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Vorletztes Heimspiel für Wismars Handballerinnen

Wismar Vorletztes Heimspiel für Wismars Handballerinnen

Die Drittliga-Mannschaft der TSG trifft morgen auf den TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf

Wismar. Nach dem endgültig feststehenden Klassenerhalt können die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar ab sofort befreit aufspielen. Zum vorletzten Heimspiel erwarten die Damen um den scheidenden Trainer Ronald Frank am Sonnabend um 16 Uhr in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße den stark abstiegsbedrohten TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf von 1909.

 

OZ-Bild

TSG-Eigengewächs Jasmin Oldenburg spielt ihre erste Saison für die erste Frauenmannschaft. Im linken Rückraum will sie mit 1:1-Aktionen und Würfen aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgen.

Quelle: Daniel Koch

Wir werden auch in diesem Spiel alles geben, um die Punkte hier in Wismar zu behalten.“Ronald Frank, TSG-Trainer

Hatte Manager Klaus-Dieter Soldat am letzten Wochenende noch gemutmaßt, dass es gegen Hollenstedt um die berühmte Wurst (wichtige Punkte für den Klassenerhalt) gehen würde, steht nach der Niederlage der Gäste gegen Travemünde fest, dass morgen doch eher vegan um die ebenso bekannte goldene Ananas gerungen wird. Zumindest aus Wismarer Sicht trifft diese Aussage zu, der TuS kämpft hingegen noch aktiv um seinen Tabellenplatz. Doch davon will Trainer Ronald Frank nichts wissen: „Wir werden auch in diesem Spiel alles geben, um die Punkte hier in Wismar zu behalten.“

Denn auch wenn die Gäste momentan auf einem Abstiegsplatz stehen, bedeutet dies nicht, dass sie auch absteigen. Bereits vor der Saison zog sich ein Verein aus der dritten Liga zurück und nachdem die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern die Auflösung ihres Teams bekannt gegeben haben, war klar, dass es noch einen Absteiger weniger geben würde.

Wie es mit Bundesligist Reinickendorfer Füchse aus Berlin weiter geht, ist hingegen noch unklar. Ebenfalls aus finanziellen Gründen zurückgezogen, ist dort noch nichteinmal die Meldung für die dritte Liga gesichert. Dass bei all diesem Chaos im Hinblick auf die Frauenhandball-WM 2017 auch noch schnell der Bundestrainer gewechselt wurde und dieser schon wieder von neuen Konzepten spricht, die zeitnah umgesetzt werden sollen, macht den Ausblick für den deutschen Frauenhandball nicht unbedingt hoffnungsvoller. Reformen und Strukturänderungen gab es in den letzten Jahren schon genug und haben zahlreiche wertvolle Handballstandorte vernichtet. Planloser Aktionismus nur um sich für die WM das kaum zu erreichende Ziel Halbfinale stellen zu dürfen sind da eher fehl am Platz.

Doch von all diesen negativen Nebengeräuschen wollen sich die TSG-Damen im Saisonendspurt nicht beeinflussen lassen. Ihnen geht es vielmehr darum, die Saison mit Anstand zu Ende zu bringen und zumindest noch ein paar Pluspunkte zu sammeln, denn mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen, ist die Bilanz der Wismarerinnen alles andere als befriedigend einzustufen. Während Einsatz, Moral und mit leichten Abstrichen auch die Deckungsarbeit stimmen, fehlt es dem Wismarer Team vor allem an Durchschlagskraft im Angriff. Da kommt das Spiel gegen den TuS Jahn Hollenstedt gerade recht, denn im Hinspiel erzielten die Hansestädterinnen mit 32 Treffern ihren persönlichen Saisonrekord und gewannen verdient mit 32:25. Erfolgreichste Schützin in Hollenstedt war Vivien Erdmann, die ja mit ihren 14 Treffern gegen Harrislee bewiesen hat, dass sie aktuell in guter Verfassung ist. Doch ohne Unterstützung wird auch sie die Partie am Samstag nicht im Alleingang gewinnen können. Vor allem von den anderen Rückraumpositionen muss die TSG mehr Druck entwickeln, zumal sich die Gegner bereist in der Vergangenheit auf Wismars Haupttorschützin eingestellt hatten.

Von Martin Nowack

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