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TSG Wismar nach fünfter Niederlage auf vorletztem Platz

Henstedt-Ulzburg TSG Wismar nach fünfter Niederlage auf vorletztem Platz

Drittliga-Handballerinnen verlieren nach desolater zweiter Halbzeit in Henstedt-Ulzburg 21:29 / Team steht gegen Minden-Nord unter Zugzwang

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TSG-Spielerin Sarah Dürl traf in der Partie in Henstedt-Ulzburg dreimal. Die Tore erzielte sie in der ersten Halbzeit.

Quelle: wismarfoto

Henstedt-Ulzburg. Die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar hinken weiter ihren eigenen Ansprüchen hinterher und unterlagen nach schwacher zweiter Halbzeit beim SV Henstedt-Ulzburg mit 21:29 (12:13). Nach der fünften Niederlage rangieren sie mit 2:10 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und stehen im nächsten Heimspiel gegen den HSV Minden-Nord mehr denn je unter Zugzwang.

Mannschaftliche Geschlossenheit hatte Trainer Menc Exner vor der Partie von seinen Spielerinnen gefordert. Diese hatten darauf und auf das gesamte Spiel allem Anschein nach nicht ganz so viel Lust. Zumindest konnte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man sich den Auftritt der TSG in der zweiten Hälfte ansehen musste. Mit welcher provokant lustlosen Einstellung sich einzelne Spielerinnen über das Feld bewegten, war schon erschreckend.

Dabei bewies die Mannschaft in den ersten 20 Minuten einmal mehr, welch hohes spielerisches Niveau sie zu leisten im Stande ist, wenn sie konzentriert und motiviert zu Werke geht. Nach ausgeglichener Anfangsphase (3:3/7.) waren es die Gäste, die im weiteren Verlauf dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken vermochten. Nicht unverdient war deshalb auch die erstmalige TSG-Führung (5:4) durch Sarah Dürl nach gut zehn Minuten. Auch in der Folge blieb Wismar spielbestimmend. Aus einer aufmerksamen Deckung heraus wurden die Angriffe überlegt vorgetragen und zumeist erfolgreich abgeschlossen.

Folgerichtig führten die Gäste nach einer Viertelstunde mit 8:6 und wirkten durchaus gewillt, etwas Zählbares aus Henstedt-Ulzburg mitzunehmen. Dieses Vorhaben schien zumindest bis zum 11:11 (24.) auch einigermaßen realistisch, bevor es die Wismarerinnen vorzogen, die folgenden knapp 20 Minuten praktisch nicht mehr am Spiel teilzunehmen. Wie schon in der Heimpartie gegen Harrislee hatte der Gegner, in diesem Fall die Damen vom SVHU, kaum Mühe mit einem 9:2-Zwischenspurt das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen. Während die Gastgeberinnen ihr Glück kaum fassen konnte, ergaben sich die Wismarer Spielerinnen kampflos ihrem Schicksal. Wie eine leere Hülle taumelte die TSG ohne erkennbare Gegenwehr ihrem Schicksal entgegen. Bis auf 20:13 (41.) zog die keinesfalls überragende Heimmannschaft davon. Wismar hingegen ließ all das ohne sichtbare Emotionen über sich ergehen und fing erst im Angesicht der sicheren Niederlage an, wieder am Spiel teilzunehmen. Allerdings gründeten sich die Torerfolge in der Schlussphase zumeist auf Einzelaktionen. Ein geordneter Spielaufbau fand nur noch sporadisch statt. Einziger Lichtblick in einem ansonsten desaströsen Auftritt war die Einwechslung von Franziska Steffen, die mit ihren Aktionen für Belebung im TSG-Angriff sorgte und sich so für mehr Einsatzzeiten in den nächsten Spielen empfehlen konnte.

Ein enttäuschter Wismarer Trainer Menc Exner wollte mit seiner Mannschaft nicht zu hart ins Gericht gehen: „Die Mädels wissen selbst, dass sie heute einen gebrauchten Tag erwischt haben. Da brauchen wir jetzt nicht auch noch draufzuhauen. Für uns als Trainer ist es wichtig, die Mannschaft bis zum Spiel gegen Minden körperlich und auch mental wieder aufzubauen, um die zwei wichtigen Punkte zu holen. Wir können uns nur gemeinsam aus dieser Situation befreien und damit wollen wir am nächsten Samstag anfangen.“ Das Spiel gegen den Aufsteiger wird damit schon zum echten Endspiel im Abstiegskampf.

TSG mit: Steiner, Schultz - Steffen, Berger, Brinkies, Kriegsmann, Tegler 1, Bibow, Dürl 3, Pinkohs 4/3, Powierski 4, Erdmann 7, Wieck 2

Siebenmeter: Henstedt 6/5, Wismar 4/3. Strafminuten: Henstedt 2, Wismar 8. Zuschauer: 124.

Martin Nowack

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