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Totes Baby: Jugendamt kümmert sich um die Mutter

Grevesmühlen Totes Baby: Jugendamt kümmert sich um die Mutter

Vor einer Woche ist ein Säugling in Grevesmühlen kurz nach der Geburt gestorben. Die Hintergründe sind nach wir vor mysteriös.

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Beate Dellin

Quelle: Michael Prochnow

Grevesmühlen. Der Fall des toten Babys aus Grevesmühlen beschäftigt weiter die Behörden. Am Donnerstag vergangener Woche hatte eine 27-Jährige den Notarzt gerufen, nachdem sie ihren Sohn allein in der Wohnung zur Welt gebracht hatte. Der Arzt konnte nur noch den Tod des Säuglings feststellen, die Mutter musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

„Die Untersuchungen des Leichnams sind noch nicht abgeschlossen“, teilte gestern Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek mit. Erst nach deren Abschluss werde entschieden, ob ein Ermittlungsverfahren gegen die 27-Jährige eingeleitet wird. Auf die Entscheidung der Staatsanwaltschaft wartet auch das Jugendamt des Landkreises Nordwestmecklenburg. Dort war die 27-Jährige lange Zeit in Betreuung, und ist es auch heute noch.

„Wir werden den Sachverhalt aufarbeiten, wir nehmen die Sache sehr ernst“, sagte gestern Landrätin Birgit Hesse. „Um zu sagen, was weiter passiert, müssen wir abwarten, welche Schritte die Ermittlungsbehörden einleiten.“ Der Fokus des Jugendamtes liege auf dem Wohl der Kinder. Insgesamt drei Kinder hat die junge Mutter aus Grevesmühlen. Zwei leben bereits bei der Großmutter, ein anderthalbjähriges Kind, das sich während der Geburt vor einer Woche in der Wohnung befand, wurde in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben. Wie lange es dort bleiben wird, hängt vom Fortgang der Ermittlungen ab. „Wir haben früher mit der Mutter zusammengearbeitet, wir tun es derzeit und wir werden es auch künftig tun“, so Beate Dellin, Fachdienstleiterin für den Bereich Jugend beim Landkreis. Es sei leider so, dass die Schwangerschaft bei der Behörde nicht bekannt gewesen sei. Dennoch habe es in der Vergangenheit Hilfe von Seiten des Jugendamtes gegeben.

„Die Entscheidung, zwei Kinder abzugeben, haben wir damals zusammen mit der Mutter getroffen. Sie war auch einverstanden, dass wir jetzt das Kleinkind in die Pflegefamilie geben“, erläutert Beate Dellin. „Aber eines steht fest:Wir sind keine Ermittlungsbehörde. Für uns geht es darum, dass die Kinder gut versorgt sind.“ Natürlich spiele es eine Rolle, welche Entscheidung die Staatsanwaltschaft nach Ende der Untersuchungen trifft. Aber das werde laut Dellin auch nichts daran ändern, dass das Jugendamt sich weiterhin um die Familie kümmert.

Mehrfach hatte es in der Kreisverwaltung in dieser Woche Treffen der Fachdienstleitung mit Landrätin Birgit Hesse zu diesem Fall gegeben. Und die Behörde hält den Kontakt zu der Frau. Zum deren Zustand wollte Beate Dellin keine Aussagen machen. „Sie arbeitet mit uns zusammen, mehr möchten wir dazu nicht sagen.“

Michael Prochnow

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