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Tisa von der Schulenburg lebt weiter

Wismar Tisa von der Schulenburg lebt weiter

Kooperative Gesamtschule in Dorf Mecklenburg feierte gestern ihr zehnjähriges Bestehen

Wismar. Nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit Trommeln und Glocken läutete der Musikkurs der Zwölftklässler den offiziellen Akt gestern ein. Gefeiert wurde das zehnjährige Bestehen der Kooperativen Gesamtschule (KGS) „Tisa von der Schulenburg“ in Dorf Mecklenburg. „Fast genau vor zehn Jahren, am 15. September 2006, wurde unsere Namenstafel enthüllt“, erzählt Schulleiterin Dr. Heike Skodda stolz. „Nach einer zweijährigen Vorbereitungszeit konnten wir unsere Schule endlich eröffnen.“

Zehn Jahre seien geschichtlich gesehen eine kurze Zeit, findet Bürgermeister Torsten Tribukeit. „Dennoch ist das, was in dieser Zeit geschafft wurde, eine Leistung, auf die alle Beteiligten stolz sein können.“ Ein dringendes Anliegen hat der Bürgermeister aber noch. „Das Bauprojekt Mensa ist nach wie vor geplant“, betont Tribukeit. „Die Gespräche laufen und ich werde alle Kraft dafür investieren, dass die Umsetzung baldmöglichst klappt.“

Das wünschen sich auch die Schüler. „Außerdem wäre es toll, wenn wir mehr Räume hätten“, sagte Merle Arendt. Doch die Jugendlichen kennen auch die Vorzüge ihrer Bildungsstätte: gute technische Ausstattung, schön gestaltete Räume, ein reger Austausch mit Partnerschulen in England, Dänemark oder Lettland sowie die Besonderheit der Bläserklasse. 587 Schüler besuchen derzeit die Schule in Dorf Mecklenburg.

Unter den zahlreichen Gästen war auch Schwester Teresa Büscher, die Oberin vom Ursulinenkloster in Dorsten – dem Orden, dem sich die Namengeberin der Schule ab 1949 angeschlossen hatte. „Tisa, bei uns Schwester Paula genannt, liebte den Wald, deshalb bekommt die Schule im Herbst von uns einen neuen Baum auf den Schulhof“, sagt die Schwester, nachdem sie etwas über Schwester Paulas Zeit im Kloster erzählt hatte. „Wir freuen uns, dass sie durch diese Schule lebendig bleibt.“ Das findet auch Gudrun Sturmheit, Fachdienstleiterin Bildung und Kultur des Landkreises Nordwestmecklenburg:

„Tisa von der Schulenburg war eine Kämpferin. Sie hat viel eingesteckt, ist aber immer wieder aufgestanden. Ich finde es schön, dass das an dieser Schule weitergelebt wird.“ Und auch Festredner Klaus-Jürgen Ramisch vom Verein Denkstätte Teehaus Trebbow betonte: „Die Schule lebt den Namen Tisa von der Schulenburg tatsächlich weiter.“

Nach der offiziellen Feier wurde das Fest auf den Schulhof verlagert. Am Nachmittag haben sich dann die Altlehrer getroffen, am Abend die Altschüler.

Vanessa Kopp

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