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Wismar Wismar unterliegt Leipzig im Spitzenspiel
Mecklenburg Wismar Wismar unterliegt Leipzig im Spitzenspiel
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00:00 18.03.2013
Über weite Strecken fehlte die Durchschlagskraft im Angriff — hier Johanna Brinkies (l.) und Eva-Maria Kollecker, im Hintergrund Liudmila Yermachek. Sechs Tore im ersten Durchgang waren zu wenig. Quelle: alb

HandballNach neun Spielen ohne Niederlage ist die Heimserie der TSG Wismar am Samstag im Topspiel gegen den Tabellenzweiten HC Leipzig II gerissen. Die Wismarerinnen unterlagen vor 750 Zuschauern nach torarmer erster Halbzeit mit 19:21 (6:8), bleiben aber dank der Niederlagen von Buxtehude II und Owschlag weiter Dritter in der Tabelle.

Da Trainer Ronald Frank an diesem Nachmittag privat verhindert war, leitete Co-Trainerin Marina Bratenkowa die Geschicke an der Seitenlinie der Wismarerinnen und reagierte bereits nach den ersten elf Minuten mit einer Auszeit auf den recht tempolosen Auftritt ihrer Mannschaft in der Anfangsphase. Zwar startete die TSG mit einem 3:1 (9.), doch schon zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass es in diesem Spiel wohl kaum einen neuen Torrekord geben würde.

Zu sehr konzentrierten sich beide Teams auf die Deckungsarbeit und machten ihre Arbeit dort mehr als gut. Die Mannschaften ließen kaum zwingende Torchancen zu und wenn dann doch einmal Würfe auf die Tore kamen, reagierten die beiden Torhüterinnen oftmals glänzend. Hinzu kamen auf beiden Seiten zahlreiche technische Fehler und unvorbereitete Torwürfe, die einen rechten Spielfluss nicht aufkommen lassen wollten.

Vor allem auf Wismarer Seite ließ die Angriffseffektivität deutlich zu wünschen übrig. Ob es daran lag, dass sowohl Regisseurin Eva-Maria Kollecker mit Magen-Darm-Erkrankung, wie auch Rechtsaußen Svea Pinkohs mit starker Erkältung angeschlagen ins Spiel gingen, ist nicht abschließen zu klären, aber auch Linkshand Christin Wolter hatte nicht ihren stärksten Tag erwischt. Zusammen erzielten die drei Spielerinnen gerade einmal zwei Tore. In der Vorwoche in Rostock zeichnete das Trio noch für 16 Treffer verantwortlich, im letzten Heimspiel gegen Altlandsberg waren es sogar 19. Nach der 5:3-Führung (13.) gelang den Gastgeberinnen 20 Minuten lang nur ein einziges Tor. Leipzig war in dieser Zeit acht Mal erfolgreich und führte kurz nach dem Wechsel mit 6:11. Beim Stand von 9:14 (42.) schien die Partie gelaufen zu sein, doch die Einwechslung von Maria Wurlitzer sollte das Wismarer Angriffsspiel in der Folge deutlich beleben. Plötzlich wurden die Wismarer Angriffe mit deutlich mehr Tempo und dem notwendigen Druck gespielt.

Spätestens beim 16:17 (55.) war die Begegnung wieder offen, doch erneut waren die Hansestädterinnen vor dem Tor nicht konzentriert genug. So wurden im Spielverlauf gleich drei Siebenmeter verworfen.

Wenn die TSG sonst mit einer fast 90-prozentigen Siebenmeterquote aufwarten kann, musste sie sich gegen Leipzig mit gerade einmal 50 Prozent zufrieden geben. In einem Spiel mit so wenigen Tormöglichkeiten macht sich so eine Quote noch deutlicher bemerkbar.

Auch wenn sich die Gastgeberinnen, unterstützt vom nun aufgetauten Wismarer Publikum, bis zum Ende nicht aufgaben, zu einem Punktgewinn gegen die beste Abwehr der Liga sollte es aber nicht mehr reichen.

Co-Trainerin Marina Bratenkowa war dennoch zufrieden mit dem Auftreten ihrer Mannschaft. „Das war heute die beste Leistung der Mannschaft in dieser Saison“, lautete ihr Fazit nach spannenden 60 Minuten, wobei sie sich wohl vornehmlich auf die Defensivleistung ihrer Spielerinnen bezog.

Ihr nächstes und gleichzeitig letztes Heimspiel in dieser Saison bestreiten die Hansestädterinnen erst am 13. April gegen den Tabellenzwölften Frankfurter HC II. Eine Woche zuvor müssen sie beim Letzten HC Neustadt Sachsen-Sebnitz antreten, an den nächsten beiden Wochenenden sind die TSG-Damen spielfrei.Wismar: Steiner, Praetzel — Ninkovic, Brinkies 4, Wowarra, Tegler 1, Wurlitzer 2, Kollecker 1, Yermachek 10/3, Blum, Duhr, Pinkohs, Wolter 1;

Siebenmeter: Wismar 6/3, Leipzig 2/1;

Strafminuten: Wismar 2, Leipzig 6.

Martin Nowack

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