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Technisches Hilfswerk feiert 20-jähriges Bestehen

Wismar Technisches Hilfswerk feiert 20-jähriges Bestehen

Die „Helfer in Blau“ sind seit zwei Jahrzehnten in Wismar aktiv. Am Wochenende feierte die Ortsgruppe ihren Geburtstag im Rathaus. Auf dem Marktplatz zeigten die Einsatzkräfte ihre Technik.

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Conny Blut (40), Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerkes Wismar, mit Helfer Hans-Jürgen Gehl (70) und dem THW-Landesbeauftragten Dierk Hansen (51, v. l.). Fotos (2): Norbert Wiaterek

Wismar. Sie sind als „Helfer in blau“ bekannt, ihre Erfahrung, Technik und Muskelkraft wird bei Katastrophen, Unfällen und anderen Notfällen gebraucht. Seit 20 Jahren, konkret seit 2. November 1996, sind Männer und Frauen auch in Wismar im Technischen Hilfswerk (THW) aktiv. Das Jubiläum der Ortsgruppe wurde bereits am vergangenen Sonnabend gefeiert. Am Vormittag gab es Lobes- und Dankesreden im Wismarer Rathaus. Am Nachmittag zeigten die Einsatzkräfte vielen Interessierten die Technik auf dem Marktplatz.

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Die „Helfer in Blau“ sind seit zwei Jahrzehnten in Wismar aktiv. Am Wochenende feierte die Ortsgruppe ihren Geburtstag im Rathaus. Auf dem Marktplatz zeigten die Einsatzkräfte ihre Technik.

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„Der THW-Ortsverband Wismar ist ein verlässlicher Partner, wenn es um technische Hilfe, Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz geht. Es ist beeindruckend, was diese tolle Truppe leistet. Eine starke Gemeinschaft, die wir dringend brauchen“, betonte Dierk Hansen. Der Landesbeauftragte des THW für Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg war bei der Feierstunde im Bürgerschaftssaal dabei. Etwa 80 Gäste, neben THW-Mitgliedern auch Vertreter aus Politik und Verwaltung, von Vereinen und Verbänden, blickten im Rathaus der Hansestadt auf Erfolge zurück.

Conny Blut, der den Ortsverband seit 2009 leitet und von Dierk Hansen im Rathaus das Helferzeichen in Gold mit Kranz bekam, erinnerte an die erste Unterkunft auf dem Werft-Gelände und den ersten Spatenstich für das neue Domizil auf dem ehemaligen Zuckerfabrik-Gelände im Jahr 2002. Der 40-Jährige erwähnte die Hochwasser-Einsätze und die Unterstützung des ZDF bei den „SOKO Wismar“-Dreharbeiten. Das Wismarer THW half bei der Bergung von Kuttern vor Poel, nach einem Brand auf der Deponie in Degtow, nach Verkehrsunfällen und nach einer Verpuffung im Egger-Werk in Wismar, um nur einige Beispiele zu nennen. „Sehr emotional war der Einsatz im August 2004 an der eingestürzten Schule in Goldberg. Eine Erfahrung, die man nicht so häufig machen möchte“, so Conny Blut.

Beliebt seien die Bundesjugendlager, die Umwelttage, die Trainingslager sowie die Bildungsfahrten, die den THW-Nachwuchs nach Warschau, Auschwitz und ins russische Orenburg führten. Neben mehreren Großübungen standen auch Auslandseinsätze auf dem Programm. Hans-Jürgen Gehl half beim Brunnenbau in Sierra Leone und im Sudan sowie nach den schweren Erdbeben in Haiti und Nepal. Für sein Engagement bekam der 70-Jährige, der beim THW Wismar für die Fahrzeuge und die Technik verantwortlich ist, einen großen Präsentkorb. „Die Einsätze im Ausland machen Spaß. Die Leute sind dankbar für die Unterstützung“, so Gehl. Auch in China, Polen, Jordanien, Litauen, Uganda, im Libanon, auf Sumatra, im Irak und auf den Philippinen halfen Wismarer THW-Mitglieder. „Hut ab vor den großartigen Leistungen. Man darf nicht vergessen, dass viel Freizeit investiert wird, nicht nur bei den Einsätzen, sondern auch in die Ausbildung oder beim Werben um junge Leute“, so Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD).

Zum THW Wismar gehören etwa 30 Erwachsene und knapp 20 Kinder und Jugendliche. Interessierte im Alter zwischen zehn und 60 Jahren können donnerstags ab 18 Uhr in das Gebäude Zum Siedehaus 20 kommen.

Norbert Wiaterek

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