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Wismar Land fördert Straßenausbau in Passee
Mecklenburg Wismar Land fördert Straßenausbau in Passee
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12:23 05.11.2018
Ein löchriger Flickenteppich ist die Gemeindestraße nach Höltingsdorf. Sie soll im Frühjahr saniert werden. Quelle: Haike Werfel
Passee

Freude in der kleinen Gemeinde Passee im Osten des Landkreises. Dank eines Landeszuschusses in Höhe von 77830 Euro kann sie ab Frühjahr die Dorfstraße nach Höltingsdorf sanieren. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) übergab einen Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Adolf Wittek (parteilos).

Sanierung kostet 110000 Euro

Die etwa zwei Kilometer lange Dorfstraße von der L 104 durch den Wald zum Ortsteil Höltingsdorf ist die einzige Zufahrt und schon seit Langem sanierungsbedürftig. „Wir haben sie im Sommer wieder geflickt“, berichtete der Bürgermeister. Die Sanierungskosten von rund 110000 Euro kann die Gemeinde allein nicht aufbringen und hatte deshalb einen Antrag auf eine Sonderbedarfszuweisung beim Innenministerium gestellt. Der wurde nun positiv beschieden.

Innenminister Lorenz Caffier (l.) übergibt den Förderbescheid an Bürgermeister Adolf Wittek. Quelle: Haike Werfel

Eigenanteil ist Herausforderung

„Die großen Schäden drohten die Verkehrssicherheit erheblich zu beeinträchtigen, deshalb unterstützen wir die Gemeinde an dieser Stelle auch finanziell“, sagte der Minister bei seinem Vor-Ort-Termin, an dem auch Gemeinde- und Amtsvertreter teilnahmen. Er wisse, dass trotz der 70-prozentigen Förderung der Eigenanteil für die Gemeinde mit 30000 Euro noch eine Herausforderung darstelle. Die Sanierung der Straße sei nicht nur im Interesse der Einwohner, von Rettungsdienst und Feuerwehr, argumentierte Caffier, sondern auch für eine ortsansässige Firma. Ein Spielplatzgestalter hat sich dort niedergelassen und gut etabliert hat, sodass auch viele Kunden und Besucher dorthin fahren. Nicht zuletzt wird die Straße von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben regelmäßig genutzt.

Weitere Buckelpiste nach Tüzen

Passees Bürgermeister bestätigte, dass der Straßenbau seit Jahren eins der größten Probleme der Gemeinde aufgrund ihrer angespannten Finanzlage sei. In einem noch schlechteren Zustand sei die drei Kilometer lange Straße von Passee nach Tüzen, mit ihren tiefen Löchern eine wahre Buckelpiste. Umso mehr freue es den Bürgermeister, dass mit dem Grundstücksverkauf des ehemaligen Haustierparks in Tüzen an einen Investor nun Geld in der Gemeindekasse sei. 1,2 Millionen Euro habe Voss Energy aus Rostock für die knapp 40 Hektar bezahlt. Die Firma möchte dort einen naturnahen Erlebnispark errichten (die OZ berichtete). „Wir werden im kommenden Jahr massiv Zeichen setzen: für die Feuerwehr, Dorf- und Spielplätze“, kündigte Adolf Wittek an.

Zisternen für Löschwasser geplant

Im Zuge des Straßenbaus nach Höltingsdorf sollen auch zwei Zisternen in die Erde gebracht werden, die bei einem Brand 110000 Liter Löschwasser für den Erstangriff bereithalten. „Wir hatten bei der langen Trockenheit im Sommer großes Glück, dass ein Spaziergänger einen Schwelbrand entdeckt hat, der sofort gelöscht wurde und sich nicht zu einem Waldbrand ausdehnte.“ Eigentümer der 450 Hektar Wald sei laut Wittek das Land. „Wir wollen das Eigentum gerne schützen, aber dafür brauchen wir auch Unterstützung“, erklärte der Bürgermeister an die Adresse des Ministers.

Gemeinde braucht Feuerwehrgarage

„Wir fördern die Feuerwehr, wenn garantiert werden kann, dass 24 Stunden an sieben Tagen die Woche eine Mannschaft zur Verfügung steht“, entgegnete Caffier und verwies auf Sonderbedarfsmittel für Feuerwehrtechnik. Denn die habe sich aufgrund der Monopolstellung des Herstellers im Preis verzehnfacht. Den Feuerwehrbedarf müssen das Amt, der Landkreis und der Kreisfeuerwehrverband feststellen, sagte der Minister. „Dann schauen wir, wie wir’s hinkriegen.“ Laut Bürgermeister Wittek braucht die Gemeinde zunächst eine Garage. Ein Fahrzeug mit Tank werde erst dann notwendig, wenn die Ferkelaufzuchtanlage nahe Passee und der Erlebnispark in Tüzen gebaut sind. Um die auseinander gefallene Feuerwehrmannschaft wieder zu beleben, möchte die Gemeinde Bauplätze zur Verfügung stellen sowie die Höchstsätze der Aufwandsentschädigung und Prämien nach erfolgreichem Abschluss von Lehrgängen zahlen.

Haike Werfel

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