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Sportumfrage: 1500 Wismarer machen mit

Wismar Sportumfrage: 1500 Wismarer machen mit

Vereine können noch bis Ende Juni an der Befragung teilnehmen

Wismar. Bei der im Mai durchgeführten repräsentativen Umfrage zum Sport in Wismar haben 1516 Bürger mitgemacht. Das entspricht einer Rücklaufquote von rund 25 Prozent. „Wir freuen uns über die rege Teilnahme. So können wir für die weitere Planung auf eine bessere Datenbasis als je zuvor zurückgreifen und die Sportanlagen besser auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zuschneiden“, so Bürgermeister Thomas Beyer (SPD).

 

OZ-Bild

Projektleiter Prof. Dr. Michael Barsuhn

Quelle: Foto: Hoff

Anfang Mai hatten 6000 per Zufallsstichprobe ausgewählte Wismarer einen Fragebogen erhalten. Darin wurden sie gebeten, Angaben zu ihrem Sportverhalten zu machen, zum Beispiel zu ihren beliebtesten Sportarten und zu den genutzten Sporträumen.

Ziel der Sportentwicklungsplanung ist es, Menschen aller Altersgruppen zu einer aktiveren Lebensgestaltung zu bewegen und durch eine bedarfsorientierte Planung tragfähige Grundlagen für vielfältige Betätigungen in Wismar zu schaffen. Der Plan dient hierfür als Steuerungsinstrument und Entscheidungsgrundlage für sportpolitische Entwicklungen der nächsten zehn bis zwölf Jahre.

Prof. Dr. Jürgen Rode vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam betont, dass eine effektive Planung die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen müsse, schon allein um mögliche Fehlinvestitionen zu vermeiden. Rode: „Viele Menschen sind heutzutage sportlich aktiv, aber nicht mehr nur im Sportverein, sondern oftmals auch selbst organisiert beim Joggen oder Radfahren. Deshalb fragen wir im Bürgerfragebogen ganz konkret nach ausgeübten Sportformen und den verschiedenen Anbietern sowie Sporträumen, die von den Bürgern in Wismar für Sport und auch für Bewegung genutzt werden.“

In die Planung sollen auch die Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten integriert werden. Ein Großteil der Schulen und Kitas hat sich bereits beteiligt. „Bei den Schulen haben wir mit 100 Prozent Rücklauf sogar eine Vollerhebung erreicht. Dies ist außergewöhnlich und auch auf die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung zurückzuführen. Auch bei den Kitas konnten wir mit 79 Prozent Beteiligung eine Top-Quote erzielen“, so Projektleiter Prof. Dr. Michael Barsuhn, der weiter sagt: „Luft nach oben gibt es hingegen noch bei den Sportvereinen. Bislang haben 15 von 38 Vereinen den Fragebogen beantwortet. Wir rufen nun die übrigen Sportvereine auf, sich zu beteiligen. Diese Chance besteht noch bis Ende Juni 2017.“ Den Link für die Onlinebefragung erhalten die Vereine beim KreisSportBund (Telefon 03841/3265880).

Erste Auswertungen werden im September 2017 präsentiert. Anschließend folgt im Herbst eine Planungsphase. Bei öffentlichen Workshops werden die wissenschaftlichen Ergebnisse den Experten aus der Fachverwaltung, den Vertretern der Sportvereine, Schulen und Kitas sowie interessierten Bürgern vorgestellt. Gemeinsam soll das Konzept dann weiterentwickelt werden.

hoff

OZ

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