Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneefall

Navigation:
Streit in Madsow um einen Anwohnerweg

Madsow Streit in Madsow um einen Anwohnerweg

Bürgermeisterin: Gemeinde wollte mit Verpachtung klare Verhältnisse schaffen

Voriger Artikel
OZ-TV: Böller-Anschlag auf Usedom: Imbiss-Verkäufer kannte Täter

Ein bepflanzter Wall markiert die Grenze des Marcks’schen Grundstücks zur Dorfstraße, links ist es der Zaun des Nachbarn.

Quelle: Fotos: Haike Werfel (2), Sylvia Kartheuser (1)

Madsow. Ein Weg entlang seines Grundstücks mit dem ehemaligen Gutshaus in Madsow beschäftigt Peter Marcks seit den neunziger Jahren. Der heute 85-Jährige hat das Gebäude 1996 erworben.

OZ-Bild

Bürgermeisterin: Gemeinde wollte mit Verpachtung klare Verhältnisse schaffen

Zur Bildergalerie

„Früher war der Hauseingang am Giebel. Der alte Weg führte von der Straße dorthin. Als ich das Haus gekauft habe, wollte ich deshalb den Weg pachten. Er ist als offizieller Weg in allen Karten eingezeichnet“, sagt der Senior. Er müsse ihn nicht pachten, meinte seinerzeit die Gemeinde Hagebök, er könne ihn ja nutzen.

Peter Marcks verlegte den Haupteingang in die Mitte seines Wohnhauses. Darauf zu führt ebenfalls eine Zufahrt von der Dorfstraße über sein großzügiges Anwesen – eine kleine Allee quasi parallel zu dem alten Weg.

Durch den früheren Hauseingang am Giebel gelangen Gäste jetzt zu einer Ferienwohnung. Daneben befindet sich die Garage von Peter Marcks. „Vor zehn, elf Jahren begann es, dass der alte Weg immer mal wieder von meinem Nachbarn zugeparkt wurde. Um jederzeit Zugang zu meiner Garage und zur Ferienwohnung zu haben, habe ich erneut bei der Gemeinde den Antrag gestellt, den Weg zu pachten.“

Das war Anfang August 2016. Innerhalb einer Woche, so Peter Marcks, habe er im Bauausschuss erfahren, dass der Weg bereits verpachtet sei. An seinen Nachbarn. Als Zufahrt könne er ihn jedoch nach wie vor nutzen.

Der Nachbar hat jetzt einen Zaun entlang des Weges gesetzt. Peter Marcks kommt nicht mehr direkt in seine Garage, sondern muss seine Allee nutzen und an seinem Haus entlang fahren. „Auch für meine Feriengäste ist das umständlich“, beklagt er sich.

Deshalb will er nun einen Weg entlang des Zaunes zum Nachbargrundstück bauen. Am liebsten geradlinig. „Dann muss ich nicht so viele Bäume und Büsche fällen.“ Die stehen auf einem Wall, den er vor Jahren als Grundstücksgrenze zur Dorfstraße angelegt hat. „Um nur zwei Bäume fällen zu müssen, wollte ich eine kleine Teilfläche zwischen meinem und dem Nachbargrundstück von der Gemeinde pachten.“

Sein Antrag von Anfang Januar wurde abgelehnt. Der Haupt- und Finanzausschuss teilte ihm mit, dass das Teilstück ebenfalls an besagten Nachbarn verpachtet sei. Peter Marcks könne eine zweite Zufahrt zur Garage und zur Ferienwohnung auf seinen Grundstücken bauen. Aufgrund der Größen bestehe dafür ausreichend Möglichkeit.

Er fühle sich ungerecht behandelt, erklärt er gegenüber der OZ, und hintenangesetzt.

„Wenn Herr Marcks meint, die Gemeinde habe falsch entschieden, dann kann er sich an den Bürgerbeauftragten des Landes wenden oder gegen die Entscheidung klagen“, erklärt die Bürgermeisterin der Gemeinde Neuburg, zu der Madsow als Ortsteil seit 2002 gehört. Laut Heidrun Teichmann wollte der Ausschuss klare Verhältnisse schaffen. „Denn beide Nachbarn haben sich behindert.“ Peter Marcks habe den alten Weg als Zufahrt für seine Garage und die Ferienwohnung genutzt und dies legalisieren wollen. „Wie er auch über Jahre den Wall auf unserem Gemeindeland aufgeschüttet und bepflanzt hat. Das haben wir bei einer Ortsbegehung 2015 festgestellt und ihn zum Rückbau beziehungsweise zum Kauf aufgefordert“, erläutert die Bürgermeisterin: „Wir mischen uns nicht in einen Nachbarschaftsstreit ein, haben aber in dem guten Glauben, dass Ruhe herrschen wird, entschieden. Der alte Weg ist nicht – wie Herr Marcks glaubt – öffentlich gewidmet. Zwei der drei Eigentümer des benachbarten Reihenhauses haben ihre Zuwegung von vorn von der Straße aus.“

Haike Werfel

Voriger Artikel
Mehr zum Artikel
Neuburg

Bürgermeisterin widerlegt Gerüchte um Schließung

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wismar
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist