Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Teil drei: Ausbau der Dankwartstraße geht weiter
Mecklenburg Wismar Teil drei: Ausbau der Dankwartstraße geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:56 09.03.2013
Wo das Natursteinpflaster und der rote Bockhorner Klinker enden, f�ngt in H�he des Hauses Nr. 42 (links) der dritte Sanierungsabschnitt in der Dankwartstra�e an. Die Arbeiten beginnen allerdings weiter unten im Kreuzungsbereich mit der Bau- und der Kurzen Quelle: Haike Werfel

Anfang August vergangenen Jahres wurde der zweite sanierte Abschnitt der Dankwartstraße für den Verkehr freigegeben. Jetzt sollen die Bauarbeiten im südlichen Bereich dieser wichtigen Verkehrsachse in Richtung Marktplatz fortgesetzt werden. Sie schließen in Höhe des Hauses Nr. 42 an und enden hinter dem Kreuzungsbereich Bau- und Kurze Baustraße. Der Aus- und Umbau der Dankwartstraße in diesem dritten, 110 Meter langen Abschnitt kostet insgesamt rund 700 000 Euro.

„Geplant ist der Baubeginn für den 25. März“, sagte Siegfried Schubert, stellvertretender Bauamtsleiter, auf OZ-Anfrage. „Die Bürgerschaft hat in der vergangenen Woche die Auftragsvergabe beschlossen. Jetzt können wir die Anwohner und Gewerbetreibenden über den Bauablauf informieren.“ Sie sollen dieser Tage ein Schreiben im Briefkasten haben, das auch die Termine für die Bauberatungen sowie die Ansprechpartner von der örtlichen Bauleitung und vom Bauamt enthält. „Vorab haben wir über die Maßnahme in zwei Ausgaben des Stadtanzeigers informiert“, berichtete Schubert.

Die Arbeiten beginnen im Kreuzungsbereich Dankwart-, Bau- und Kurze Baustraße. Hier werden zunächst die Stadtwerke Gas- und Wasserleitungen umverlegen. Anschließend will der städtische Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb auch in diesem Abschnitt die vorhandene Mischwasserkanalisation erneuern. Sie wird durch getrennt verlegte Regen- und Schmutzwasserkanäle im Straßenbereich bzw. durch neue Hausanschlussleitungen im Gehwegbereich ersetzt. Laut Siegfried Schubert will ein Grundstückseigentümer die Gelegenheit nutzen und eine unterirdische Baumaßnahme an seinem Gebäude durchführen. Sie wird im Bauzeitenplan eingetaktet, sodass das Bauamt derzeit von einem zügigen, weitgehend behinderungsfreien Bauablauf ausgeht.

Die Fahrbahn wird mit geschnittenen Natursteinen gepflastert, der Gehweg beidseitig mit Bockhorner Klinker. Im Oktober soll alles fertig sein. Den Zuschlag für die Arbeiten hat die Wismarer Firma Dewenter erhalten. Während der gesamten Bauzeit wird die Dankwartstraße im Baubereich für den Fahrzeugverkehr gesperrt sein. Für Fußgänger sind die Wohnhäuser und Geschäfte aber jederzeit erreichbar.

Nicht vorgesehen ist, den Platz Am Schilde umzugestalten. Einen Teil davon wird laut Bauamt für die Baustelleneinrichtung benötigt. Wann die Stadt die letzten Meter der Dankwartstraße bis zur Schweriner Kreuzung saniert, hänge davon ab, wann das Land diese Kreuzung um- und ausbaut.

Ladenbetreiber fühlen sich zu spät informiert
Die Gewerbetreibenden sind sauer. Sie haben durch Zufall vom Start der nächsten Bauarbeiten in der Dankwartstraße erfahren. Rocco O. Griem vom Fahrradladen „Buddha-Bikes“: „Ich habe morgens gesehen, dass jemand alle Eingänge und Lichtschächte fotografiert.“ Der Fahrradfachmann sprach den Unbekannten an. „Er sagte, dass am 25. März die Bauarbeiten beginnen, die Anwohner werden 14 Tage vorher informiert!“ Griem versteht das nicht. „Nach dem ganzen Trara mit der Baustelle letztes Jahr werden wir wieder so behandelt. Wir brauchen doch Informationen. Wie sind die Zufahrten, was ist mit den Parkplätzen, mit der Buslinie? Was wird mit dem Bürgersteig?“ Den nutzt er, um vor seinem Laden Räder zu präsentieren. „Wo soll ich die hinstellen?“ Er habe gerade Fahrräder für die neue Saison bestellt. „Das wird nun die dritte in Folge, in der wir Umsatzeinbußen haben werden“, erzählt er von seinen Sorgen.

Ebenso Zoohändler Thomas Manthey: „Als Hausbesitzer bin ich froh, dass endlich gebaut wird, aber als Ladenbesitzer macht es mir Sorgen. Wir hatten in den letzten beiden Jahren immer 20 Prozent weniger Umsatz. Dazu noch das Parkplatzproblem. Das wird die Kunden immer mehr abschrecken.“ Manthey befürchtet, dass die Baustelleneinrichtung auf dem Platz Am Schilde, also direkt vor seinem Geschäft platziert werden könnte. „Dann kann ich Betriebsferien machen. Aber all diese Sachen wissen wir noch gar nicht. Ich hätte es besser gefunden, wenn man uns früher direkt informiert hätte.“

Christine Sarafin ist Verkäuferin im Lebensmittelladen „Stadt Konsum“. „Viele Kunden kommen abends oder am Wochenende mit dem Auto, um schnell noch einzukaufen. Wenn die wegbleiben, wird es gefährlich für uns.“ Auch das Problem der Warenanlieferung sei noch nicht geklärt. „In der ABC-Straße hat die Kommunikation mit den Gewerbetreibenden so gut funktioniert. Wieso nicht hier?“ fragt Rocco O. Griem. „Wir wollen auch Plakate oder Überspanner machen und brauchen Hilfe von der Stadt.“

Umleitung, Ersatzbushaltestelle, Sackgasse
Fahrzeuge in Richtung Markt werden über die Mecklenburger Straße bzw. die Dr.-Leber-Straße/Turnerweg/Bei der Klosterkirche/Mecklenburger Straße um die Baustelle herumgeleitet.


Busse der Linien B, C, D und E werden über die Dr.-Leber-Straße und den Turnerweg in die Mecklenburger Straße umgeleitet. Eine Ersatzhaltestelle gibt es wieder am Markt vor dem Elektrohaus.


Die nördliche Dankwartstraße bleibt über die Zufahrt Kleinschmiedestraße erreichbar.


Zur Sackgasse werden die Abschnitte von der Kreuzung Kleinschmiedestraße bis Baustelle ab Haus Nr. 42 sowie von der Kreuzung Dr.-Leber-Straße bis Bauanfang in Höhe Haus Nr. 56.


Bau- und Kurze Baustraße werden während der Bauarbeiten im Kreuzungsbereich als Sackgasse ausgeschildert. Damit beide Straßen wie auch der Platz Am Schilde erreichbar sind, wird die bestehende Einbahnstraßenregelung ausgehend von der Papenstraße bzw. von der Mecklenburger Straße aufgehoben.


Zeitliche Parkverbote in den betroffenen Straßen sind durch die veränderte Verkehrsführung erforderlich.

Nicole Hollatz Haike Werfel

Yoga hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit, weiß die 36-jährige Wismarerin Franziska Schwiethal. Ihre Kurse im Yogaraum „Shakti“ in der Lübschen Straße 95 werden von Menschen aller Altersgruppen besucht, die nach innerer Balance streben und etwas für die körperliche Fitness tun wollen.

09.03.2013

Das Columbus Cruise Center will Kreuzfahrtgeschäft ankurbeln.

09.03.2013

Eine Debatte übers Buch „Die Kunst des Bleibens“ von Dr. Wolf Schmidt findet Montag in Wismar statt.

09.03.2013
Anzeige