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TSG-Damen kämpfen um Klassenerhalt in der 3. Liga

Wismar/Recklinghausen TSG-Damen kämpfen um Klassenerhalt in der 3. Liga

Wismar morgen beim Relegationsturnier in Recklinghausen / Trainer fehlt

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Trotz Abiturstress ist TSG-Spielerin Henrike Bibow (M.) morgen in Recklinghausen dabei, um die Mannschaft in der Relegation beim angestrebten Klassenerhalt zu unterstützen. FOTOS (2): DANIEL KOCH

Wismar/Recklinghausen. Die Entscheidung im Abstiegskampf in der 3. Handball-Liga am vergangenen Wochenende gegen den Buxtehuder SV II (21:23) als knapp zu bezeichnen, ist vermutlich noch untertrieben. Innerhalb von Minuten hatte sich entschieden, was vorher in 22 Spielen und damit 22 Stunden Spielzeit nicht entschieden war. Dass für die TSG Wismar zwischen direktem Klassenerhalt und direktem Abstieg vermutlich gerade einmal zwei Szenen, zwei Entscheidungen, zwei Augenblicke lagen, macht das ganze noch dramatischer. Am Ende bestimmten weder Jubel noch Trauer die Szenerie, sondern die Ungewissheit, wie es weitergeht.

OZ-Bild

Wismar morgen beim Relegationsturnier in Recklinghausen / Trainer fehlt

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Mittlerweile gibt es diesbezüglich Klarheit. Bereits morgen müssen die Wismarer Damen zur Abstiegsrelegation in Recklinghausen antreten. Dort treffen sie zunächst um 14.30 Uhr auf den gastgebenden PSV. Je nach Ausgang des Spiels entscheidet sich der weitere Verlauf. Im Falle einer Niederlage treffen die TSG-Damen danach um 17 Uhr auf den Tabellen-10. der Südstaffel, TSV Birkenau. Sollten sie das erste Spiel gewinnen, findet dieses Spiel erst um 19.30 Uhr statt.

Nach Angaben des Deutschen Handball-Bundes (DHB) wird aktuell nur der Sieger der Relegation auch in der nächsten Saison in der 3. Liga antreten dürfen. Da allerdings die neu gegründete Spielgemeinschaft Korb/Waiblingen vermutlich nur mit einer Mannschaft in der 2. Liga vertreten sein wird, könnte noch ein zweiter Platz frei werden. Noch größer wird die Verwirrung, wenn man die Aufsteiger aus den Oberligen hinzunimmt. Hier kommt es in der Oberliga Ostsee-Spree ebenfalls morgen noch zu einer Entscheidung um den Aufstieg.

Obwohl der DHB auf seiner Homepage Grün-Weiß Schwerin schon als Aufsteiger aufweist, ist diese Aussage keineswegs gesichert. Sollten die Mecklenburgerinnen das letzte Saisonspiel gegen den Rostocker HC verlieren, könnten sie noch aus den Aufstiegsplätzen rutschen. Das würde dazu führen, dass aus der Staffel kein Team aufsteigt und ein weiterer Platz in der Relegation frei werden würde.

Alles Spekulieren und Hoffen wäre allerdings unnötig, wenn die TSG den ersten Platz in der Relegation belegen würde. Dass hierzu zwei Siege nötig sind, macht die Aufgabe nicht unbedingt einfacher.

Zumal der PSV Recklinghausen durch die Ansetzung in eigener Halle einen immensen Heimvorteil hat. Dieser schlägt sich auch noch finanziell nieder. Denn der Gewinn der Veranstaltung wird nicht geteilt, wie zum Beispiel im Pokal, sondern verbleibt beim Gastgeber.

Für die TSG stehen hingegen Kosten für Anreise und Übernachtung zu Buche, da sich der Wismarer Tross bereits heute Abend auf den rund 500 Kilometer langen Weg in Richtung Ruhrgebiet machen wird, um morgen ausgeruht und hochkonzentriert ins erste Spiel zu gehen.

„Die Mannschaft ist fokussiert und will jetzt den letzten Schritt machen, um auch im nächsten Jahr drittklassig zu spielen“, sagt Trainer Jörn Harder über den Zustand seiner Mannschaft. Er selbst kann morgen aus privaten Gründen nicht an der Seitenlinie stehen. Seinen Part übernimmt Marina Bratenkowa.

Mit dabei ist hingegen Henrike Bibow, die sich trotz Abiturstress zwischen den Prüfungen in den Dienst der Mannschaft stellt und die Reise zum angestrebten Klassenerhalt antritt.

Martin Nowack

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