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Steinwarth und Rausch sorgen für Happyend

Schönberg Steinwarth und Rausch sorgen für Happyend

Verbandsligist MSV Pampow zwingt Regionalligist FC Schönberg im Landespokal-Halbfinale in die Verlängerung — Endspiel am 28. Mai in Neustrelitz gegen Drittligist FC Hansa Rostock

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97. Minute am Sonnabend im Palmberg-Stadion: Marcus Steinwarth überwindet MSV-Torhüter Losereit per Kopf zum vorentscheidenden 2:1.

Schönberg. Der FC Schönberg steht zum neunten Mal in seiner Geschichte in einem Landespokal-Endspiel. Die letzte Hürde auf dem Weg dorthin, Verbandsligist MSV Pampow, erwies sich Ostersonnabend vor über 700 Zuschauern im heimischen Palmberg-Stadion als überaus hartes Stück Arbeit. Am Ende gewann der Regionalligist das Halbfinale mit 3:1 in der Verlängerung. Christoph Wegner hatte den Dritten der MV-Liga in der 41. Minute in Führung gebracht. Marcel Kunstmann rettete den Favoriten in der 67. Minute mit dem Ausgleich in die Verlängerung, nach dem die Gäste 30 Minuten mit einem Mann weniger auf dem Platz standen. Valentin Rode hatte in der 60. Minute die gelb-rote Karte gesehen. In der Verlängerung sorgten dann Marcus Steinwarth per Kopf (97.) und Maximilian Rausch (111.) per Freistoß für ein Happyend des Favoriten. FC-Trainer Axel Rietentiet war alles andere als begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft. „Das war absolut nicht das, was ich sehen will“, kritisierte er die Einstellung seiner Elf. Henry Haufe nahm Rietentiet bereits nach 35 Minuten vom Platz. „Henry war heute eine richtig große Enttäuschung. Das war gar nichts. Wenn ich die Chance habe, ein Pokalfinale zu bestreiten, dann muss ich anders auftreten.“

OZ-Bild

Verbandsligist MSV Pampow zwingt Regionalligist FC Schönberg im Landespokal-Halbfinale in die Verlängerung — Endspiel am 28. Mai in Neustrelitz gegen Drittligist FC Hansa Rostock

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Von einem Zwei-Klassenunterschied war in den ersten 45 Minuten nichts zu sehen. Schönberg tat sich wie schon in den vergangenen Wochen schwer gegen die defensiv eingestellten Randschweriner. Die Gastgeber waren war zwar dominant, versuchten es aber fast nur mit langen Bällen gegen die dicht gestaffelte Abwehr. Für die groß gewachsenen Pampower Defensivspieler kein Problem. Bei den Grün-Weißen fehlte es dagegen an fast allem: An Präzision, an Leidenschaft, an spielerischer Klasse. Die größte Chance in Halbzeit eins vergab Marcus Steinwarth in der 30. Minute, als er zwei Meter vor dem Tor am MSV-Keeper scheiterte.

In der 41. Minute dann die Überraschung im Palmbergstadion. Der Außenseiter lag in Führung. Christoph Wegner zog aus 18 Metern von halbrechter Position ab. Der Ball prallte zunächst gegen den Pfosten, von dort ins Tor. Schönberg musste also wieder mal einem Rückstand hinterher laufen. Für Nico Matern eine Halbzeit zum „Abgewöhnen.“ So richtig spektakulär aus Sicht der Gastgeber wurde es erstmals in der 55. Minute. Zunächst scheiterte Masami Okada am Pampower Torwart. Anschließend traf Marcus Steinwarth den Pfosten. Danach vereitelte erneut Ronny Losereit mit einer starken Parade gegen einen Schuss von Maximilian Rausch den Ausgleich. Ab der 57. Minute war Schönberg nicht nur optisch, sondern auch numerisch überlegen. Die Gastgeber drückten die Gäste nun immer mehr in ihre eigene Hälfte, leisteten sich aber nach wie vor zu viele Ungenauigkeiten. In der 64. Minute waren erstmals Pfiffe von der Tribüne zu hören. Nur vier Minuten später ertönte dann aber lautstarker Jubel. Marcel Kunstmann, den Axel Rietentiet erst sechs Minuten zuvor eingewechselt hatte, traf zum mittlerweile verdienten Ausgleich. Für den langen Stürmer der erste wichtige Treffer im Dress des Regionalligaaufsteigers. „Ich freue mich riesig, dass ich der Mannschaft Treffer helfen konnte“, so Kunstmann. Schönberg wurde nun immer überlegener. Pampow kam fast gar nicht mehr aus dem eigenen Strafraum. Mehr als das eine Tor von Kunstmann sprang in der regulären Spielzeit aber nicht heraus. Beide Teams mussten also in die Verlängerung. In den zweimal 30 Minuten hatte der Verbandsligist nichts mehr entgegenzusetzen, wirkte saft- und kraftlos. Das nutzte Marcus Steinwarth in der 97. Minute. Nach schöner Einzelleistung von Nico Matern, der erst einen Pampower ausspielte und anschließend mustergültig flankte, erzielte Steinwarth das viel umjubelte 2:1. Axel Rietentiet sprang mit ausgestreckten Armen auf den Rasen. Riesenerleichterung bei ihm und seinen Spielern. In der 111. Minute machte Maximilian Rausch per einem sehenswerten Freistoß dann endgültig den „Deckel drauf“. Während MSV-Trainer Ronny Stamer seinen Jungs ein Riesenkompliment machte, sprach Axel Rietentiet von „einer ganz schweren Geburt“, freut sich nun aber auf das Finale am 28. Mai in Neustrelitz gegen Drittligist Hansa Rostock, der das zweite Halbfinale beim Verbandsligist FC Mecklenburg Schwerin mühelos 2:0 gewann. „Das ist das, was wir uns gewünscht haben“, so Rietentiet, der in seinem ersten Landespokal-Endspiel als Trainer auf Nico Matern (2. gelbe Karte) verzichten muss. Mit dem Einzug ins Finale machte die Mannschaft übrigens auch dem Mannschaftsverantwortlichen Jürgen Rohloff eines seiner schönsten Geburtstagsgeschenke. Er feierte am Ostersonntag seinen 58. Ehrentag.

Rund ums Spiel

FC Schönberg: Hahnel - R. Müller (61. Kunstmann), Halke, T. Schulz, Steinwarth - Okada (64. Gebissa), Rausch, Gladrow, Scherff - Henning, Haufe (35. Matern)

Tore: 0:1 Wegner (41.), 1:1 Kunstmann (67.), 2:1 Steinwarth (97.), 3:1 Rausch (111.)

bes. Vorkommn.: Ampelkarte für Valentin Rode (Pampow/60.)

Nächstes Punktspiel: So., 3. April, 13.30: FC Schönberg—FSV Luckenwalde

Große Resonanz fand das Osterfest mit vielen Überraschungen rund um das Landespokal-Halbfinale im Palmberg-Stadion.

Das Spiel begann mit einer halben Stunde Verspätung. Der Grund: der 2. Schiedsrichter-Assistent Stefan Beyer hatte starkes Nasenbluten, das trotz ärztlicher Versorgung nicht zum Stillstand gebracht werden konnte. Stadionsprecher Reinhard Zillmer hatte daraufhin gefragt, ob es einen Schiedsrichter unter den Zuschauern gibt, der auf Landesebene pfeifen darf. Lars Junker, der Oberligaerfahrung hat, erklärte sich bereit, zu helfen und sprang ein.

Von Steffen Oldörp

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