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„Wir nehmen den Kampf an“

Wismar „Wir nehmen den Kampf an“

Kapitän Justine Steiner äußert sich zur Krisensituation bei den Handballfrauen der TSG Wismar

Wismar. Sechs Spieltage vor dem Saisonende in der 3. Liga der Handballfrauen liegt die TSG Wismar auf einem Abstiegsplatz und befindet sich in einer äußerst prekären Lage. Negativ-Höhepunkt war die 13:29-Niederlage in Harrislee am vorletzten Sonnabend. Die Leistung war an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Nach dem zwischenzeitlichen 8:7 (17.) gelangen in den restlichen 43 Minuten nur noch sechs Tore!

Am vergangenen Wochenende hatte die Mannschaft spielfrei, am Sonnabend, 4. März, geht es um 16 Uhr zu Hause gegen den Tabellenzweiten   SV Henstedt-Ulzburg wieder um Punkte. Auf Wismarer Seite wird eine Trotzreaktion erwartet. Vereinsführung und Fans haben sich zuletzt sehr kritisch zu den Leistungen geäußert.

In dieser gewiss auch für die Spielerinnen nicht leichten Situation bezieht Kapitän Justine Steiner Stellung. Gegenüber der OZ sagt die Torhüterin: „Die Mannschaft befindet sich im Moment in einer sehr kritischen Lage, die es gilt, schnellstmöglich zu überwinden. Wir wollen keine Ausreden suchen und die desaströsen Leistungen der letzten Wochen auf Verletzungspech oder sonstige Nebensächlichkeiten schieben, die auch andere Mannschaften über die Saison zu verkraften haben.“

Drei Mannschaften steigen ab. Heidmark steht schon als erster Absteiger fest. Auf dem vorletzten Platz steht der TSV Travemünde (7:25 Punkte), davor liegen die TSG Wismar (10:22), HSV Minden- Nord (10:22) und VfL Oldenburg II (11:21). Am kommenden Sonnabend treffen mit Travemünde und Minden zwei direkte Mitkonkurrenten aufeinander. Dann könnte es noch prekärer werden. In Wismar wurden zuletzt Zweifel laut, ob sich die Spielerinnen der Situation bewusst sind. Dazu Justine Steiner: „Wir möchten uns voll und ganz auf die kommenden sechs Spiele konzentrieren, die, das ist uns allen mehr als bewusst, wegweisend für den Verein und den Handball in Wismar sein werden.“

Der Kapitän musste in den letzten Wochen verletzungsbedingt passen. Die Torfrau ist zwar noch nicht ganz schmerzfrei, will aber beim nächsten Spiel wieder auflaufen. Zum Ausblick sagt Justine Steiner: „Unsere Spielweise war zuletzt mehr und mehr von Einzelaktionen geprägt, mit denen man im Mannschaftssport aber keinen Blumentopf gewinnt. Zielführend kann nur sein, das gute Potenzial der einzelnen Spielerinnen und ihre Stärken vollumfänglich in das Mannschaftsgefüge zu integrieren. Nur so werden wir die nächsten Spiele erfolgreich gestalten können. Dabei konzentrieren wir uns nicht nur auf unsere direkten Konkurrenten. Wir stellen uns auf jeden Gegner neu ein und sind der Überzeugung, dass in dieser Liga jede Mannschaft über Kampfgeist und Leidenschaft geschlagen werden kann.“

Als Ansage an das Team meint Justine Steiner: „Voraussetzung ist, dass alle Spielerinnen bereit sind, die guten Trainingsinhalte unseres Trainerteams anzunehmen, immer 100 Prozent zu geben und die eigenen Interessen zugunsten der Mannschaft zurückzustellen.“

Das Team hofft in der schwierigen Situation weiter auf die Unterstützung der Zuschauer. Vier Heimspiele stehen noch auf dem Programm: am 4. März gegen Henstedt-Ulzburg, 18. März gegen Travemünde, 8. April gegen Oldenburg II, 29. April gegen den Buxtehuder SV II. Zudem wird die Mannschaften bei den meisten Auswärtsspielen lautstark unterstützt.

„Wir nehmen den Kampf an, um den Abstieg abzuwenden und das Vertrauen unserer Unterstützer zurückzugewinnen. Unserem Publikum sind wir sehr dankbar für den Rückenwind, den es uns in all den Jahren hat zukommen lassen“, sagt Justine Steiner und appelliert an die Fangemeinde: „Wir hoffen, auch in den kommenden Spielen davon profitieren zu können, um die schwierige Situation zu überwinden und auch in Zukunft hochklassigen Handball in Wismar bieten zu können.“

Heiko Hoffmann

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