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Wismar Steinhausen: Neuer Plan fürs Gartengelände
Mecklenburg Wismar Steinhausen: Neuer Plan fürs Gartengelände
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07:38 05.12.2017
Die Bauherren bekommen viel Spielraum zur Gestaltung.Claus Müller, Planer Quelle: Foto: Norbert Wiaterek
Neuburg

Im Ortsteil Steinhausen hat die Gemeinde Neuburg noch Flächen, die bebaut werden könnten. Es würde der Straße Am Fischmarkt sogar gut tun, sagt Claus Müller vom Architektur- und Planungsbüro aus Wismar: „Im Prinzip würde damit eine große Baulücke gefüllt.“ Neuburgs Gemeindevertreter stimmten geschlossen für den Entwurf und die Auslegung der Ergänzung zum Bebauungsplan für den Ortsteil Steinhausen.

Auf der etwa 6000 Quadratmeter großen Fläche könnte nach Claus Müllers Plan Platz für vier Einfamilienhäuser sein. „Die Grundstücke sollten der Umgebung angepasst und daher nicht zu klein sein“, erklärte er den Gemeindevertretern. Zudem sei es sinnvoll, eine Straße beidseitig zu bebauen. Das ist derzeit dort nicht der Fall. „In der Fläche gibt es zwar noch einige Leitungen. Sie liegen aber so, dass sie keine Probleme machen“, ist der Planer sicher. Bei der Gestaltung solle den Bauherren möglichst freie Hand gegeben werden, „um individuelles Wohnen zu ermöglichen“, so Claus Müller. Die Festlegungen im Bebauungsplan sollen nur dafür sorgen, dass sich die neuen Häuser harmonisch in das Gesamtbild einpassen.

In dem Baugebiet sind nur Einzelhäuser zugelassen, keine Doppel- und auch keine Reihenhäuser. In einem Haus dürfen maximal zwei Wohnungen gebaut werden. „Das haben wir aus leidvoller Erfahrung so bestimmt“, begründete Bürgermeisterin Heidrun Teichmann (Linke) die Einschränkungen.

Da dort schon Häuser stehen, sei die Erschließung der Grundstücke relativ einfach. Eventuell würden sich sogar bestehende Versorgungsleitungen nutzen lassen. „Das müssen wir aber noch prüfen“, erklärte Claus Müller.

Auch wenn es nur vier Häuser sind: Die Bebauung bedeutet, dass Fläche versiegelt wird. Daher muss die Gemeinde einen ökologischen Ausgleich schaffen. „Der Umweltplaner hat den jetzigen Zustand des Areals bewertet und nach seiner Beurteilung muss Neuburg 4500 Flächenäquivalent-Punkte kaufen, um das Öko-Konto auszugleichen“, sagte der Planer. Die Alternative wäre, den Ausgleich durch Pflanzungen auf Gemeindegebiet zu schaffen. Das sei für Neuburg aber schwierig. Die Gemeindevertreter sahen das genauso. „Der Kauf von Öko-Punkten ist für die Gemeinde letztlich am günstigsten“, urteilte Bernd Hartwig (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses.

Auf den 6000 Quadratmetern befindet sich eine alte Gartenanlage. Viele Gartenbesitzer hätten ihre Parzellen aber aus Altersgründen oder wegen Krankheit gekündigt, die Grundstücke lägen brach und verwilderten, sagte Heidrun Teichmann. Durch die Ergänzung zum Bebauungsplan für Steinhausen soll das geändert und die Fläche wieder genutzt werden.

Angst, dass sie ihre Parzellen nun verlassen müssen, muss kein Gartenbesitzer haben. „Wir hatten immer gesagt: die Gärten, die noch genutzt werden, sollen bleiben“, erklärt Bernd Hartwig. Sollten die Parzellen aber irgendwann von den Nutzern aufgegeben werden, würden sie automatisch zu Bauland, ohne dass die Gemeinde den Bebauungsplan noch einmal ändern müsse. Der Gemeindevertreter ist sicher, dass sich das Dorfbild durch eine Bebauung positiv verändern werde.

Der nächste Schritt ist die öffentliche Auslegung des Entwurfs für die Ergänzung des Bebauungsplanes. Behörden, Verbände, Institutionen und Bürger können dann ihre Stellungnahmen dazu abgeben. Diese werden vom Planungsbüro ausgewertet und gegebenenfalls in den Plan eingearbeitet, bevor er erneut den Gemeindevertretern vorgelegt wird.

Sylvia Kartheuser

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