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Wismar Stadtoberhaupt gesucht: Die Wismarer haben die Wahl
Mecklenburg Wismar Stadtoberhaupt gesucht: Die Wismarer haben die Wahl
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06:45 12.04.2018
Blick auf Wismar. Quelle: Norbert Wiaterek
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Wismar

Die Hansestadt, ein Amt – und vier Männer: Am kommenden Sonntag ringt ein Kandidaten- Quartett um den höchsten Posten von Wismar. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) will sein Amt in der SPD-Hochburg Wismar verteidigen. Aber auch Hans-Martin Helbig (FDP, unterstützt von CDU, Grünen und Für-Wismar-Forum), Horst Krumpen (Die Linke) und Angelo Tewes (AfD) wollen auf den Thron. Etwa 35000 Wahlberechtigte ab 16 Jahre haben am 15. April die Wahl. Alle Kandidaten hatten im Vorfeld betont, dass sie – natürlich – als Stadtoberhaupt des Industrie-, Wissenschafts- und Kulturzentrums geeignet seien.

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Am Sonntag wollen vier Kandidaten Bürgermeister der Hansestadt werden

Themen gibt es viele, die den Wismarer Wählern auf den Nägeln brennen. Dazu gehören die Zukunft der Werft, Innenstadtverkehr und Parkmöglichkeiten, Tourismus und die „Bettensteuer“ sowie Sicherheit in der Stadt. Dies und mehr brachten viele Einwohner kürzlich bei einem OZ-Forum, der letzten gemeinsamen Fragerunde der Kandidaten vor der Wahl, zur Sprache. So kritisierte Helbig die Bürgschaften für die MV Werften, warum müsse dies sein? Beyer entgegnete, dass der Aufschwung bei der Werft große Auswirkungen auf Wismar haben werde. Denn: Zeitweise würden mit den Werftarbeitern 3000 zusätzliche Menschen in Wismar leben. Heiß diskutiert wurde die „Brötchentaste“. Wismar brauche ein vernünftiges Parkleitsystem, forderte Krumpen.

Kostenlose Parkplätze seien rar. Tewes befürwortete eine Brötchentaste. Man könne die Zeit begrenzen, so dass sie nur für eine kurze Besorgung reiche. Das Tourismus-Konzept der Stadt erhielt reichlich Gegenwind. Vor allem die „Bettensteuer“ wurde von Helbig und Tewes kritisiert. Gäste müssen in Wismar fünf Prozent Aufschlag auf den Übernachtungspreis zahlen. Beyer verteidigte die „Bettensteuer“, die der Stadt Einnahmen gebracht habe. Damit könne man die Infrastruktur erhalten.

Aufregung gab es beim Thema Sicherheit auf Wismars Straßen. AfD-Mann Tewes sagte, dass er sich vor allem im Dunkeln nicht sicher fühle. Schuld seien die vielen illegalen Zuwanderer. Krumpen, Beyer und Helbig wiesen dies einhellig zurück.

In Rostock steht mehr als 170000 Wahlberechtigten 2019 ein wahrer Wahlmarathon bevor. Am 26. Mai werden die Rostocker über ein neues Europa-Parlament – der Termin steht – sowie wohl über eine neue Bürgerschaft und einen neuen Oberbürgermeister abstimmen. Amtsinhaber Roland Methling (UFR) wird 2019 nicht mehr antreten dürfen. Er hätte am Wahltag das Höchstalter (65) für die Wiederwahl überschritten. Methling wurde 2005 und 2012 zum OB gewählt.

In Greifswald ging Stefan Fassbinder (Bündnis 90/Die Grünen) 2015 als Oberbürgermeister-Kandidat eines parteiübergreifenden Bündnisses (Bündnisgrüne, SPD, Linke, Piratenpartei) ins Rennen. Er gewann die Stichwahl im Mai mit 15 Stimmen Vorsprung.

In Stralsund trat Alexander Badrow (CDU) im Mai 2008 bei der Wahl zum Oberbürgermeister gegen fünf Mitbewerber an – und gewann dann die Stichwahl. Im April 2015 wurde er wiedergewählt. 2022 ist die nächste OB-Wahl.

Schmidtbauer Bernhard

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