Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 15 ° Regen

Navigation:
TSG Wismar kassiert erneute überdeutliche Auswärtspleite

Oyten TSG Wismar kassiert erneute überdeutliche Auswärtspleite

Die Drittligahandballerinnen schleppen sich mit letzter Kraft in Richtung Saisonfinale und unterliegen in Oyten 23:34 (12:19)

Voriger Artikel
TSG-Damen reisen zum vorletzten Spiel
Nächster Artikel
Alle Treffer in der zweiten Halbzeit

TSG-Spielerin Jasmin Oldenburg wird in dieser Spielszene in die Zange genommen. Dennoch konnte sie vier Bälle ins gegnerische Gehäuse unterbringen.

Quelle: Martin Nowack

Oyten. Ohne die Langzeitverletzten Eva-Maria Passow, Mareen Tegler und Laura Blum ohnehin nicht besonders gut aufgestellt, fehlten in Oyten auch noch Johanna Brinkies und Sarah Dürl aus unterschiedlichen Gründen, so dass Trainer Ronald Frank mit acht Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen zurecht kommen musste.

Statistik

TSG Wismar mit: Steiner, Borkowski, Schultz - Berger, Zimmermann 4, Kriegsmann 3, Bibow, Oldenburg 4, Krohn, Pinkohs 2, Erdmann 9/6

Siebenmeter: Oyten 7/7, Wismar 7/6

Strafminuten: Oyten 4, Wismar 4

Die notwendigen Umstellungen in der Startformation taten der TSG sichtbar nicht gut. Schnell ging Oyten deutlich in Führung, im Wismarer Team fehlten zunächst Genauigkeit und Durchschlagskraft. In der Deckung stimmte mehrfach die Zuordnung nicht, wenn Wismar denn überhaupt in die Lage versetzt wurde koordiniert zu verteidigen. Zumeist rollten die TVO-Spielerinnen im Tempogegenstoß auf das TSG-Gehäuse zu. Möglich machte diesen Umstand die extrem hohe Fehlerquote im Wismarer Aufbauspiel. Zwar kamen die Gäste im weiteren Verlauf etwas besser ins Spiel, der Rückstand wuchs aber noch in der ersten Hälfte bis auf acht Treffer (11:19) an.

Nach dem Wechsel dann ein etwas verändertes Bild. Zwar blieb Oyten zunächst spielbestimmend, aber die TSG hatte sich merklich noch nicht aufgegeben und kam über den Kampf ins Spiel zurück. Beim 18:21 (42.) waren die Wismarerinnen wieder dran und hätten mit etwas Glück noch näher kommen und so der Partie noch einmal die notwendige Spannung verpassen können.

Einige unvorbereitete Abschlüsse und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen später dann aber wieder das gewohnte Bild. Oyten dominierte, Wismar agierte einfach zu unkonzentriert in der Vorwärtsbewegung und bekam in der Abwehr, wie im Vorfeld befürchtet, die starke Oytener Kreisläuferin Jana Kokot nicht in den Griff. So wuchs der Vorsprung der Gastgeberinnen unüberschaubar schnell auf nicht mehr aufholbare Größen und knapp zwei Minuten vor dem Ende hatte Oyten das Hinspielergebnis von 22:33 egalisiert, am Ende unterlag die TSG etwas zu hoch mit 22:34 und hat damit die erste Chance auf den endgültigen Klassenerhalt verpasst.

„Wir haben in der Anfangsphase nicht zu unserem Spiel gefunden, was sicherlich auch mit den Umstellungen zu tun hatte, die wir wieder einmal vornehmen mussten. Das ist natürlich keine Erklärung für die technischen Fehler, die Oyten immer wieder zu Kontern eingeladen hat, aber unsere aktuelle Personalsituation lässt im Moment einfach auch nicht mehr zu. Das fängt bei der Trainingsbeteiligung an und endet dann in Abstimmungsproblemen im Spiel. Dennoch bin ich froh, dass wir uns trotz des hohen Rückstandes nicht aufgegeben und im Rahmen unserer Möglichkeiten dagegengehalten haben“, wollte Trainer Ronald Frank mit seiner Mannschaft trotz der deftigen Pleite nicht zu hart ins Gericht gehen.

Nach der Osterpause erwarten die Hansestädterinnen in zwei Wochen den TSV Nord Harrislee und haben dann mit einem Sieg erneut die Möglichkeit auch den letzten rechnerischen Zweifel am Klassenerhalt auszuräumen. Dazu wird es aber einer deutlichen Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen bedürfen. Mit einem ähnlich schwachen Auftritt, wie in den letzten Wochen, dürfte es sonst erneut zu einer herben Enttäuschung kommen.

Von Martin Nowack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald
Britta Heinzelmann und Peter Multhauf freuen sich über ihre Auszeichnung.

Peter Multhauf und Britta Heinzelmann erhalten Auszeichnungen für Verdienste um die Entwicklung des Sports

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Wismar
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.