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Nach Bundesliga-Ausstieg: Boxer peilen neue Ziele an

Wismar Nach Bundesliga-Ausstieg: Boxer peilen neue Ziele an

Wismarer Faustkämpfer setzen wieder stärker auf den Nachwuchs

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„Wir machen ein Jahr Pause und nutzen die Zeit zur Regeneration.“Jürgen Spieß Cheftrainer PSV Boxen Wismar

Wismar. Wenn Jürgen Spieß (63), Cheftrainer der Boxabteilung des PSV Wismar, an den 13. Januar 2018 denkt, wird ihm wehmütig ums Herz. Dann startet nicht das Boxteam Hanse Wismar in die neue Bundesliga, sondern der BC Traktor Schwerin. Mit den Landeshauptstädtern hatten die Wismarer in den zurückliegenden Jahren gemeinsame Erfolge mit der Männer-Staffel gefeiert.

OZ-Bild

Wismarer Faustkämpfer setzen wieder stärker auf den Nachwuchs

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Beide Vereine bildeten mit Unterstützung von Gastboxern das Boxteam Hanse Wismar. Und die Erfolge können sich sehen lassen. In der Saison 2014/15 wurde das Team überraschend Meister in der 2.

Bundesliga und stieg auf. Doch der Ausflug in die Eliteklasse ging nach hinten los. Sportlich war die Meisterschaft ein Desaster. Nicht einen Punktkampf konnte das Boxteam gewinnen. Hinzu kamen organisatorische Pannen, die auch am Ende Punkte gekostet haben. Die Zuschauer kamen nicht wie erhofft zu den Heimkämpfen in die Mehrzweckhalle in Dorf Mecklenburg. Deshalb zogen die Wismarer Box-Funktionäre und Abteilungsleiter Tilo Gundlack die Reißleine und meldeten die Staffel ab.

„Wir machen ein Jahr Pause und nutzen die Zeit zur Regeneration und wollen wieder verstärkt auf den Nachwuchs setzen“, sagt Spieß. Er hat um sich ein starkes Übungsleiterteam geschart. Die ehemaligen aktiven Boxer Ingolf Kapell, Gunnar Trill, Manfred Spieß, Holger Rosenthal, Sascha Milewski und Klaus-Dieter Manzke betreuen insgesamt 131 Aktive und 30 Freizeitsportler. Mit dem Nachwuchs wollen die Wismarer Trainer und Übungsleiter wieder an alte Traditionen anknüpfen. Immerhin haben sich die PSV-Boxer nicht nur im Land, sondern in ganz Deutschland einen Namen gemacht. Viele Titel erkämpften sie bei den Deutschen Meisterschaften aller Altersklassen. Aber auch als Ausrichter verschiedener Titelkämpfe hat sich der Wismarer Boxsport einen Namen gemacht.

Cheftrainer Spieß will mit jungen Talenten den Weg für ein Comeback in der Box-Bundesliga starten. Ob in der 1. oder 2., das steht heute noch in den Sternen. „Das hängt von so vielen Dingen ab.

Wichtig sind die Finanzen. Ohne ein vernünftiges Polster kann das Abenteuer Bundesliga nicht gestartet werden. Dafür werden weitere Sponsoren benötigt. Sonst ist das nicht zu stemmen“, meint Cheftrainer Jürgen Spieß.

Einer, der richtig Spaß und Freude am Boxen hat, ist Peter Dost. Der 42-Jährige ist Geschäftsführer der HW Leasing GmbH. Das Unternehmen unterstützt seit Jahren als Sponsor den Wismarer Boxsport.

Dost macht auch aktiv in der Freizeitmannschaft mit.

Zweimal in der Woche treffen sich Handwerker, Ingenieure, Arbeitslose, ehemalige Faustkämpfer, Bundespolizisten und Rentner zum gemeinsamen Training im Boxraum der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt- Straße. Angeleitet werden die Hobbyboxer von Klaus-Dieter Manzke. Der 69-Jährige war einst als Mittelgewichtler sehr erfolgreich. „Mir macht das Arbeiten mit den älteren Herrn viel Spaß. Es sind darunter einige Talente, die in früheren Zeiten eine Boxerkarriere hätten starten können“, ist Manzke überzeugt.

Peter Dost gehört zu diesen dazu. „Der Boxsport vermittelt Charaktereigenschaften, die auch für einen Geschäftsführer eines Unternehmens wichtig sind. Mit dem Boxen halte ich mich auch fit für den Alltag“, sagt er.

Peter Preuß

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