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Wismar Standgebühr: Markthändler sollen künftig mehr zahlen
Mecklenburg Wismar Standgebühr: Markthändler sollen künftig mehr zahlen
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00:01 08.06.2017
Blick auf den Wochenmarkt in der Wismarer Innenstadt. Die Stände sind immer gut besucht. Ende Juni befasst sich die Bürgerschaft erneut mit der geplanten Entgelterhöhung für die Stände auf den Märkten. Quelle: Foto: Nicole Buchmann
Wismar

Eine komplett neue Vorlage für die Wochenmärkte in der Hansestadt hat am Dienstagabend für zufriedene Gesichter im Wirtschaftsausschuss gesorgt. Statt einer komplizierten, teils formal fehlerhaften Satzung wie noch vor ein paar Wochen legte die Verwaltung eine Entgeltordnung vor, die die Vergabe von Marktständen über privatrechtliche Verträge regelt.

Festgeschrieben sind dort unter anderem die Gebühren je laufenden Meter und Tag sowie die Rechte und Pflichten der Vertragspartner. Neu für die Marktbeschicker unter anderem: Mindestens ein Feuerlöscher ist an den Ständen zu installieren.

Die von der Verwaltung geplante Erhöhung der Standgebühren wurde bereits breit diskutiert (die OZ berichtete). Grundlage für die Änderung ist ein Bürgerschaftsbeschluss, nach dem die Wochenmärkte kostendeckender arbeiten sollen. Auch in diesem Punkt lenkte die Verwaltung ein: Statt einer Verdopplung des Entgeltes an Samstagen soll ein Stand pro laufenden Meter an diesem Tag nun vier statt 2,50 Euro kosten. Eine bislang avisierte weitere Erhöhung der Entgelte im Jahr 2019 sei damit vom Tisch. Im Hinblick auf die Öffnungszeiten der Märkte wurde die Meinung der Händler berücksichtigt, die sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung an Samstagen ausgesprochen hatten. So bleibt da alles beim Alten. Lediglich in Wendorf soll der Wochenmarkt samstags schon eine Stunde früher schließen – um 14 Uhr.

Laut Verwaltung würden die Kosten auf dieser Grundlage zu 96 Prozent gedeckt, bislang waren es 46 Prozent. Der Grund unter anderem: sinkende Personalkosten (54000 Euro statt zuvor kalkulierter 67000 Euro) – gleichzeitig der größte Posten in der Kalkulation.

Die niedrigeren Personalkosten erklärte die Stadt damit, dass sie die Tätigkeiten des Marktmeisters nach den entsprechenden Diskussionen über die erste Vorlage überprüft und festgestellt habe, dass der Marktmeister auch beim Schwedenfest im Einsatz sei. Demzufolge sei er nur zu 94 Prozent als Marktmeister beschäftigt. Weitere Gründe für die fast ausgeglichene Kosten-Nutzen-Rechnung: der Wegfall der zuvor geplanten längeren Öffnungszeiten und die Mehreinnahmen aus den Entgelten.

Der Ausschuss stimmte der überarbeiteten Vorlage zu. Der Rechnungsprüfungsausschuss, in dem die erste Vorlage zuvor moniert worden war, sieht laut Verwaltung nun keine Notwendigkeit mehr, noch einmal über diesen neuen Vorschlag zu beraten.

Erneut Thema wird die Entgeltordnung in knapp zwei Wochen hingegen im Finanzausschuss sein und dann Ende des Monats in der Bürgerschaft.

Nicole Buchmann

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