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Sven Thormann neuer sportlicher Leiter

Wismar Sven Thormann neuer sportlicher Leiter

Der frühere Bundesligaspieler ist ab Juli für den Handballbereich der TSG Wismar zuständig

Wismar. Neuer sportlicher Leiter für den Handballbereich der TSG Wismar ist ab Juli Sven Thormann. Der 35-Jährige hat in Mecklenburg-Vorpommern unter anderem für Rostock und Schwerin gespielt. Von Sommer 2015 bis Ende 2016 war der frühere Rückraumspieler Geschäftsführer beim HC Empor Rostock. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere 2013 war Thormann beim Rostocker Verein zunächst sportlicher Leiter und Jugendkoordinator.

 

OZ-Bild

Sven Thormann wurde am Donnerstagabend als neuer sportlicher Leiter für den Bereich Handball bei der TSG Wismar vorgestellt.

Quelle: Foto: Heiko Hoffmann

Am Donnerstagabend wurde Sven Thormann der Abteilungsleitung Handball und der 1. Frauenmannschaft im Beisein von Präsidiumsmitgliedern der TSG vorgestellt.

Gegenüber der OZ sagte Sven Thormann: „Mit Wismar fühle ich mich ganz besonders verbunden.“ Der gebürtige Magdeburger hat als Zwölfjähriger in Wismar mit dem Handballsport begonnen. Nach eineinhalb Jahren ging er nach Schwerin, wechselte später auch auf das dortige Sportgymnasium. In Schwerin durchlief Thormann die Jugendmannschaften, ehe er als 17-Jähriger in die 1. Mannschaft kam.

Sein Vater Detlef Thormann ist Lehrer an der Integrierten Gesamtschule „Johann Wolfgang von Goethe“ und unterrichtet unter anderem Sport. Nun werden sich die Wege von Sohn und Vater unweigerlich kreuzen. Denn Detlef Thormann ist zudem Trainer und spielt in der neuen Saison mit der weiblichen C-Jugend der TSG in der Oberliga.

Sven Thormann, der ab Juli bei den Stadtwerken Wismar tätig sein wird, ist „vom Standort Wismar überzeugt. Im Dreieck zwischen Rostock, Schwerin und Lübeck sehe ich einige Möglichkeiten. Um die Halle beneiden uns andere Mannschaften“, so der frühere Erstligaspieler. Thormann sagte am Donnerstag, dass er auf Teamarbeit Wert lege. Kurzfristig wolle er sich mit dem Trainerteam der 1. Frauen austauschen. Als sportlicher Leiter für den gesamten Handballbereich gehe es ihm in der Zukunft auch um eine ganzheitliche Ausbildung. Und: „Im Männerbereich sehe ich eine Menge Potenzial.“

Klaus-Dieter Soldat (64), langjähriger Manager der 1. Handballfrauen, wird somit ab Juli seine bisherigen Aufgaben im sportlichen Bereich in neue Hände geben. TSG-Vizepräsident Torsten Wehr: „Das Präsidium der TSG hat sich für seine Arbeit in den letzten Jahrzehnten bedankt. Er hat wie kein anderer den Handballsport und den Verein geprägt. Wir freuen uns, dass er uns mit seinem Fachwissen auch weiterhin als Geschäftsführer mit Rat und Tat zur Seite steht.“ Soldat wird in einem zweiten Schritt zum Jahresende die Geschäftsführung abgeben. Wehr: „Damit leiten wir einen Generationswechsel an den Schaltstellen des Vereins ein.“ In der Geschäftsstelle wird die langjährige Sachbearbeiterin Renate Schwerdtfeger in den Ruhestand gehen. Ihre Aufgaben werde künftig Anne Mellenthin wahrnehmen.

Zu Sven Thormann heißt es in einer Mitteilung der TSG: „Die Besetzung der sportlichen Leitung für die 1. Handballfrauen war für das Präsidium eine besondere Herausforderung. Neben sportlicher Qualifikation waren Erfahrung im Marketing, Personalführung und insbesondere die Koordinierung des Spiel- und Trainingsbetriebes der Mannschaft für uns entscheidend.“

Sven Thormann soll mit dem Trainerteam Jörn Harder/Maryna Bratenkova eng zusammenarbeiten und vorrangig die 1. Frauenmannschaft in der Ostsee-Spree- Oberliga betreuen. „Dabei gilt es, aus der neu formierten Mannschaft eine Einheit zu formen und wieder zu sportlichen Erfolgen zu führen. Das Ziel der Mannschaft, den Wiederaufstieg in die 3. Liga, soll dabei in der Saison 2017/2018 nicht aus den Augen verloren werden“, so Torsten Wehr.

Erklärtes Ziel der TSG ist es weiter, die Nachwuchsarbeit gemeinsam mit den Trainern und Übungsleitern zu verbessern. Bei den 1. Männern und den 2. Frauen sei Sven Thormann erster Ansprechpartner im sportlichen Bereich.

Klaus-Dieter Soldat steht seit 1992 an der Spitze des Traditionsvereins mit knapp 700 Mitgliedern. Sportliches Aushängeschild sind die TSG-Frauen. Der Abstieg aus der 3. Liga in die Ostsee-Spree-Oberliga nach dem Ende der letzten Saison ist der sportliche Tiefpunkt.

Mit Jörn Harder und Maryna Bratenkova gibt es auf der Trainerposition Kontinuität. Sicher ist, dass einige neue Spielerinnen verpflichtet werden. Stefanija Misevska, 21-jährige Juniorennationalspielerin aus Mazedonien, ist schon in Wismar. Letzte Formalitäten für den Abschluss des Transfers und das Spielrecht seien auf einem guten Weg, so Soldat.

Von Grün-Weiß Schwerin kommt die Linkshänderin Eleni Evangelidou. Unterschrieben hat auch Vivien Bartlau, ehemals Schwerin.

Das erste Heimspiel der neuen Saison bestreiten die TSG-Handballerinnen am 16. September gegen den TSV Rudow (Berlin). Das Wismarer Team trifft außerdem auf den VfV Spandau, Berliner TSC, Grün-Weiß Werder, die Füchse Berlin Reinickendorf II, den Rostocker HC, Pfeffersport aus Berlin, die HSG Neukölln, den BFC Preussen, die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst sowie die SG OSF Berlin.

Heiko Hoffmann

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