Start gingen die Segler damit bei den Sommerspielen 1996 in Atlanta/USA.

Nicole Buchmann

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