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Tiere als Ausgleich zu Politik und Job

Selmsdorf/Schönberg Tiere als Ausgleich zu Politik und Job

Kreistagsmitglied Christian Albeck hält Kaninchen / Sein Verein in Schönberg organisiert eine große Schau

Selmsdorf/Schönberg. Eines haben Politik und Rassekaninchenzucht gemeinsam: Wer gute Ergebnisse sehen will, braucht enorme Ausdauer. Doch während das sprichwörtliche Bohren dicker Bretter in der Politik manchmal ziemlich stresst, ist die Zucht der possierlichen Tiere „keine Arbeit, sondern pure Entspannung“. So erklärt es Christian Albeck, Mitglied des Kreistags von Nordwestmecklenburg und des Rassekaninchenzuchtvereins M 41 Schönberg, der am kommenden Wochenende zur großen Schau einlädt. Sie öffnet am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 14.30 Uhr im Vereinsheim in der Ludwig-Bicker-Straße.

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Kreistagsmitglied Christian Albeck hält Kaninchen / Sein Verein in Schönberg organisiert eine große Schau

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Vereinte Züchter

1350 Mitglieder gehören den Rassekaninchenzuchtvereinen in Mecklenburg-Vorpommern an. Diese Bilanz zog der Vorsitzende des Landesverbands, Peter Kalugin, auf Anfrage. Kalugin wohnt unweit von Schönberg in Schlagresdorf.

65 Mitglieder insgesamt zählen in Nordwestmecklenburg die fünf Rassekaninchenzuchtvereine: M 86 Bad Kleinen, M 71 Gadebusch, M 6 Grevesmühlen, M 41 Schönberg und M 21 Wismar.

Christian Albecks Kaninchenställe stehen neben seinem Haus in Selmsdorf. Hier verbringt der Mitarbeiter der Landesforstanstalt seine Zeit mit den Tieren – eine Zeit, in der er entspannen kann.

„Es ist ein ganz anderer Lebensbereich“, erklärt das Mitglied des Kreistags, des Kreisausschusses, des Landwirtschaftsausschusses, des Bauaussschusses, des Amtsausschusses im Schönberger Land und der Gemeindevertretung von Selmsdorf. Bereits als Kind hielt er Kaninchen. Der stellvertretende Kreistagspräsident erzählt: „Ich habe durch die umfangreiche Politik zeitweise damit aufgehört und durch meine Kinder wieder damit angefangen.“ Das war vor zehn Jahren. Als Mitglied des Vereins im benachbarten Schönberg züchtet der Sozialdemokrat seit zwei Jahren. Er sagt: „Das ist schon auf einer anderen Ebene, als wenn man nur seine Kaninchen zu Hause hat. Man trifft einen Haufen Gleichgesinnte, lernt andere Züchter kennen, tauscht Erfahrungen aus.“ An Ausstellungen darf sich eh nur beteiligen, wer einem Verein angehört.

Das sind in dem 1921 gegründeten Rassekaninchenzuchtverein in Schönberg momentan 13 Männer und Frauen, sagt der Vorsitzende Burkhard Stopperka. Nach seiner Auskunft reicht die Altersspanne von Anfang 30 bis 87. Da liegt der Schönberger Wolfgang Srock mittendrin. Er leitet die Ausstellung, zu der der Verein am kommenden Wochenende alle interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen einlädt. Srock kündigt an: „Es werden circa 140 Tiere erwartet.“ Sie kommen aus den Mecklenburger Vereinen M 21 Wismar, M 86 Bad Kleinen, M 6 Grevesmühlen und aus dem schleswig-holsteinischen Verein U 62 Sandesneben.

Unterschiedlichste Rassen werden zu sehen sehen. Christian Albeck züchtet zu Hause Loh-Kaninchen und Deutsche Großsilber. Er sagt: „Es macht jeder, was er von Farbe und Größe gut findet.

Es muss ja auch Spaß machen, wenn man die Kaninchen sieht.“

Rassekaninchenschau im Vereinsheim in Schönberg: 14. Oktober, 10 bis 18 Uhr, 15. Oktober, 10 bis 14.30 Uhr.

Jürgen Lenz

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