Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Verlieren verboten: TSG will „Raubmöwen“ rupfen

Wismar Verlieren verboten: TSG will „Raubmöwen“ rupfen

Wismarer Drittliga-Handballerinnen erwarten morgen Travemünde

Voriger Artikel
Statistik
Nächster Artikel
Dassow zurück in der Erfolgspur

TSG-Spielerin Svea Pinkohs (l.) gehört in ihrem Team zu den Leistungsträgerinnen. Kann sie morgen am Kreis die entscheidenden Tore gegen die „Raubmöwen“ erzielen? FOTOs (2): DANIEL KOCH/MARTIN NOWACK/ARCHIV

Wismar. Das ohnehin spannungsgeladene Ostseederby zwischen der TSG Wismar und dem TSV Travemünde bekommt am morgigen Sonnabend ab 16 Uhr in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße eine extra Portion Dramatik. Für beide Teams heißt es im Abstiegskampf: alles oder nichts. Der Verlierer der Partie dürfte es beim Thema Klassenerhalt schwer haben, der Gewinner darf sich zumindest Hoffnung auf ein weiteres Jahr dritte Liga machen.

OZ-Bild

Wismarer Drittliga-Handballerinnen erwarten morgen Travemünde

Zur Bildergalerie

Für die Wismarerinnen ist die Ausgangslage klar. Verlieren sie morgen gegen die selbsternannten „Raubmöwen“ aus Travemünde oder das folgende Heimspiel gegen den VfL Oldenburg II, ist der Abstieg faktisch nicht mehr zu verhindern. Entsprechend hoch ist der Druck und die Spannung im Wismarer Lager.

„Da helfen jetzt auch keine Parolen mehr, und wir müssen nichts beschönigen. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen gewinnen. Der einzige Vorteil, den wir haben, ist das Heimrecht und die Möglichkeit, mit zwei Siegen unsere Ausgangslage im Kampf gegen den Abstieg selbst zu bestimmen“, sieht Manager Klaus-Dieter Soldat aber auch positive Ansätze. Dass das Kapitel dritte Liga innerhalb von nur 60 Minuten ein Ende finden könnte, ist aber auch ihm bewusst.

Deshalb vorfristig die Flinte ins Korn zu werfen, kommt aber für ihn ebenso wenig in Frage, wie für Trainer Jörn Harder. „Es gilt noch vier Partien zu bestreiten und aktuell denken wir nur von Spiel zu Spiel. Im Moment zählt nur Travemünde und sonst nichts. Die Mannschaft ist fokussiert, wie man es für ein solches Spiel erwarten kann. Alles andere wird der Sonnabend zeigen. Wir sind bereit“, lässt Harder keinen Zweifel an der Moral des Teams aufkommen. Ein Umstand, den er auch nach dem verlorenen Minden-Spiel schon gelobt hatte. Aufgeben ist also nicht, ob es hingegen auch sportlich reicht, wird sich am Spieltag zeigen.

Während die Formkurve der TSG Wismar momentan eher einer geraden Linie gleicht, befinden sich die „Raubmöwen“ aus Travemünde gerade auf einem Höhenflug. Sie holten sieben ihrer elf Punkte in den letzten fünf Spielen und gewannen ihre letzten beiden Partien gegen Minden und Oldenburg.

Allerdings gelangen die meisten dieser Erfolge in eigener Halle, während sie auswärts erst ein Spiel (in Heidmark) gewinnen konnten. Zwar konnte auch die TSG Wismar erst fünf Punkte in der Fremde erzielen, allerdings stammen zwei davon aus dem Hinspiel gegen Travemünde, das zugleich der höchste Saisonsieg der Hansestädterinnen (30:17) war.

Und noch etwas sollte den Wismarerinnen Hoffnung machen. Schon einmal steckte die Mannschaft in einer ähnlichen Drucksituation, in der es in zwei Spielen um den Klassenerhalt ging: Vor fast genau sechs Jahren mussten sie in die Zweitligarelegation. Damals setzten sie sich in zwei dramatischen Spielen gegen den VfL Oldenburg II durch, der auch diesmal wieder beteiligt ist. Einige Spielerinnen der aktuellen Mannschaft, wie Mareen Tegler und Justine Steiner werden sich noch gut an die Partien erinnern und vielleicht können sie auch dieses Mal am Ende wieder so ausgelassen jubeln, wie damals.

Martin Nowack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Start für den Neuen
Christian Prokop ist der neue Trainer der deutschen Handballer.

Am Mittwoch startet Christian Prokop als Handball-Bundestrainer. Der Sigurdsson-Nachfolger tritt ein schweres Erbe an. Beim Tag des Handballs geht es für den Neuen ums Kennenlernen - auch die Spieler kennen ihn bisher kaum.

mehr
Mehr aus Sport Wismar
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.