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Wismar TSG verliert nach zu vielen Fehlern
Mecklenburg Wismar TSG verliert nach zu vielen Fehlern
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00:00 31.03.2014
Johanna Brinkies musste schwer kämpfen, um sich am Kreis durchzusetzen. Sie warf zwei Tore, scheiterte aber auch an der Leipziger Torhüterin. In der Wismarer Abwehr zeigte Johanna Brinkies, dass sie nicht nur einstecken, sondern auch austeilen kann. Quelle: Daniel Koch

Wismar — Die Drittligahandballerinnen der TSG Wismar haben ihr Heimspiel gegen die Bundesligareserve des HC Leipzig denkbar knapp mit 28:29 (15:14) verloren und mussten sich damit erstmals seit mehr als vier Monaten wieder vor heimischen Publikum geschlagen geben.

Unmittelbar vor Schluss hätten die Schiedsrichter auch einen Siebenmeter für Wismar geben können. Sie entschieden aber auf Stürmerfoul von Svea Pinkohs. Damit war die Niederlage besiegelt. Unter den 500 enttäuschten Zuschauern war auch Jessica Oldenburg. Die frühere Wismarerin hat gerade ihren Vertrag bei Erstligist Buxtehude verlängert, besucht aber nach wie vor ihre Heimat und ist hier gern gesehen.

Gegen den leicht favorisierten Tabellenzweiten erwischten die Wismarerinnen nach nervösem Beginn einen guten Start und führten nach fünf Minuten mit 3:1. Die Abwehr agierte gegen den starken Rückraum der Gäste aufmerksam und im Angriff produzierten die TSG-Damen wenig Fehler, sodass das 6:3 in der 9. Minute durchaus dem Spielverlauf entsprach.

Doch Leipzig mit der überragenden Nele Reimer im Rückraum wurde nun stärker. Den 7:7-Ausgleich (16.) konterte Wismar noch mit einem 11:8 (23.), doch nur fünf Minuten Später führten die Gäste aus Sachsen mit 12:13. Doch wie schon in der Vorwoche gegen Travemünde zeichnete es die Wismarer Mannschaft aus, dass sie immer wieder ins Spiel zurückfand und sich nicht abschütteln ließ. Folgerichtig dann auch die 15:14-Halbzeitführung für das gastgebende Team.

In der zweiten Hälfte waren es dann aber vornehmlich die Gäste, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Die TSG produzierte nun unnötige Fang- und Abspielfehler, wirkte teilweise unkonzentriert und lud Leipzig so zu einfachen Toren ein.

Lediglich der guten kämpferischen Einstellung der Mannschaft war es zu verdanken, dass die Gastgeberinnen immer in Reichweite blieben. Bis zum 20:20 (42.) gelang der TSG immer wieder der Ausgleich, in der Folge liefen sie aber dauerhaft einem Rückstand hinterher. Doch auch das 26:29 (57.) entmutigte die Wismarer Damen nicht und so entwickelte sich eine dramatische Schlussphase, die erst mit einem umstrittenen Pfiff der ansonsten souveränen Schiedsrichter endete.

„Wir haben in der ersten Hälfte ein gutes Spiel gemacht, dann aber im zweiten Durchgang nicht mehr so richtig zu unserem Spiel gefunden und haben deshalb nicht ganz unverdient verloren. In der nächsten Woche müssen wir wieder angreifen, um in den verbleibenden fünf Spielen möglichst noch zehn Punkte zu erkämpfen“, wollte sich Trainer Ronald Frank gar nicht lange mit der unglücklichen Niederlage auseinander setzen. Die Leipziger Trainerin sprach von einem richtig guten und temporeichen Drittligaspiel. Sie komme wegen der vielen Zuschauer und der guten Stimmung ausgesprochen gerne nach Wismar.

Zur personellen Entwicklung sagte Manager Klaus-Dieter Soldat auf der abschließenden Pressekonferenz: „Wir haben aktuell elf Spielerinnen für die neue Saison unter Vertrag und hoffen, in den nächsten zwei Wochen auch auf den jetzt noch vakanten Positionen Vollzug melden zu können, sodass wir dann so früh wie selten zuvor den Kader für die neue Spielzeit zusammengestellt haben könnten.“ Damit ist auch klar, dass das Gros der Mannschaft auch in der kommenden Saison für die TSG auf Torejagd gehen wird und hoffentlich noch punktuelle Verstärkungen im Rückraum erhält.Der Bedarf jedenfalls ist unübersehbar.

In der nächsten Woche steht der TSG ein vorgezogen Endspiel um den fünften Tabellenplatz bevor. Gegen den eine Position vor Wismar platzierten TSV Owschlag müssen die Hansestädterinnen unbedingt gewinnen, um noch eine Chance zur Positionsverbesserung zu haben. Das nächste Heimspiel findet erst am 26. April gegen den SV Grün-Weiß Schwerin statt.

TSG: Steiner, Praetzel — Weng 3, Ninkovic, Brinkies 2, Tegler 7, Wurlitzer 3, Kollecker 4, Yermachek 2/2, Blum, Dürl, Pinkohs, Wolter 6, Topp 1;

7m: Siebenmeter: Wismar 2/2, Leipzig 3/2; Strafminuten: Wismar 2, Leipzig 8 + Rote Karte (Sturm/59.).

Wir haben aktuell elf Spielerinnen für die neue Saison unter Vertrag und hoffen, in den nächsten zwei Wochen auch auf den jetzt noch vakanten Positionen Vollzug melden zu können.“
Manager Klaus-Dieter Soldat



Martin Nowack

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