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„So schnell wie möglich die Klasse halten“

Saisonstart in der 3. Liga der Frauen: Sonnabend Heimspiel für Wismarer Handballerinnen „So schnell wie möglich die Klasse halten“

Im OZ-Interview spricht der neue TSG-Trainer Menc Exner über Ziele, Spannungen und sagt, was er für ein Typ ist

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Wismar Am Sonnabend beginnt die Handballsaison in der 3. Liga der Frauen. Neu ist das Trainergespann: Menc Exner und Jörn Harder haben Ronald Frank und Maryna Bratenkova abgelöst.

OZ-Bild

Im OZ-Interview spricht der neue TSG-Trainer Menc Exner über Ziele, Spannungen und sagt, was er für ein Typ ist

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Menc Exner hatte in der letzten Saison die Frauen vom SV Crivitz in der Verbandsliga zum Meistertitel geführt, außerdem wurde sein Team Pokalsieger von MV. Der frühere Linksaußen hat drei Jahre 1.

Bundesliga bei GWD Minden gespielt, zehn Jahre 2. Bundesliga bei Post Schwerin, Salzuflen und Duderstadt sowie zwei Jahre Regionalliga bei Bad Schwartau und Stockelsdorf.

Erfahrungen als Coach hat der 42-Jährige als Spielertrainer bei den Männern von Banzkow-Leezen, beim Nachwuchs von Post Schwerin und als Spielertrainer bei den Männern vom SV Crivitz gesammelt. Von 2013 bis 2016 war er Trainer der Frauen vom SV Crivitz.

Der neue TSG-Trainer ist Vater von drei Kindern und wohnt in Schwerin mit seiner Freundin und seinem 15 Monate alten Sohn. Beruflich ist er selbstständig im Bereich Montage und Trockenbau tätig. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit Menc Exner über die Ziele für die neue Saison.

Menc mit c oder k: Beide Aussprachen sind zu hören, welche möchten Sie?

Menc Exner: Bitte Menc mit c.

Trainer in Wismar mit den meisten Zuschauern der 3. Liga ist keine leichte Aufgabe. Wie groß ist die Anspannung vor dem ersten Spiel?

Exner: Natürlich steigt die Anspannung. Alle gucken auf den 17. und sind froh, dass es endlich losgeht. Hoffentlich erleben wir einen gelungenen Saisonstart.

In Crivitz waren Sie sehr erfolgreich. Die TSG spielt drei Ligen höher. Was reizt Sie an der Herausforderung?

Exner: Das ist ähnlich wie in Crivitz. Wir haben eine sehr junge Truppe. Das Ziel ist, stetig zu arbeiten und kontinuierlich nach oben zu kommen. Für mich ist es reizvoll, mit einer Drittliga-Mannschaft zu arbeiten und sie zu entwickeln.

Mit Vechta gastiert am Sonnabend um 16 Uhr ein Aufsteiger in Wismar, zum zweiten Heimspiel am 8. Oktober wird ein weiterer Aufsteiger erwartet. Wie groß ist der Erfolgsdruck?

Exner: Aufsteiger haben nichts zu verlieren. Die werden alles geben, um uns die Punkte wegzunehmen. Insofern haben wir den größeren Druck. Fakt ist, wir wollen gewinnen. Mit einem Erfolgserlebnis in die Saison zu starten, gibt Selbstvertrauen, gerade bei unserer jungen Mannschaft.

Mit welcher Zielstellung gehen Sie nach Platz acht in der letzten Saison in die neue Spielzeit?

Exner: Wir haben einen kleinen Umbruch im Team, bei Spielerinnen und bei den Trainern. Als Neuzugänge haben wir ausschließlich junge Spielerinnen geholt. Das zeigt die Richtung, die wir gehen wollen. Nach Travemünde haben wir die zweitjüngste Mannschaft der Liga. Wir wollen so schnell wie möglich die Klasse halten. Wenn das geschafft ist, dann können wir weiter nach oben gucken.

Der Kader umfasst 18 Spielerinnen. Das wird nicht leicht, alle bei Laune zu halten.

Exner: Wenn alle fit sind. 14 können immer nur spielen. Die Spielerinnen können sich von Woche zu Woche neu anbieten. Es gibt keinen Freibrief. Ich erwarte von den Mädels, dass der Konkurrenzkampf im Training noch zunimmt.

Hinter der Mannschaft liegen zehn Wochen Vorbereitungsphase und über 20 Turnier- und Testspiele. Es soll erste Spannungen gegeben haben?

Exner: Spannungen würde ich das nicht nennen. Das sind ganz normale Kennenlernvorgänge. Trainer und Spielerinnen müssen sich finden. Das wird intern angesprochen und dann geht es normal weiter.

„Wir haben eine tolle Mannschaft mit viel Potenzial“, haben Sie in der Vorbereitung gesagt. Was erwarten Sie vom Team, welchen Handball wollen Sie spielen lassen?

Exner: Den Satz kann ich nur wiederholen. Unser Potenzial haben wir in der Vorbereitung teilweise bewiesen. Mit jungen Spielerinnen müssen wir Tempohandball spielen. Ich hoffe, dass wir schon am Sonnabend zeigen können, dass sich was verändert hat. Wir müssen zu einfachen Tore kommen. Die Mädels werden sich zerreißen.

Die neuen Regeln lassen den siebten Feldspieler zu, wenn der Torwart rausgeht. Ist das eine Option?

Exner: Wir haben das getestet. Es kann eine Option sein, gerade wenn eine Vivien Erdmann in Manndeckung genommen wird. Auch in Unterzahl ist es eine Möglichkeit. Bei Ballverlust kann das aber gefährlich sein. Darum haben wir zehn Wochen fast nur mit Ball trainiert, um uns technisch zu verbessern.

Was für ein Trainertyp sind Sie?

Exner (lacht): Ich bin schon ein emotionaler Typ. Da fallen auch mal lautere Worte, wenn mir was nicht gefällt. Die Mädels sollen das nicht persönlich nehmen, das ist der Situation geschuldet und dann erledigt. Als Spieler war ich auch sehr emotional, verlieren ist nicht so mein Ding.

Sie haben in Minden mit Handballgrößen wie Aaron Ziercke, Frank von Behren, Talant Dujshebaev, Frank Löhr und Alexander Tutschkin zusammen gespielt. Wer hat Sie am meisten geprägt?

Exner: Man versucht, von jedem das Beste mitzunehmen. Löhr war der Motivator, Dujshebaev der Kämpfer, der auch im Training nicht verlieren konnte, Tutschkin war der lockere Typ.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne am Montag in der OZ lesen?

Exner: Sieg im Saisonauftaktspiel vor 1000 Zuschauern. Wenn wir durch Leistung überzeugen, kommen auch mehr Zuschauer in die Halle. Das muss allen bewusst sein.

Der Spielplan im Überblick

17. September, 16 Uhr: TSG Wismar – SFN Vechta   25. September, 15 Uhr: TV Oyten – TSG Wismar

  8. Oktober, 16 Uhr: TSG Wismar – HSG Jörl-DE (Doppeleiche) Viöl   15. Oktober, 19.30 Uhr: HSG Heidmark – TSG Wismar

  22. Oktober, 16 Uhr: TSG Wismar – TSV Nord Harrislee   29. Oktober, 17.30 Uhr: SV Henstedt-Ulzburg – TSG Wismar   5. November, 16 Uhr: TSG Wismar – HSV Minden-Nord   19. November, 16.30 Uhr: TSV 1860 Travemünde – TSG Wismar

  26. November, 16.30 Uhr: VfL Oldenburg II – TSG Wismar   3. Dezember, 16 Uhr: TSG Wismar – HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen   11. Dezember, 15 Uhr: Buxtehuder SV II – TSG Wismar

  14. Januar, 16 Uhr: SFN Vechta – TSG Wismar

  21. Januar, 16 Uhr: TSG Wismar – TV Oyten   4. Februar, 16.45 Uhr: HSG Jörl-DE Viöl – TSG Wismar

  11. Februar, 16 Uhr: TSG Wismar – HSG Heidmark   18. Februar, 17 Uhr: TSV Nord Harrislee – TSG Wismar

  4. März, 16 Uhr: TSG Wismar – SV Henstedt-Ulzburg   11. März, 17.30 Uhr: HSV Minden-Nord – TSG Wismar

  18. März, 16 Uhr: TSG Wismar – TSV 1860 Travemünde   8. April, 16 Uhr: TSG Wismar – VfL Oldenburg II   22. April, 17 Uhr: HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen – TSG Wismar

  29. April, 17 Uhr: TSG Wismar – Buxtehuder SV II

Personelles und Tickets

Zugänge: Aileen Lück (GW Schwerin), Sophie Powierski (GW Schwerin, früher TSG), Franziska Steffen (TSV Bützow), Jennifer Martin (TSG-Nachwuchs), Juliane Wieck (GW Schwerin, früher TSG).

Abgänge: Eva-Maria Passow, Antje Borkowski (Laufbahn beendet), Antonia Zimmermann (Frankfurt/Oder).

Kapitän der Mannschaft ist Torhüterin Justine Steiner.

Dem Mannschaftsrat gehören an: Mareen Tegler, Vivien Erdmann, Henrike Bibow und Laura Blum.

Eintrittskarten : unverändert 7 bzw. ermäßigt 5 Euro. Jahreskarten für 11 Spiele kosten 70 bzw. 50 Euro. Erhältlich im OZ-Verlagshaus in der Mecklenburger Straße 28 und an der Tageskasse.

Interview von Heiko Hoffmann

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