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Stadt in Not: Abwarten oder neu bauen?

Neukloster Stadt in Not: Abwarten oder neu bauen?

Neukloster fehlt Platz in der Regionalen und der Grundschule / Entscheidung hängt von der Förderschule ab

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In Neukloster sind die Grundschule (vorn) und die Förderschule Fritz Dietlof von der Schulenburg mit Schwerpunkt Lernen in unterschiedlichen Flügeln eines Gebäudes untergebracht.

Quelle: Fotos: Sylvia Kartheuser, Karsten Schulz

Neukloster. Die Regionale Schule und die Grundschule in Neukloster leiden seit Jahren unter Platzmangel. Auch im Hort ist es eng. Rein theoretisch könnte die Stadt neu bauen. „Aber ob das so sinnvoll ist, wissen wir eben nicht“, sagt Bürgermeister Frank Meier (parteilos). Die Gründe sind die Förderschule „Fritz Dietlof von der Schulenburg“ mit dem Schwerpunkt Lernen und die vom Bildungsministerium in Schwerin geforderte Inklusion, bei der lernschwache und lernstarke, behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam in den gleichen Klassen unterrichtet werden sollen.

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Neukloster fehlt Platz in der Regionalen und der Grundschule / Entscheidung hängt von der Förderschule ab

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„Als es 2012 mit der Inklusion losging, dachten wir alle, dass sich die Förderschulen bis 2017 oder kurz danach wohl erledigt haben würden, weil sie ja keine ersten Klassen mehr bilden sollten. Das wird aber nicht der Fall sein“, stellt Frank Meier fest. Derzeit scheine keiner so recht zu wissen, wie es mit diesen speziellen Bildungseinrichtungen weitergehen soll.

Neuklosters Problem: Die Förderschule „Fritz Dietlof von der Schulenburg“ und die Grundschule sind unter einem Dach untergebracht. „Wenn wir jetzt neu bauen, um für die Grundschule und den Hort mehr Platz zu schaffen und die Förderschule dann in ein, zwei Jahren doch geschlossen wird, haben wir unnötig Geld ausgegeben“, umreißt Neuklosters Bürgermeister seine Verunsicherung. Auf der anderen Seite möchte er Kindern und Lehrern den jetzigen Zustand nicht länger als unbedingt nötig zumuten.

Also hat sich Frank Meier an den Schulträger gewandt, den Landkreis. „Mein Eindruck ist, dass die Kreisverwaltung ernsthaft bestrebt ist, die Förderschule weiter zu führen“, sagt der Bürgermeister.

Allerdings komme es immer auf die gesetzlichen Grundlagen an — und die seien nun mal gar nicht klar.

Neukloster hat zudem die Besonderheit, dass die Grundschule und die Regionale Schule getrennt sind, mit eigenen Schulleitern, eigenen Sekretariaten und so weiter. Nun gibt es in der Stadt Überlegungen, beide Einrichtungen zusammenzulegen als Regionale Schule mit Grundschule. „Mein Vorschlag ist, dass sich erst einmal alle Ausschüsse zu einer gemeinsamen Sitzung treffen, um darüber zu diskutieren, denn zu dem Thema haben alle etwas zu sagen“, erklärt Frank Meier. Anschließend könnten sich die einzelnen Fachausschüsse jeweils mit ihrem speziellen Bereich befassen.

Hans-Joachim Jantzen (SPD) begrüßt diesen Vorschlag. Er ist sicher: „Das ist ein Prozess, den wir nur gemeinsam angehen können.“ Sich etwas anzusehen, sei manchmal der einfachste Weg zu einer Lösung, so Andree Kopitzke (Wähler für Neukloster). Vielleicht gibt es ja in Schleswig-Holstein oder im Hamburger Umland eine Schule mit ähnlichem Konzept. „Dann könnten wir uns ja mal in ein paar Autos setzen und hinfahren“, schlägt der Stadtvertreter vor. Schließlich habe das auch gut funktioniert, als eine Entscheidung zum Bau der Sporthalle anstand.

Sven Jantzen (SPD) weist darauf hin, dass vor dem Ausflug geklärt werden müsse, wie groß der Unterschied von vorhandenen zu benötigten Räumen sei. Das bestätigt auch Frank Meier: „Ohne den Bedarf der Grundschule zu kennen, wäre nicht nur die Fahrt, sondern die ganze Diskussion müßig.“

Die Schulen

Die eigenständige Grundschule gibt es seit dem Schuljahr 1998/99. Unterrichtet werden dort etwa 220 Schüler. Die Schule im Neubaugebiet am Sonnenberg befindet sich unter einem Dach mit der Förderschule Fritz Dietlof von der Schulenburg, mit dem Schwerpunkt Lernen.

Die Regionale Schule wurde 1874 als Übungsschule für angehende Lehrer gegründet. Mehr als 300 Schüler werden dort in 17 Klassen unterrichtet. Das Einzugsgebiet reicht von Zurow, Glasin und Ventschow bis Warin. Seit zehn Jahren ist es eine offene Ganztagsschule.

Von Sylvia Kartheuser

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