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Sportumfrage: Wismarer fahren am liebsten Rad

Wismar Sportumfrage: Wismarer fahren am liebsten Rad

Erste Ergebnisse der Analyse liegen vor / 1480 Hansestädter machten mit

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Wismar. Die ersten Ergebnisse der im Frühjahr erfolgten Umfrage zum Sport in Wismar liegen vor. Ein Fazit lautet: „Die Bürger sind erfreulich aktiv, können ihre zeitlichen Belastungsumfänge aber noch deutlich steigern, wenn sie etwas Gutes für ihre Gesundheit tun wollen.“ Zu diesem Ergebnis kommen die Potsdamer Wissenschaftler Professoren Jürgen Rode und Michael Barsuhn vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg.

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Erste Ergebnisse der Analyse liegen vor / 1480 Hansestädter machten mit

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„Die Bürger sind erfreulich aktiv, können ihre zeitlichen Belastungs- umfänge aber noch deutlich steigern.Prof. Jürgen Rode

Sportwissenschaftler

Die im Frühjahr durchgeführte Umfrage bildet den Auftakt. Am Ende der Entwicklungsplanung soll es konkrete Empfehlungen geben. Zum Beispiel, welche Sportstätten neu oder saniert werden sollen. Die Stadt kooperiert mit dem Institut. Die Kosten belaufen sich auf rund 45 000 Euro.

Luft nach oben

Im Rahmen der repräsentativen Befragung gaben 77 Prozent der Bürger an, sportlich aktiv zu sein. „Aber nur 39 Prozent erreichen auch tatsächlich Zeit- und Belastungsumfänge, die zu physischen Anpassungserscheinungen und nachhaltigen Gesundheitseffekten führen“, so Prof. Barsuhn. Deutlich werde auch, dass Sporttreiben im Verein im Durchschnitt höhere Gesundheitseffekte nach sich zieht als außerhalb des Vereins. Dies sieht der Wissenschaftler als ein gutes Argument für die Unterstützung der Sportvereine.

Beliebte Sportarten

Die Untersuchung zeige darüber hinaus, dass neben den traditionellen Sportanlagen wie Sporthallen und Sportplätzen insbesondere der öffentliche städtische Raum, also Parkanlagen, Straßen, Radwege und Waldwege, von den Bürgern für sportliche Betätigung genutzt werden. „Knapp die Hälfte aller Sport- und Bewegungsaktivitäten findet hier statt“, so Michael Barsuhn, der weiter sagt: „Die Alterung der Gesellschaft sowie der anhaltende Trend zur Individualisierung und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein verschieben den Fokus hin zu sanften und ausdauerorientierten Sport- und Bewegungsformen.“

Bei den beliebtesten Sportarten der Bevölkerung Wismars rangiert Radfahren auf Position eins, gefolgt von Spazierengehen, Laufen sowie Fitnesstraining. Die beliebteste Mannschaftssportart ist Fußball.

1480 Bürger beteiligten sich

6000 Wismarer hatten im Frühjahr einen Fragebogen zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten erhalten. 1480 Personen haben sich beteiligt. Professor Rode: „Mit rund 25 Prozent konnten wir eine sehr gute Rücklaufquote erzielen, auch im Vergleich zu anderen Studien, die von unserem Team derzeit bundesweit durchgeführt werden.“ Für Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) zeigt die hohe Rücklaufquote das „große Interesse am Thema in der Bevölkerung“.

Aussagen zu Investitionen

Zur künftigen Ausrichtung sagt der Bürgermeister: „Die Planung muss sich an den konkreten Sport- und Bewegungsbedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren. Deshalb ist es zwingend, sie in den Planungsprozess einzubeziehen.“ In den nächsten Wochen werden die gesammelten Daten von dem Potsdamer Sportinstitut weiter ausgewertet und zu konkreten Handlungsempfehlungen verdichtet. Hierzu gehört auch eine Einschätzung der Sportanlagen, „aus der für die Hansestadt zukünftige Investitionskosten abgeleitet werden können“, so Barsuhn.

Diskussion zum Sport am 22. November

Mit der Bürgerbefragung ab Ende April 2017 wurde der Startschuss zur Sportentwicklungsplanung in der Hansestadt gegeben. Am 22. November laden Stadtverwaltung und das Potsdamer Wissenschaftsteam zu einer Informations- und Diskussionsrunde für Sportvereine, Schulen und Kitas ein. Unter diesen Institutionen gab es eigens durchgeführte Befragungen zur städtischen Sportsituation. Das Forschungsteam wird Ergebnisse der Befragungen vorstellen. In der Diskussion geht es dann um die künftige Entwicklung.

Bis Februar 2018 sollen konkrete Ergebnisse vorliegen. Erwartet wird zum Beispiel ein Sanierungsplan, der genau aufschlüsselt, in welche Sportanlagen wie viel Geld investiert werden muss. Die Planung soll darüber hinaus Aussagen liefern, welche Sportangebote von Vereinen gewünscht werden und ob neue Sportstätten erforderlich sind. Ein zentraler Punkt ist die Erstellung eines Sportstättenkatasters. Jede Anlage wird vermessen und baufachlich bewertet, um den Sanierungsbedarf zu erfassen und die Investitionskosten zu schätzen.

Der Nachholbedarf bei der Sanierung der Sportstätten wurde im Dezember 2016 in der Bürgerschaft mit rund 20 Millionen Euro angegeben. Es wurde der Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Stadt in den kommenden Finanzplanungen einen Fokus auf die Sportstätten richtet. Derzeit wird der Doppelhaushalt für die Jahre 2018/19 erstellt.

Heiko Hoffmann Heiko Hoffmann

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