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Sport frei! An der Kinder-Uni wird beim Lernen geschwitzt

Wismar Sport frei! An der Kinder-Uni wird beim Lernen geschwitzt

Abschluss des Vorlesungsjahres wurde mit Sommerfest gefeiert / Insgesamt gab es seit Oktober acht Vorträge an der Wismarer Hochschule für die Nachwuchsstudenten

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Während die große Schwester auf den Beginn der Vorlesung wartet, bringt sich Elena Hoffmann (6) ins Schwitzen. Schließlich geht’s im Hörsaal um Schweiß und rasenden Puls. Fotos (6): Nicole Buchmann

Wismar. Sport im Vorlesungssaal: Hampelmann-Sprung, hüpfen, laufen, rennen – bei der gestrigen Vorlesung der Kinder-Uni in Wismar wurde geschwitzt. Und das nicht nur wegen der heißen Temperaturen. „Verschwitzt und außer Atem – Warum ist Sport trotzdem gut für uns?“ lautete das Motto der letzten Vorlesung in diesem Studienjahr. Dr. Ricarda Grübler, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock, erklärte den Nachwuchsstudenten warum uns der Schweiß läuft, wann wir danach anfangen zu riechen und warum der Ausdruck „Schwitzen wie ein Schwein“ gar nicht stimmt. „An der Kinder-Uni unterrichte ich zum ersten Mal“, erzählte die Lehrerin vor der ersten Vorlesung. „Ich bin sehr gespannt.“

OZ-Bild

Abschluss des Vorlesungsjahres wurde mit Sommerfest gefeiert / Insgesamt gab es seit Oktober acht Vorträge an der Wismarer Hochschule für die Nachwuchsstudenten

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Geschwitzt wurde auch nach dem Lernen. Zum Abschluss des Studienjahrs gab es auf dem Campus der Hochschule ein gemeinsames Sommerfest der Hochschule und der OSTSEE-ZEITUNG. Die Kids konnten sich bei verschiedenen Geschicklichkeitsspielen, auf einer Hüpfburg oder beim Judotraining austoben. Für Eltern und Großeltern gab es Kaffee und Kuchen.

Milane Hoffmann hat insgesamt fünf der acht Vorlesungen in diesem Jahr besucht. „Am besten war die mit dem Thema ,Nachwachsende Rohstoffe’“, erzählte die Achtjährige nach kurzem Überlegen. „Da gab es viele Experimente.“ Begleitet wurde die Nachwuchsstudentin von ihren Großeltern Hannelore und Jürgen Naujoks. „Wir hatte die Idee, unsere Enkelin bei der Kinder-Uni anzumelden“, sagte die Wismarerin.

Im Hörsaal für die Erwachsenen haben die Großeltern die Vorlesungen stets mitverfolgt. „Ich fand das immer spannend, die Kinder so zu beobachten. Manchmal habe ich sogar die Leinwand abfotografiert“, erzählte Hannelore Naujoks mit einem Lachen. Das Vorlesungsjahr an der Kinder-Uni hat auch den Großeltern Spaß gemacht. „Nur bei den politischen Themen hätte ich mir gewünscht, dass sie kindgerechter aufbereitet gewesen wären“, so das Fazit der Großmutter. „Hoffentlich gibt es im nächsten Jahr noch mehr praktische Themen.“

Das sieht Annica Pfeiffer anders. „Ich fand die Vorlesung ,Wie wird man Politiker’ am besten“, sagte die Zehnjährige. „Aber Politikerin will ich nicht werden, lieber Tierärztin.“ Für die Wismarerin steht fest: „Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei.“Auch Fabian König ist ein großer Fan der Kinder-Uni. „Ich will eben das Neueste wissen“, erklärte der Elfjährige. „Das Gelernte hat mir in der Schule auch schon oft geholfen.“ Seine Lieblingsvorlesung? Ebenfalls die nachwachsenden Rohstoffe. „Die Experimente waren cool.“ Und warum er bei dem Sommerwetter freiwillig die Hörsaalbank drückt? „Ich will bessere Noten in der Schule bekommen. Das ist mir wichtiger, als baden zu gehen.“

Was ist die Kinder-Uni?

Die Vorlesungen finden im Zeitraum von Oktober bis Juni statt und richten sich an Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Jeder Nachwuchsstudent erhält bei seinem ersten Besuch im laufenden Studienjahr einen Studentenausweis. Die Teilnahme ist kostenlos, weil die Dozenten kein Honorar bekommen. Die Eltern können die Vorlesung per Videoübertragung in einem anderen Raum verfolgen.

• Internet: www.hs-wismar.de

Vanessa Kopp

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