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Wismar TSG-Damen mit viel Pfeffer gegen Pfeffersport Berlin
Mecklenburg Wismar TSG-Damen mit viel Pfeffer gegen Pfeffersport Berlin
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00:05 11.12.2017
TSG-Spielerin Vivien Millrath (2.v.l.) lieferte ein überragendes Spiel. Sie war mit zehn Toren beste Vollstreckerin ihres Teams. FOTOS (2): DANIEL KOCH
Wismar

Im Spiel eins nach dem Abzug von zwölf Punkten am grünen Tisch wegen eines Formfehlers haben sich die Oberliga-Handballerinnen der TSG Wismar gegen den SV Pfeffersport Berlin mit viel „Pfeffer“ präsentiert und mit 34:13 gewonnen. Schon zur Halbzeit war die Partie praktisch mit 16:6 entschieden. Nur über die Höhe des Ausgangs wurde während der Pause unter den knapp 400 Zuschauern sinniert.

Wismarer Handballerinnen gewinnen 34:13 im Spiel eins nach dem Punktabzug

Die Gastgeberinnen waren den Damen vom Prenzlauer Berg in allen Belangen überlegen, sowohl im Spielaufbau als auch im Abschluss. Das TSG-Team zermürbte förmlich den SV Pfeffersport mit Konterstößen, die wie Nadelstiche wirkten. Dagegen hatten die Gäste kein Mittel parat. Dreh- und Angelpunkt war immer wieder Vivien Millrath, die wie aufgedreht spielte, sich über jedes von ihr erzielte Tor diebisch freute und dabei die Arme zu Flügeln ausbreitete.

Die Wismarerinnen hatten allerdings in den ersten zehn Minuten einige Anlaufschwierigkeiten. Das kritisierte auch Trainer Christoph Nisius (34) am Ende des Spiels.

Die Gäste waren selbstbewusst ins Spiel gestartet und in der vierten Minute mit 1:0 in Führung gegangen. Judith Rieck hatte mit einem verwandelten Siebenmeter den Torreigen eröffnet, ehe Vivien Millrath knapp eine Minute später den Ausgleich erzielen konnte. Die TSG-Rückraum-Spielerin war mit zehn Toren beste Vollstreckerin. Nachdem Emilie Krohn ihr Team mit 2:1 in Front brachte, gaben die Wismarerinnen diese Führung bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab.

Dementsprechend war die Stimmung in der Halle. Die TSG-Frauen liefen auf dem Parkett eine Ehrenrunde und bedankten sich durch Abklatschen bei den Zuschauern für die tolle Unterstützung von den Rängen. „Das war bisher das beste Spiel in der laufenden Saison“, strahlte Vivien Millrath. „So müssen wir weitermachen“, schob sie noch nach. Auch Torhüterin Tina Schultz, die nach ihrer Einwechslung einige tolle Paraden im TSG-Gehäuse zeigte, freute sich riesig: „ Wir wollten ein Ausrufezeichen setzen, dass wir bereit sind, dass wir gut trainieren und bis zum Saisonende um jeden Punkt kämpfen werden.“

Ehe TSG-Trainer Nisius sein Statement zum Spiel gab, lief er zuerst in die Kabine seines Teams und bedankte sich für die Leistung. „Mit 21 Toren Unterschied zu gewinnen, da muss man schon zufrieden sein. Wir haben einen guten Job gemacht. Besonders erfreulich ist, dass wir über 60 Minuten Tempohandball durchgezogen haben. Das hat uns allen Spaß gemacht“, analysierte der 34-jährige Chefcoach.

Für Pfeffersports Trainerin Susann Radenz war das starke Auftreten der TSG-Mannschaft keine Überraschung. „Mir war schon bewusst: Auch wenn der TSG die Punkte abgezogen wurden, wird sich das Team nicht aufgeben. Für mich ist Wismar der ganz klare Topfavorit in der Oberliga – von der Athletik, Abwehr bis hin zum Angriff“, zollte sie den Hansestädterinnen ihren Respekt.

Statistik

TSG Wismar: Steiner, Schultz - Krohn 4, Tegler, Kriegsmann 3, Bibow, Martin 3, Dürl 3, Pinkohs 4/2, Powierski 3, Millrath 10, Evangelidpu 3, Misevska 1.

Pfeffersport: Wendt - Volkenandt 2, Kretzschmann, Neumann 1, Geißler, Schulz, Träger 3, Rettschlag, Rieck 2, Schnurstein 1, Förstel, Schiwski, Benisch 4.

Schiedsrichter: Dirk Bauer, René Hartmann.

Zeitnehmer: Frank Schünemann Zuschauer: 400

Zwei-Minuten-Strafe: Rieck, Träger (beide Pfeffersport).

Peter Preuß

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