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Wismar Tradition verbindet Altschüler und neue Gymnasiasten
Mecklenburg Wismar Tradition verbindet Altschüler und neue Gymnasiasten
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00:00 04.10.2016
Saßen als Altschülerinnen in den historischen Bänken: Angelika Wrzesinsky (69, geb. Gutzeit, l.) und Brigitte Romeyke (68, geb. Oldenburg). Sie haben ihr Abitur 1966 an der Großen Stadtschule gemacht. Quelle: Fotos: Nicole Hollatz

„Der Schulhof sah früher ganz anders aus, er war abschüssig zum Krönkenhagen und eine Baumreihe ging quer rüber.“ So erinnert sich Karl-Joachim Klüver (87) aus Hamburg nach dem Rundgang an seine Schulzeit. 1948 hat er an der Großen Stadtschule Geschwister Scholl Gymnasium in Wismar Abitur gemacht. Mit leuchtenden Augen erzählt er von Dr. Kleiminger, seinem Mathelehrer: „Wir nannten ihn immer Onkel Rudi. Eines Tages kam Onkel Rudi mit einem Stapel Bücher von Fritz Reuter und fragte, wo waren wir stehen geblieben? Er hat die Gedichte und Geschichten so wunderbar vorgelesen und uns so an das Plattdeutsche herangeführt.“

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Bei Führungen durchs Gebäude und übers Gelände entdeckten sie Gemeinsamkeiten – Ein Punkt eint alle: Sie sind stolz auf ihre Schule

Ich denke gern an die Schulzeit und die Lehrer zurück.“Nathalie Schwaß (80), Wismar

Es ist eine von vielen Geschichten aus den jüngsten Jahrzehnten der 475 Jahre alten Großen Stadtschule. Am Wochenende trafen sich mehr als 200 Altschüler zum großen Jubiläum und um eben solche Geschichten zu erzählen. Die ältesten angemeldeten Altschüler hatten 1939 ihr Abitur gemacht, die jüngsten vergangenen Sommer.

Viele Ehemalige standen mit aktuellen Schülern am Freitagabend auf der Bühne. Denn auch das macht das Flair der altehrwürdigen Schule aus: Gemeinsamkeit. Auf der Bühne in der Aula Gitarrenverstärker, daneben ein Schlagzeug und der für 17300 Euro sanierte Steinway-Flügel. Altschüler Christopher Hentschel (26, Abijahrgang 2009) saß am Schlagzeug, Schuldirektor Klaus Sass spielte lässig elektronischen Bass, Josephine Weinhold (17) den Flügel. Pauline Winter (17), Flöte, und Celine Peter (17), Cello, spielen zudem den Michael-Jackson-Klassiker „Smooth Criminal“ als grandioses Duett.

Festempfang, Gottesdienst, Bandtreffen, Tag der offenen Tür mit Theater und Projekten zum Thema „Schule – gestern und heute“ sowie Vorträgen von Altschülern für die jetzigen Schüler, Volleyball, Spendenlauf, Festball und Frühschoppen – seit Donnerstag waren die Schüler, Lehrer und Altschüler in Feierlaune.

Schülerinnen wie Anna Ritter und Sherin Absi, beide 14 Jahre alt und in der neunten Klasse, führten die Altschüler durchs Haus und kamen mit manchem ins Gespräch. „Was heute unsere Schule ist, da haben früher die Mönche geschlafen“, erzählte Sherin Absi. Schon in der fünften Klasse wusste sie, dass sie gerne aufs „GSG“, so die Abkürzung der Schule, gehen wolle. „Ich bin stolz, die Große Stadtschule besuchen zu dürfen!“

Auch Nathalie Schwaß, geborene Hühn, schwärmt von ihrer Schulzeit – vor mehr als 60 Jahren. Die 80-jährige Wismarerin hat 1954 Abitur gemacht. „Wir hatten etliche Studienräte als Lehrer, da hatten wir Respekt“, berichtete sie. „Ich denke gern an die Schule und unsere Lehrer zurück“, fasst sie zusammen, was viele Altschüler sagen.

Nicole Hollatz

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