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Trainingsfahrt für die Sicherheit aller an Bord

Wismar Trainingsfahrt für die Sicherheit aller an Bord

Koggenbesatzung nutzte komplettes Wochenende als Ausbildungstörn

Wismar. Die blaue Anzugsordnung der Koggenbesatzung war kurz vor der Abfahrt mit roten Tupfern besetzt, die Farbe der angelegten Rettungswesten. Und dies symbolisierte zudem die Zielstellung der Mission: Die diesmal doppelt so starke Besatzung der „Wissemara“-Crew nutzte das komplette vergangene Wochenende für Trainingszwecke. „Die Sicherheit von Bordgästen der Kogge und deren Besatzung steht immer ganz vorne an, erst dann kommt der besondere Erlebniseffekt.“ Diese Philosophie bildet seit zehn Jahren die Grundlage an Bord des beliebten Mittelalterschiffes.

 

OZ-Bild

Auslaufen unter gehisstem Rahsegel. Ablandiger Wind machte dieses erste Segelmanöver der „Wissemara“ möglich, sehr zur Freude einiger Hafenbesucher.

Quelle:
OZ-Bild

Unter echten See- und Wetter- bedingungen hat die Besatzung ihr Können und Wissen weiter vervollkommnet, damit sind wir optimal für die kommende Saison gerüstet.“ Peter Samulewitz (64), Kapitän

Quelle:
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Auslaufen unter gehisstem Rahsegel. Ablandiger Wind machte dieses erste Segelmanöver der „Wissemara“ möglich, sehr zur Freude einiger Hafenbesucher.

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Unter echten See- und Wetter- bedingungen hat die Besatzung ihr Können und Wissen weiter vervollkommnet, damit sind wir optimal für die kommende Saison gerüstet.“ Peter Samulewitz (64), Kapitän

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Damit stand der erste Törn in Eigenregie im Zeichen der Ausbildung. Theorie allein reicht eben nicht, denn immer erst in der Praxis zeigt sich der Moment der Wahrheit. Deshalb nutzte ein größtmöglicher Teil der aktiven Koggenfahrer die Chance, an Bord zu gehen und ein straff gestaltetes Programm auf See zu absolvieren. Ein Segelmanöver zum Beispiel war ein Schwerpunkt bei diesem „dienstlichen“ Wochenendausflug. Und da der Wind beim Auslaufen gerade günstig in Richtung Wismarbucht stand, konnte er gleich beim Auslaufen in das große Rahsegel drücken. Ein anderes Thema in Sachen Navigationstraining ist das manuelle Steuern des Schiffes per Hand. Denn sollte einmal der Fall eintreten, dass die hydraulische Ruderanlage ausfällt, muss auch darauf reagiert werden. „Dann müssen alle mal ran, um mit der manuellen Ruderpinne die Kogge zu steuern“, so Peter Samulewitz. „Wichtig“, so der Kapitän, „ist dabei ein sicherer Rufkontakt zwischen Fahrstand auf dem Achterkastell und dem Rudergänger, der seine Position hinter dem Bratspill einnimmt und somit das Schiff anhand der Kommandos quasi blind steuern muss.“

Nicht weniger wichtig sind die schiffssicherheitsrelevanten Ausbildungsschwerpunkte, angefangen von der Handhabung von Notsignalen, das Mann-über-Bord Training, die simulierte Feuerbekämpfung unter wirklichkeitsnahen Bedingungen bis hin zu Grundlagen der Ersten Hilfe. Insgesamt verfügt die Kogge über drei Rettungsflöße mit einer Aufnahmefähigkeit von jeweils 25 Personen. Zudem sind insgesamt 85 Schwimmwesten an Deck verfügbar.

Von Hans-Joachim Zeigert

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