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Neuzugang ist Spieler des Tages

Wismar Neuzugang ist Spieler des Tages

Franz-Walther Schlatow zweifacher Torschütze beim 3:2-Sieg von Anker Wismar gegen Victoria Seelow

Wismar. War das ein Jubel auf dem Platz und auf der Tribüne des Kurt-Bürger-Stadions, als Franz- Walther Schlatow in der letzten Minute der regulären Spielzeit den Treffer zum 3:2 erzielte. Nach einer Freistoßflanke von Kapitän Philipp Unversucht stieg der Neuzugang – Schlatow hatte erst am Dienstag einen Zweijahresvertrag unterschrieben – am höchsten und wuchtete die Kugel per Kopf unhaltbar unter die Querlatte.

Damit war der erste Sieg in der neuen Oberliga-Saison vor 231 Zuschauern perfekt. Entsprechend erleichtert waren Spieler und Trainer.

So verriet Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo sein Geheimnis auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Denn vor der Partie hatte er in seiner Ansprache gesagt: „Was wäre das für eine Schlagzeile:

Franz Walther Schlatow kam, sah und traf.“ Keiner seiner Spieler hatte ihm das vorher geglaubt, selbst der Schütze nicht!

Franz-Walther Schlatow avancierte zum Mann des Tages. Denn in der 75. Minute war es auch der vom FC Mecklenburg Schwerin an die Ostseeküste gewechselte Spieler, der den Ausgleichstreffer erzielte.

Nach einer Flanke setzte sich Schlatow durch, traf aber nur den Innenpfosten. Der Ball sprang wieder zu ihm zurück, jetzt konnte er das Leder über die Linie spitzeln.

„Ich bin happy, denn das war ein ganz wichtiger Sieg. Ein Riesenkompliment an das neuformierte Team, das trotz eines zweimaligen Rückstandes die Partie noch kippen konnte“, war der Trainer nach 90 nervenaufreibenden Minuten erleichtert.

Begonnen hatte die Partie mit einer blitzschnellen Führung (1.) der Gäste aus Brandenburg. Bei einer Flanke von Alexandropoulos stand Ankerkeeper Sabri Vaizow zu weit vor seinem Kasten und wurde überlupft.

Doch die Gastgeber wirkten nicht verunsichert und drückten auf den Ausgleich. Dieser gelang Kenan Hasicic (30.), der von den A-Junioren ins Männerteam aufgerückt ist. Nachdem der Seelower Keeper Loupusiewicz einen tollen Schuss von Khasan Dzhaukhar noch abwehren konnte, verwandelte Hasicic im Nachsetzen. Er machte seiner Trikotnummer, er trug die „6“ vom langjährigen Mannschaftskapitän Fabian Bröcker, damit alle Ehre. Eine strittige Szene gab es in der 42. Minute, als der frei auf das Seelower Gehäuse zulaufende Dzhaukar unmittelbar vor dem Strafraum von den Beinen geholt wurde.

Allerdings blieb der Pfiff des ansonsten sehr gut pfeifenden Unparteiischen aus.

Am Ende wurden die Gäste vom SV Victoria Seelow auch dafür bestraft, dass sie von Beginn an bei jeder kleinsten Berührung wie bei einem schweren Foulspiel auf dem Platz liegen blieben, um so viel Spielzeit von der Uhr zu nehmen. letztlich fehlte ihnen dann diese Zeit, um vielleicht doch noch den dritten Treffer zu erzielen.

So waren es die Wismarer, die allen Grund zum Jubeln hatten. Mannschaftskapitän Philipp Unversucht: „Ein solcher Sieg ist ein Sieg für die Moral. Natürlich ist auch ein bisschen Glück dabei, aber wir haben den Sieg gewollt und sind für unseren Einsatz belohnt worden.“

Am nächsten Sonntag wird die Ankerelf nun vom FC Hansa Rostock II im Volksstadion erwartet.

Andreas Kirsch

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