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TSG-Handballerinnen wollen weiße Weste behalten

Rostock/Wismar TSG-Handballerinnen wollen weiße Weste behalten

Wismarer Oberliga-Spielerinnen gastieren morgen im Landesderby beim Rostocker HC

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Die TSG Wismar ist ganz klarer Favorit in diesem Spiel.Ute Lemmel Trainerin Rostocker HC

Rostock/Wismar. Auf dieses Landesderby Rostocker HC gegen TSG Wismar freuen sich nicht nur die Spielerinnen, sondern auch die vielen Fans in beiden Hansestädten: Morgen um 16 Uhr gastieren die Wismarerinnen wieder in Rostock in der traditionsreichen Sporthalle Marienehe und treffen erstmals in der Oberliga Ostsee-Spree in einem Punktspiel aufeinander.

 

OZ-Bild

Svea Pinkohs (M.) kehrt morgen an ihre ehemalige Spielstätte zurück. Vor dem Wechsel nach Wismar spielte sie beim Rostocker HC. FOTOS (2): D. Koch

„Diese Duelle sind immer sehr brisant“, weiß Klaus-Dieter Soldat (64), seit 1992 TSG-Geschäftsführer. Rostock und Wismar kreuzten schon in der DDR-Oberliga, in der 2. Bundesliga, aber auch in der dritten Liga die Klingen. Doch in der viertklassigen Oberliga ist es eine Premiere. „Unsere Mädels freuen sich auf diese Partie. Die meisten Begegnungen haben wir gewonnen“, meint Soldat.

„Wir wollen natürlich dieses Spiel gewinnen. Die Mannschaft ist gut drauf und hat gut trainiert“, gibt es Diana Sperling kämpferisch. Für sie ist es das erste und einzige Spiel als Interimstrainerin, nachdem Jörn Harder vor einer Woche aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist. Bis April 2018 will er sich eine Pause gönnen. Ob er aber wieder auf die Trainerbank zurückkehren wird, steht heute noch in den Sternen.

Unter seiner Regie haben die TSG-Frauen bisher alle vier Punktspiele in der Oberliga Ostsee- Spree gewonnen. Sie führen punktgleich mit dem BFC Preussen die Tabelle an. Die Berlinerinnen haben das bessere Torverhältnis. „Das ist für uns eine Momentaufnahme. Dennoch wollen wir weiterhin oben mitmischen“, sagt der TSG-Geschäftsführer. „Diana Sperling sind wir als Verein sehr dankbar, dass sie uns in dieser schwierigen Lage hilft. Inzwischen haben wir auch schon Gespräche mit einem möglichen Nachfolger geführt. Wir wollen ihn zum nächsten Heimspiel präsentieren“, blickt Soldat voraus.

Für die Rostocker Trainerin Ute Lemmel sind die derzeitigen Probleme in Wismar nebensächlich. „Wir sind klarer Außenseiter. Die TSG-Frauen sind klarer Favorit, doch wir wollen sie ärgern“, so Lemmel.

Sie erwartet ein kampfbetontes Spiel. „Wismar hat die erfahrenen Leute auf den Schaltpositionen. Das ist der Vorteil der TSG“, meint die Trainerin. Zum Saisonauftakt wurde Ute Lemmel in Wismar auf den Zuschauerrängen gesichtet. „Ich hab mir Rudow und natürlich Wismar angeschaut“, gibt sie ehrlich zu.

Peter Preuß

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