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Wismar Spektakulärer Erfolg von Georg Plath
Mecklenburg Wismar Spektakulärer Erfolg von Georg Plath
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00:00 01.04.2014
Einen Start-Ziel-Sieg landete Georg Plath, Erbauer des Reiterhofes in Timmendorf, im Kombinierten Hindernisfahren der Vierspänner. Fotos (2): Jutta Wego
Timmendorf

Eine Woche nach den Hallen-Landesmeisterschaften in Redefin zog der Tross der Reiter weiter nach Timmendorf, um an den „Poeler Pferdesporttagen 2014“ teilzunehmen. Im „Großen Preis der Insel Poel“, einem Zwei-Sterne Springen der schweren Klasse, triumphierte in Anwesenheit von Bürgermeisterin Gabriele Richter Thomas Kleis (Gadebusch).

Vier Reiter-Pferd-Paare zogen mit fehlerfreien Ritten im Umlauf in das Stechen ein, Kleis war mit zwei Pferden vertreten. Auf der bestens aufgelegten Stute AFP‘s Questa Vittoria absolvierte er gleich als erster Starter in 35,35 Sekunden den Siegesritt. Hausherr und Titelverteidiger André Plath, 14 Tage zuvor noch im Krankenhaus, war schon wieder erstaunlich fit. Auf dem zehnjährigen Cosmic Blue, der eine elfwöchige Turnierpause hinter sich hatte, nahm auch er am Stechen teil, blieb unter dem Jubel seiner Fans ebenfalls fehlerfrei und kam bis auf 1,15 Sekunden an die Zeit von Kleis heran.

Das Stechteilnehmerfeld komplettierte Philipp Makowei. Der 23-jährige Poeler, der für seinen Heimatverein Gadebusch reitet, saß im Sattel der Stute Balouna Windana, die am Lübzer Sprung einen Fehler bekam (4. Platz). Als letzter Starter versuchte Thomas Kleis auf dem Hengst For Success, sein Erstergebnis noch zu toppen, bekam aber auch einen Fehler und wurde Dritter.

Bürgermeisterin Gabriele Richter würdigte das Turnier, die Veranstalter und die Erfolge der Poeler Reiter bei der Siegerehrung: „Das Turnier gehört zu den bedeutenden sportlich-kulturellen Höhepunkten unserer Insel. Eure Erfolge tragen zur Stärkung unserer Insel bei.“ Nicht minder zufrieden war Turnierleiter André Plath bei der Siegerehrung: „Ich bin überwältigt von den Leistungen unserer Reiter und von der positiven Kritik zu unserem Turnier. Mein Dank gilt allen Sponsoren und Helfern.“

Das Poeler Hallenturnier, mit großer Besucherresonanz, wurde zu einem Festival der einheimischen und Gadebuscher Reiter, die eine enge Freundschaft verbindet. Allein 14 der insgesamt 24 Siege gingen an Reiter dieser beiden Vereine.

Das Zeitspringen der Klasse S am Sonnabend gewann Philipp Makowei auf Balouna Windana vor Rene Rückert, der ebenfalls für Poel reitet, aber in Güstrow trainiert und auf Ledie Mecklenburg nur elf Hundertstelsekunden langsamer war. Auch der 2. und 3. Platz ging an Philipp Makowei, der gegenwärtig eine grandiose Leistungsentwicklung durchlebt und vor dem Großen Preis das „Goldene Reitabzeichen“

für seine S-Siege entgegennehmen konnte.

Im Zwei-Sterne-Zeitspringen der Klasse M gingen der 1. und 2. Platz in der Damenabteilung an die Poelerinnen Insa Klefer auf Chevallier, die ihren Sieg kaum fassen konnte, und Mandy Bretfeld auf Shaquille. Bei den Herren führte Daniel Heuer (Wismar) die Ehrenrunde auf Cimba an. Philipp Makowei folgte ihm auf Babajaga B.

Im M-Punktespringen erlebten die Besucher den ersten Start der erst elfjährigen Lilli Plath (Tochter von André Plath) in einem mittelschweren Springen. In einem Alter, in dem andere noch in der Führzügelklasse starten, lieferte Lilli einen bravourösen Ritt, blieb auf Alcira fehlerfrei und platzierte sich an achter Stelle — welch eine sportliche Entwicklung! Auf Chacco konnte sie sogar ein L-Springen gewinnen. Im Stilspringen setzten die Richter Lilli Plath mit Chacco auf Platz zwei. Siegerin der 1. Abteilung des M-Punktespringens wurde Anna-Madlen Horn (Klützer Winkel) auf Watch me H vor Luisa Blach (Poel) auf Lutz. Von vier weiteren L-Springen gewannen die Gadebuscher Reiter drei und die Poeler eins.

Auch die Fahrer bekamen bei den Poeler Pferdesporttagen traditionell ihren Auftritt mit zwei M-Prüfungen. Das Kombinierte Hindernisfahren der Vierspänner, die Anspannungsart gilt als „Krone des Fahrsports“, war so recht nach dem Geschmack der Besucher, die bis zur letzten Siegerehrung ausharrten. „Wir finden das Turnier so schön und sind froh, dass wir so etwas auf unserer Insel erleben können“, sagte eine ältere Besucherin, die das Turnier jedes Jahr mit selbst gebackenem Kuchen unterstützt. Georg Plath, der Vater von André und Gründer des Reiterhofes in Timmendorf, lieferte mit den Pferden Banno Cobra, Ulika, Pauli und Ulana schon im ersten Umlauf mit einer fehlerfreien Fahrt die schnellste Zeit, dicht gefolgt von Robert Blender (Waabs), dem aktuellen Landesmeister aus Schleswig-Holstein.

Als vorletzter Fahrer zeigte der 63-jährige Hausherr auch im 2. Umlauf keine Nerven, war zwar 6,37 Sekunden langsamer als Robert Blender. Der Vorsprung von acht Sekunden aus dem ersten Umlauf reichte aber, um die Führung zu verteidigen und die Prüfung zu gewinnen. Die Ehrenrunde in rasantem Galopp fiel unter frenetischem Beifall deshalb besonders spektakulär aus.

Das Turnier gehört zu den bedeutenden sportlich-kulturellen Höhepunkten unserer Insel.“Gabriele Richter,
Poeler Bürgermeisterin



Franz Wego

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