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Wismar TSG-Sieben bewahrt in der Schlussphase die Ruhe
Mecklenburg Wismar TSG-Sieben bewahrt in der Schlussphase die Ruhe
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00:05 16.10.2017
Vivien Millrath (am Ball) führte in der Schlussphase klug Regie und brachte die TSG Wismar wieder auf Kurs. Quelle: Foto: Ronny Susa
Rostock/Wismar

Zwischenzeitlich wurde es noch einmal spannend, doch der Sieg der Gäste war verdient. Die Handballerinnen der TSG Wismar haben am Sonnabend das prestigeträchtige Mecklenburg-Derby beim Rostocker HC mit 24:19 (14:7) gewonnen. Damit verteidigte der Drittliga-Absteiger den zweiten Tabellenplatz hinter dem ebenfalls verlustpunktfreien Berliner FC Preussen (beide 10:0), der die bessere Tordifferenz nach fünf Spielen aufweist.

TSG-Interimstrainerin Diana Sperling analysierte: „Es ist ja oft so, dass nach einer klaren Führung die Konzentration leidet. Außerdem fehlten uns die Wechseloptionen.“ Aber nachdem der Vorsprung der Wismarerinnen vom 16:8 (35. Minute) auf 19:17 (53.) zusammengeschmolzen war, habe sich ihre Mannschaft zusammengerauft. „Besonders über Vivien Millrath haben wir in der Schlussphase wieder mehr Ruhe ins Spiel gebracht und konnten in der Folge die Führung ausbauen.“

Die Grundlage für den Erfolg in der Fiete-Reder-Halle in Rostock- Marienehe hatte die TSG-Sieben bereits in der Anfangsphase gelegt. Nach 17 Spielminuten führte der Favorit bereits mit 10:1.

Besonders die Ex-Rostockerin Svea Pinkohs war an alter Wirkungsstätte nicht zu stoppen, erzielte bis dato fünf Tore und kam insgesamt auf zwölf Treffer – darunter sieben Siebenmeter.

Wismars Sven Thormann lobte: „Wir haben eine bärenstarke erste Halbzeit gespielt, besonders in der Abwehr. Das war ziemlich abgezockt.“ Doch in der zweite Hälfte sei das Team ins Schlingern geraten, haben zu viel Klein-Klein gespielt. „Ausschlaggebend für den Sieg war am Ende die größere Erfahrung“, meinte der Sportliche Leiter der TSG, der mit auf der Bank saß, um Diana Sperling zu unterstützen.

Für das Wismarer Eigengewächs Sperling könnte es die (vorerst) letzte Partie als verantwortliche Interimstrainerin gewesen sein. Noch in dieser Woche soll ein Nachfolger für den Anfang Oktober aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Chefcoach Jörn Harder vorgestellt werden. „Mündlich ist wohl alles klar, es muss nur noch der Vertrag unterzeichnet werden“, meinte Sperling. Den Namen des Kandidaten konnte oder wollte sie nicht verraten. Die Rückkehr auf die Trainerbank habe ihr Spaß gemacht, allerdings waren die vergangenen Wochen auch „mit hohem Zeitaufwand verbunden“. Sie freue sich darauf, dass es fortan wieder etwas ruhiger werden wird.

Weiter geht es für die TSG Wismar am kommenden Sonnabend (16.00 Uhr) daheim gegen den HV Grün-Weiß Werder aus Brandenburg.

Statistik

Rostocker HC: A. Freitag, Peters – Bladt 3, Kordt, Schwarz, Stammer, Wahl 2, Müller, Leonhardt 1, Janke, Fränk 2, Rotfuß 5, Schlegel 6/5,

TSG Wismar: Steiner, Schultz – Krohn, Tegler 5, Bibow 1, Wilhelm, Pinkohs 12/7, Powierski 2, Bartlau 2, Millrath 1, Evangilidou 1, Misevska.

Siebenmeter: RHC 6/5, TSG 9/7.

Strafminuten: RHC 6, TSG 6.

Zuschauer: 400.

Tommy Bastian

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