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Sternstunde der Blasmusiker in Grevesmühlen

Grevesmühlen Sternstunde der Blasmusiker in Grevesmühlen

Beim Instrumentenfest drehte sich alles um Trompete, Tuba und Co.

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Philipp Mohn (15) aus Mallentin bevorzugt die Tuba als Blasinstrument. Er lernt in der Kreismusikschule Nordwestmecklenburg. Fotos (2): Jürgen Lenz

Grevesmühlen. Eine fast unglaubliche Geschichte hat Michael Münkwitz erlebt. Im März 2005 steht er in der Kirche des kleinen Mecklenburger Dorfes Belitz und starrt auf eine braune, verbeulte Trompete, die an einem rostigen Nagel hängt. Nach wenigen Sekunden ist dem Fachmann klar: Es handelt sich um ein Original von Wolff Birckholtz, gebaut im Jahr 1650. Heute ist die Trompete im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ausgestellt. Einen Nachbau brachte Michael Münkwitz am Sonnabend nach Grevesmühlen. Der Anlass: das zweite Instrumentenfest der Kreismusikschule „Carl Orff“, koordiniert vom stellvertretenden Leiter Hidehisa Edane.

Während das erste Instrumentenfest im vorigen Jahr dem Klavier gewidmet war, ging es diesmal um Trompete, Tuba und Co. Kinder, Jugendliche und Erwachsene hatten die Gelegenheit, zahlreiche Blechblasinstrumente auszuprobieren. Dabei halfen die Fachlehrer für Blechblasinstrumente, Ulf Rust, Yumiko Koizumi und Hidehisa Edane, am Piano begleitet von Bella Kalinowska und Ilya Pril. „Es freut mich, dass das Instrumentenfest gut angenommen wird“, sagt Musikschulleiter Hartwig Kessler. Ein Abschlusskonzert im Foyer des Gymnasiums gestalteten die Teilnehmer des Lehrgangs gemeinsam.

Mit von der Partie: Philipp Mohn. Der 15-Jährige spielt seit neun Monaten Tuba in der Kreismusikschule. Er sagt: „Man hat gemeinsam viel Spaß beim Musizieren in der Gruppe.“ Freude bereite ihm auch, andere Menschen zum Musikmachen zu inspirieren.

Dass ein Blasmusiker nicht nur gut spielen sollte, machte Michael Münkwitz deutlich. Er sagte: „Pflege ist wichtig, um lange Freude am Instrument zu haben.“ Der Rostocker Handwerksmeister im Metall- und Holzblasinstrumentenbau gab den Teilnehmern des Instrumentenfestes zahlreiche Tipps, die sie beachten sollten. Er stellte Utensilien und Pflegemittel vor, gab Ratschläge für den Kauf von Trompeten und Posaunen. Danach informierte er über die Entwicklung der Blechblasinstrumente.

In der kommenden Woche organisiert Michael Münkwitz einen internationalen Trompetenworkshop in Schwerin. Seit 1990 engagiert er sich in Tansania. Dort repariert er im Auftrag der Kirche zahlreiche Instrument und unterstützt Posaunenchöre.

In Grevesmühlen wird es im kommenden Jahr nach Hartwig Kesslers Auskunft ein weiteres Instrumentenfest geben. Dann sollen die Streichinstrumente im Mittelpunkt stehen.

 



Jürgen Lenz

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