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Tod in der Ostsee vor Boltenhagen

Boltenhagen Tod in der Ostsee vor Boltenhagen

83-jähriger Schweriner stirbt 150 Meter vom Ufer entfernt.

Boltenhagen. — Wieder ein Badetoter in MV: Ein 83-jähriger Schweriner ist gestern Mittag von Rettungskräften der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) leblos aus der Ostsee vor Boltenhagen gezogen worden. Bereits in den vergangenen Tagen gab es tödliche Badeunfälle an der Küste.

Niklas Kloppke (17) und Andreas Walden (17) sind seit fünf Jahren als Rettungsschwimmer für die DLRG-Ortsgruppe Gelnhausen bei Frankfurt am Main tätig. Zusammen haben sie sich zwei Wochen Urlaub genommen, um ehrenamtlich am Boltenhagener Strand zu helfen. Doch auf Urlaubserinnerungen wie gestern hätten sie gerne verzichtet. „Wir wurden jahrelang auf diese Ereignisse trainiert und sind auch fit dafür. Aber wenn das dann tatsächlich passiert, ist das was ganz anderes. So etwas mental zu verarbeiten, ist nicht einfach. Aber ich schaffe das“, sagt Niklas Kloppke, der den bewegungslos an der Wasseroberfläche treibenden Mann mit dem Fernglas ausfindig machte. „Wir suchen alle paar Minuten das Wasser ab. Einer oben auf dem Turm, einer im Haus“, berichtet Andreas Walden, der im Haus am Strandaufgang 18 sitzt.

„Schau mal da, an der Boje. Da stimmt doch was nicht“, rief Niklas Kloppke seinem Freund und Kollegen zu, als er wieder durch das Fernglas schaute. Jetzt ging alles blitzschnell. Beide waren sich einig, dass etwas passiert sein muss. „Ich bin sofort los und so weit wie möglich durch das Wasser gelaufen. Als ich beim Urlauber war und ihn ansprach, gab es keine Reaktion. Also habe ich ihn zum Ufer gebracht“, so der 17-jährige Frankfurter. Inzwischen hatte der am Rettungsturm gebliebene Andreas Walden die übrigen Rettungskräfte alarmiert. Wenige Minuten später waren auch die da. Doch alle Reanimationsversuche am Ufer blieben erfolglos.

Urlauber halfen, hielten Decken, um Schaulustige abzuhalten, oder holten Rettungsmaterial. „Die Urlauber haben sich sehr gut verhalten. Es gab nur ganz wenige Gaffer. Ein großes Lob“, erklärte Wachleiter Sven Schmitz.

 

Maik Freitag

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