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Wismar Start für Hornstorfs größtes Bauvorhaben
Mecklenburg Wismar Start für Hornstorfs größtes Bauvorhaben
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00:00 01.10.2016
Die in Gelbgrün markierte Fläche ist das Geltungsgebiet für den Bebauungsplan „Am Gärtnerweg“ in Hornstorf. 26 Häuser können dort gebaut werden. Nördlich sind die Bahnschienen zu sehen. Quelle: Fotos: Archiv

Die Gemeindevertreter haben die Satzung einstimmig beschlossen. Jetzt kann am Gärtnerweg in Hornstorf gebaut werden. Für 26 Grundstücke, von denen 22 der Gemeinde gehören, sollen am Dienstag, 4. Oktober, die Erschließungsarbeiten beginnen. Für 17 Uhr ist der erste Spatenstich vorgesehen. Mit ihrem größten Bauvorhaben, in das sie rund 800

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Gemeinde erschließt 26 Grundstücke für Eigenheime / Erster Spatenstich am Gärtnerweg ist am 4. Oktober

000 Euro investiert, will die Gemeinde als Wohnstandort vor den Toren Wismars noch attraktiver werden.

Die Arbeiten beginnen mit dem Bau der Planungsstraße, die später Am run’n Barg heißen soll. Über sie sollen alle Grundstücke erschlossen werden.

„Das Interesse ist riesig“, sagt Bürgermeister Andreas Treumann (parteilos). 19 der gemeindeeigenen und zwei der privaten Grundstücke hätten sich Interessenten bereits reservieren lassen. Wann sie mit dem Bauen loslegen können, steht noch nicht fest. „Aber ich denke, dass die Grundstücke spätestens im April vermessen werden können und anschließend die Häuslebauer zum Zuge kommen“, erklärt er.

Klaus Müller vom Büro für Architektur und Bauleitplanung in Wismar lobte die Arbeit aller beteiligten Gremien. „Wenn man bedenkt, dass der Aufstellungsbeschluss im Dezember 2015 gefasst wurde und wir jetzt die Bausatzung beschließen, ist das sehr schnell.“ Dabei sei die Neuordnung und Umgestaltung der Altplanung von 1992 keineswegs einfach gewesen. Für die Abstimmungen mit der Raumordnungsbehörde und der Hansestadt Wismar habe es mehrere Gespräche benötigt. „Aber jetzt haben wir ihre Zustimmung“, sagte Klaus Müller den Gemeindevertretern.

Ein Grund für die neue Planung: Nach dem Ursprungsentwurf wäre nur eine einseitige Bebauung an der Erschließungsstraße möglich gewesen. „Das wird heutzutage allein schon aus Kostengründen nicht mehr gemacht“, erklärte der Planer. Jetzt ist die Straßenführung so, dass an beiden Seiten gebaut werden kann.

Wie groß die Grundstücke im Einzelnen werden, steht noch nicht fest. Sie würden aber „großzügig bemessen“ sein, so Klaus Müller. 30 Prozent der Grundstücksfläche dürfen mit einem Einzelhaus bebaut werden. „Aber wir haben festgelegt, dass pro Haus maximal eine Einliegerwohnung möglich ist, damit keine Blöcke mit vier oder mehr Wohnungen entstehen“, führte Andreas Treumann aus. Schließlich solle der dörfliche Charakter des Ortes erhalten bleiben.

Mit einem Punkt, der bei anderen Bauvorhaben oft Probleme bereitet, gibt es in Hornstorf keine Schwierigkeiten: den Ausgleichsmaßnahmen. „Wir können die Wünsche der Unteren Naturschutzbehörde komplett in dem Baugebiet umsetzen“, versicherte Klaus Müller. Beispielsweise werde aus einer Grünfläche eine Streuobstwiese, die ökologisch einen deutlich höheren Wert habe. „Den Rest des Ausgleichs bekommen wir an der Erschließungsstraße und einigen kleineren Flächen hin.“

Bevor die Grundstücke verkauft werden können, muss die Gemeinde finanziell in Vorleistung gehen. Für die nötigen 800000 Euro musste sie einen Kredit aufnehmen. Doch Andreas Treumann ist sicher: „Das große Interesse zeigt, dass wir richtig entschieden haben.“

Sylvia Kartheuser

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