Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Wismar verschafft sich Erfolgserlebnis gegen Hollenstedt

Wismar Wismar verschafft sich Erfolgserlebnis gegen Hollenstedt

Mit einem ungefährdeten 24:17 (12:9)-Heimerfolg gewinnen die Drittliga-Handballerinnen der TSG das Heimspiel / Für Aufregung sorgte die Gästetorhüterin

Voriger Artikel
Wie aus einer fixen Idee ein Halbmarathonläufer wird
Nächster Artikel
Mecklenburger Boxer geben im Ring den Ton an

Antonia Zimmermann erzielte fünf Tore und kassierte von der Gästetorhüterin einen Schlag ins Gericht, als sich die Wismarer Spielerin für ihren versehentlichen „Kopftreffer“ entschuldigte.

Quelle: Daniel Koch (3)

Wismar. Die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar haben am Sonnabend ihr Heimspiel gegen TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf mit 24:17 (12:9) gewonnen. Beiden Teams war schon in der Startphase anzumerken, dass der ganz große Druck nicht mehr da war. Für Wismar ging es lediglich um ein positives Erlebnis, für Hollenstedt maximal noch um die sehr unrealistische Chance, die direkten Abstiegsränge zu verlassen. So blieben Tore, ebenso wie ansehnliches Aufbauspiel, zunächst Mangelware.

Statistik

TSG Wismar mit: Borkowski, Schultz - Berger, Zimmermann 5, Kriegsmann 2, Bibow 2, Oldenburg 2, Krohn, Martin, Dürl 3, Pinkohs 3/1, Erdmann 7/4

Siebenmeter: Wismar 6/5, Hollenstedt 9/6

Strafminuten: Wismar 8, Hollenstedt 8 + Rote Karte (38./Schwanke/grobe Unsportlichkeit)

Das Restprogramm: 17.4., 15 Uhr Buxtehuder SV II—TSG Wismar, 24.4., 15 Uhr: TSG Wismar—Henstedt-Ulzburg

Für ein wenig Abwechslung sorgten zunächst noch die beiden Schiedsrichter, denen die Siebenmeter-Entscheidungen anfänglich sehr leicht fielen. So gelang es Hollenstedt zumindest ergebnistechnisch bis zum 4:4 (10.) im Spiel zu bleiben. Im Anschluss gelang es den Gästen kaum mehr das Wismarer Tor in Bedrängnis zu bringen, was allerdings auch an der souverän agierenden Antje Borkowski im Wismarer Gehäuse lag. Bis zum 10:5 (24.) zog die TSG davon und hatte bis zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwei Tore aus dem Spiel heraus hinnehmen müssen. In den verbleibenden Minuten bis zur Pause ließ die Konzentration der Gastgeberinnen allerdings merklich nach, sodass Hollenstedt teilweise auf zwei Treffer verkürzen konnte. Mit dem Pausenpfiff erzielte Svea Pinkohs allerdings die erneute drei-Tore-Führung für die TSG, natürlich per Siebenmeter.

Nach dem Wechsel präsentierten sich die Hansestädterinnen dann allerdings wieder konzentrierter und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Zeitweise ließen die sehenswerten Treffer das Fehlen von gleich fünf Stammkräften (Justine Steiner, Maren Tegler, Johanna Brinkies, Laura Blum und Eva-Maria Passow) vollkommen vergessen. Als Antonia Zimmermann mit einem Konter das 17:10 (39.) erzielte, war nicht nur das Spiel vorzeitig entschieden, sondern erlebten die Zuschauer auch den negativen Höhepunkt einer ansonsten ereignisarmen Partie. Bei ihrem Wurf hatte Zimmermann unabsichtlich die gegnerische Torhüterin mit dem Ball am Kopf getroffen. Ihre anschließende Entschuldigung beantwortete die Torhüterin mit einem fiesen Schlag ins Gesicht von Antonia Zimmermann, die daraufhin verletzt zu Boden ging. Folgerichtig erhielt die Torhüterin für die Unsportlichkeit die Rote Karte und zahlreiche Unmutsbekundungen des aufgebrachten Wismarer Publikums. Lediglich die Tatsache, dass die beiden Schiedsrichter die Situation nicht in Gänze beobachtet hatten, könnte sie vermutlich vor einer nachträglichen Sperre bewahren. Die Wismarerinnen ließen sich von dieser Szene glücklicherweise nicht beeindrucken und setzten ihren Lauf fort. Bis auf 22:11 (47.) zogen sie davon, bevor Trainer Ronald Frank munter durchwechselte und wie er es später bezeichnete „das neue Gesicht der TSG Wismar“ präsentierte. So kam unter anderem die gerade 17 Jahre alt gewordene Jennifer Martin zu ihrem ersten Einsatz in der dritten Liga und auch Emilie Krohn sammelte weitere Einsatz- und Erfahrungsminuten bei den ersten Frauen. In der nächsten Woche reisen die Wismarerinnen zum letzten Auswärtsspiel nach Buxtehude und werden dabei wie gewohnt von zahlreichen Anhängern begleitet. Der Fanbus startet um 11 Uhr am Hintereingang der Sporthalle und wird gegen 20 Uhr in Wismar zurückerwartet.

Von Martin Nowack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund

Nach klarer Führung musste die Mannschaft beim Mecklenburger SV aber noch zittern / Zeitweise waren nur zwei Stralsunder Spielerinnen und die Torfrau auf dem Feld

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Wismar
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.