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Zwei Stunden Unterschied zwischen Erstem und Letztem

Hohen Wieschendorf Zwei Stunden Unterschied zwischen Erstem und Letztem

Der Wismarer Reinhard Helwing kam nach fast drei Stunden aus dem Wasser.

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Helfer der DLRG nahmen die Schwimmer auf den letzten Metern in Empfang. Viele hatten erstmal wacklige Beine.

Quelle: Fotos: Heiko Hoffmann

Hohen Wieschendorf. Das 20. Langstreckenschwimmen durch die Wismarbucht ist Geschichte. Am Ende gab es Urkunden, Shirts und Handtücher für die Teilnehmer als Erinnerung. Und für viele Helfer, die seit Jahren das Event unterstützen, ein Präsent und Sonderapplaus von den Aktiven.

Der Sieger, Benjamin Konschak aus Berlin, benötigte für die 3,5 Kilometer von Hinterwangern auf der Insel Poel bis nach Hohen Wieschendorf nur 47 Minuten und 16 Sekunden. Der Rekord von André Wilde aus dem Jahr 2002 (0:38:25) blieb damit unangetastet. Als die Siegerehrung noch im Gange war, befand sich Reinhard Helwing auf der Zielgeraden. Er kam als 112. ins Ziel — nach zwei Stunden, 49 Minuten und 20 Sekunden. Der Wismarer kennt das Gefühl, als letzter Schwimmer aus dem Wasser zu kommen. Im Jahr 2011 benötigte er noch etwas länger (2:51:42). In jenem Jahr stieg ein Mann noch später aus dem Wasser (2:55:57).

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War mit sich und der Zeit beim vierten Start zufrieden: Nick Hoffmann (17) aus Wismar.

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Dass die Bedingungen in diesem Jahr härter waren als 2013, die Erfahrung machte auch Peter Holdt. Der Wismarer, der an vielen Wettkämpfen teilnimmt, benötigte am Sonntag gut 20 Minuten mehr. Zum Start in Hinterwangern sagte er: „Der Wind und die Wellen von etwa einem halben Meter standen uns direkt gegenüber. Dann der nächste Schock: Die erste Berührung mit dem Wasser, die angekündigten 18 Grad halte ich für ein Märchen, binnen Sekunden wuchsen Zentimeter dicke Frostbeulen an meinen Füßen. Schon nach den ersten Metern wurde mir klar — das Wismarbuchtschwimmen ist nichts für Weicheier.“

Zwischendurch hatte er Probleme mit der Orientierung. Nicht nur wegen der Wellen. Denn beim Richten der Brille war diese mit Melkfett beschmiert. „Nach gut der Hälfte der Strecke wurde es richtig kalt, meine Kräfte schwanden rapide und die Schwimmgeschwindigkeit nahm stark ab. So schleppte ich mich mit Brust- und Rückenschwimmen und Kraulen von Boje zu Boje.“ Am Ende war der Wismarer trotzdem froh, seinen inneren Schweinehund überwunden zu haben: „Ich war stolz und überlege, ob ich nächstes Jahr wieder mitmache — bei 20 Grad und Rückenwind.“

Neoprenanzüge sind übrigens nicht erlaubt bei dem Schwimmen.

 



Heiko Hoffmann

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