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Steiler Kurs nach oben für die Bauingenieure in Wismar

Wismar Steiler Kurs nach oben für die Bauingenieure in Wismar

16,7 Millionen Euro kostete der Neubau an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule / Gestern wurde der Schlüssel für Haus 6 offiziell übergeben

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34 Labore und eine große Laborhalle, eine Werkstatt sowie ein Wirtschaftshof befinden sich in Haus 6. Viel Platz für Ideen und Praxis.

Quelle: Fotos: Vanessa Kopp

Wismar. Die provisorischen Zeiten haben ein Ende, die angehenden Bauingenieure an der Wismarer Hochschule arbeiten seit März auf hochmodernem Niveau. 2003 wurde mit der Planung für Haus 6 begonnen, gestern wurde der Neubau offiziell eingeweiht. Weit über 250 Gäste sind der Einladung der Hochschule gefolgt, um sich die Labore und Werkstätten anzuschauen. „Bis heute Vormittag sind noch die Bagger gerollt – und auch noch nicht ganz fertig“, gab Prof. Bodo Wiegand-Hoffmeister, Rektor der Hochschule, zu. Etwas Bauschutt vor Haus 6 muss noch beräumt werden.

OZ-Bild

16,7 Millionen Euro kostete der Neubau an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule / Gestern wurde der Schlüssel für Haus 6 offiziell übergeben

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Der Studienbereich Bauingenieurwesen ist seit 2006 in Wismar konzentriert, nachdem die beiden weiteren Standorte in Neubrandenburg und Rostock geschlossen wurden. „Dieser Neubau ist eine Investition für die gesamte Ingenieursausbildung“, betonte Prof. Ingo Müller, Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. „Dadurch können wir junge Menschen für den Studiengang motivieren und schaffen ihnen attraktive Bedingungen.“ Ein Student, der sich für Wismar entscheide, werde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Mecklenburg-Vorpommern bleiben. „Denn wir haben einen deutlichen Mangel an Ingenieuren“, sagte der Dekan. „Dieser Neubau ist eine Chance für unser Land.“

Rund 1600 künftige Ingenieure studieren an der Hochschule in Wismar, davon rund 600 Bauingenieurswesen. „Die Bauzeit war schwierig für die Studenten“, erinnerte sich Prof. Dieter Glaner, Leiter des Bereichs. „Mit den räumlichen und den technischen Ressourcen, die uns nun gegeben sind, sind wir wunschlos glücklich.“ Jetzt liege es an den Studenten, Lehrkräften und Mitarbeitern, das Gebäude mit Leben zu füllen. Mit der personellen Situation ist Glaner jedoch nicht zufrieden. „Unser Bereich ist veraltet. Ich zähle mit meinen 57 Jahren zu den jungen unter uns Professoren“, erzählte er. „Dadurch entstehen gravierende Lücken in der Lehre.“ Und auch bei den Mitarbeitern gebe es mehr Bedarf. „Ich wünsche mir, dass es zukünftig schnellere Entscheidungen bei den Neubesetzungen gibt“, sagte Dieter Glaner. Denn die Anzahl der Studenten in seinem Fachbereich sei entgegen der Prognose angestiegen. Auch bei finanziellen Ressourcen wünsche er sich flexiblere Möglichkeiten. „Doch ich bin mir sicher: Können wir das schaffen? Yo, wir schaffen das“, zitierte der Professor zum Abschluss seines kritischen Vortrags die Fernsehfigur Bob der Baumeister.

Für Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) ist das neue Haus 6 eine Vorzeigebeispiel für die Hochschulreform vor 13 Jahren. „Wir haben damals beschlossen, einige Bereiche an bestimmten Orten zu konzentrieren, so wie hier das Bauingenieurwesen.“ Und dafür sei im Gegenzug ein Ausbau an diesen Punkten versprochen worden, erklärte Brodkorb. „Zwar war der Neubau etwas teurer als gedacht, doch wo ein Spaten in den Sand gesetzt wird, muss auch ein Haus fertig gebaut werden.“ Insgesamt 16,7 Millionen Euro investierte das Land in das Gebäude und die Ausstattung. „Damit haben wir eine wichtige Säule in der Landesentwicklung geschaffen“, so Brodkorb. Tilo Gundlack (SPD), Präsident der Wismarer Bürgerschaft, betonte, dass die Hochschule für die Hansestadt außerordentlich bedeutend sei.

Zahlen und Fakten

16,7 Millionen Euro investiert das Land Mecklenburg-Vorpommern in die Planung, den Bau und die Ausstattung des Gebäudes am Hochschulstandort in der Hansestadt Wismar. Die Gesamtfläche des Neubaus beträgt rund 5800 Quadratmetern.

Darauf befinden sich: ein Hörsaal mit 108 Plätzen, ein Seminarraum mit 36 Plätzen, sieben Labore Baustoffe, sieben Labore Bauchemie, sieben Labore Baukonstruktion/ Bauphysik, vier Labore Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft, drei Labore Geotechnik, zwei Labore Verkehrsbau, eine Laborhalle Festigkeitslehre/Konstruktiver Ingenieurbau, vier Labore KBauMV, eine Werkstatt, ein Wirtschaftshof mit Außenlager.

Sieben Jahre dauerte die Planungphase, vier Jahre die Bauzeit. Im März startete der Studien- und Laborbetrieb.

Vanessa Kopp

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